Zucker hat viele Namen.

Die verschiedenen Arten von Zucker.

Verschiedene Zuckerarten und andere Süßmacher mit komplizierten Bezeichnungen – wer blickt da noch durch? Über 70 Namen für Zutaten, die zum Süßen dienen oder zum Zuckergehalt beitragen, sind inzwischen bekannt. Ist jede davon gleich schädlich?

Guter Zucker, schlechter Zucker: Klar, zu viel Zucker ist ungesund. Doch was ist mit Fruchtsüße, Honig oder Ahornsirup? Ist brauner Zucker besser als weißer, macht Traubenzucker fit und ist Honig gesünder als Zucker?

Verschiedene Zuckerarten im Detail

Gibt es ihn, den gesunden oder zumindest gesünderen Zucker? Sie müssen jetzt ganz stark sein: Leider nein! Zucker – egal welcher Art – ist bei hohem Konsum ungesund. Die Unterschiede in der Herkunft und Verarbeitung ändern daran nur wenig.

    • Haushaltszucker (Saccharose) gibt es in verschiedenen Varianten, z. B. als Kristallzucker, Hagelzucker, Puderzucker. Er besteht aus Glucose und Fructose und wird aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr hergestellt.
    • Rohrzucker ist die Bezeichnung für Haushaltszucker, der aus Zuckerrohr gewonnen wird. Chemisch besteht kein Unterschied zum Rübenzucker.
    • Vollrohrzucker, Rohrohrzucker sind nicht- oder nur teilraffinierte Zuckerarten aus Zuckerrohr. Sie haben zwar einen höheren Anteil an Mineralien im Vergleich zum Haushaltszucker, ernährungsphysiologisch fällt das jedoch durch den hohen Saccharose-Gehalt kaum ins Gewicht.
    • Honig enthält zwar einige Mineralien und Enzyme, hat durch den sehr hohen Zuckeranteil von 80 Prozent jedoch die gleiche gesundheitsschädigende Wirkung wie Zucker.
    • Traubenzucker (Glukose, Dextrose) wird aus Mais- und Weizenstärke hergestellt. Er sorgt zwar für besonders schnelle Energie, der Effekt ist aber nur von kurzer Dauer. Letztendlich ist er nichts anderes als Zucker – Energiegehalt und Süßkraft sind nur minimal kleiner als die von Kristallzucker.
    • Fruchtzucker (Fruktose) klingt gesund. Ist es aber nur in Form einer Frucht – und selbst da ist man sich bei süßgezüchteten Sorten nicht mehr sicher. Schon bei Fruchtsaft und Smoothies übersteigt der Zuckeranteil den Gesundheitseffekt, denn Fruchtzucker ist weder kalorienärmer noch gesünder als Haushaltszucker.
    • Maissirup (Glukose-Fruktose-Sirup) ist eine chemische Verbindung aus Fructose und Glucose. Es handelt sich um hochverarbeiteten und konzentrierten Zucker, der als billiger Ersatz für Haushaltszucker zum Einsatz kommt.
    • Malzzucker (Maltose) wird aus Stärke gewonnen. Er hat im Vergleich zu anderen Zuckerarten nur eine geringe Süßkraft. Oft wird er aufgrund seines Karamellgeschmacks in Verbindung mit anderen Süßmitteln in Backwaren, Kindernahrung und Getränken eingesetzt.
    • Ahornsirup ist der eingedickte Saft des kanadischen Zuckerahorns. Auch wenn er geringe Mengen an Mineralien wie Calcium, Zink und Magnesium enthält, ist er ein 70-prozentiges Zuckerkonzentrat.
    • Dicksäfte (Apfel-, Birnen-, Agavendicksaft) bestehen aus Fructose. Durch den Eindickungsprozess bleibt von den Vitaminen der Pflanzen nichts übrig, es handelt sich um konzentrierten Zucker.
    • Kokosblütenzucker ist natürlichen Ursprungs, soll einen höheren Mineralstoffgehalt als Haushaltszucker haben und den Blutzuckerspiegel nicht so stark in die Höhe schnellen lassen. Zu den gesundheitlichen Vorteilen liegen bisher kaum aussagekräftige Studien vor. Theoretisch lässt sich Haushaltszucker durch Kokoszucker 1:1 ersetzen – allerdings ist er deutlich teuer, hat einen identischen Kalorien- und einen ähnlich hohen Saccharose-Gehalt.