Heilmittel - Therapieformen
Weitere Infos zu den Therapieformen erhalten Sie hier:
Physikalische Therapie
Die physikalische Therapie setzt Wasser, Luft, Wärme und Kälte sowie Bewegung und elektrischer Strom zu Heilzwecken ein. Bei Bädern und Inhalationen können zusätzlich chemische Inhaltsstoffe mitwirken. Beispiele:
Massagetherapie
Die bekanntesten Massagen:
- Bindegewebsmassage
- Segmentmassage
- Periostmassage
- Colonmassage
Wenn Ihnen Massagen ärztlich verordnet wurden, können Sie zum Vertragspartner Ihrer Wahl gehen.
Bewegungstherapie
Bewegungstherapie wie z.B. Übungsbehandlung im Wasser oder spezielle krankengymnastische Behandlungsverfahren für
- Kinder (z.B. nach Bobath oder Vojta)
- Elektrotherapie
- Wärme- und Kältetherapie
- Inhalationstherapie
Stimm, Sprech- und Sprachtherapie
Auch für Probleme mit der Stimme oder beim Sprechen gibt es spezielle Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist die genaue Diagnose durch einen Arzt, der über besondere Kenntnisse der Sprachtherapie verfügt.
Als Sprech- bzw. Sprachstörung gelten u. a.:
- Stammeln, Stottern, Poltern
- Näseln
- verzögerte Sprachentwicklung bei Kindern
- Sprachstörungen nach später Ertaubung
Die Störungen können organische, psychische, aber auch hormonelle Ursachen haben. Die Therapie umfasst nicht nur das Symptom, sondern betrachtet die Störung in größerem Zusammenhang: Die Ärzte bzw. Therapeuten beziehen z.B. den psychischen Zustand des Patienten, seine allgemeine körperliche und geistige Entwicklung, die familiäre Situation, sein Hörvermögen oder die beim Sprechen beteiligten Organe in die Behandlung mit ein.
Ergotherapie
Die Ergotherapie kann Patienten mit motorischen, sensorischen, psychischen oder kognitiven Problemen helfen.
Bei motorischen Störungen soll die Therapie z.B.
- die Grob- und Feinmotorik
- das Zusammenspiel von verschiedenen Bewegungsabläufen
- die Gelenkfunktionen
verbessern.
Bei Funktionsstörungen einzelner Sinnesorgane
soll die Ergotherapie das Gleichgewicht oder die Mund- und Essmotorik verbessern. Der Patient übt, Sinneswahrnehmungen zu koordinieren und umzusetzen. Bei psychischen Störungen geht es z.B. um die Entwicklung oder Stärkung von
- Ausdauer, Konzentration, Gedächtnis
- Orientierung, Selbständigkeit, Flexibilität
- Geschicklichkeit, Motorik, Koordination
- Motivation, Selbstvertrauen, Angstbewältigung Kontakt- und Bindungsfähigkeit
Auch in der Ergotherapie laufen die Maßnahmen in enger Zusammenarbeit zwischen Arzt und Therapeut ab. Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten - lebenspraktisch, spielerisch oder kreativ - aus denen Therapeuten individuelle Konzepte erarbeiten.
Die Patienten werden einzeln oder in Gruppen behandelt. In besonderen Fällen kann die Ergotherapie auch zu Hause durchgeführt werden.