Ernährungsbedingte Erkrankungen

Spezial-Infos zu Gesundheit

Erfahren Sie hier wie ernährungsbedingte Erkrankungen enstehen und wie sich diese effektiv verhindert lassen.

Cholesterin

Erhöhter Cholesterinspiegel - eine Gefahr für die Gesundheit

Fette und Cholesterin sind lebensnotwendige Grundsubstanzen des menschlichen Organismus. Sie übernehmen im Körper zahlreiche Aufgaben: Bildung von Gallensäuren, die für die Fettverdauung erforderlich sindBausteine der ZellmembranenBeteiligung am Aufbau der NervenBeteiligung an der Bildung einiger HormoneBeteiligung an der Bildung von Vitamin DBestandteil des Talgdrüsensekrets

Den größten Teil des Cholesterins bildet der Körper selbst und ist somit nicht auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Hingegen ist die Zufuhr von bestimmten ungesättigten Fettsäuren notwendig.

Cholesterin

Was ist Cholesterin?

Cholesterin ist im eigentlichen Sinne kein Fett, sondern ein Fettbegleitstoff.

Er kommt praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vor und in Begleitung der tierischen Fette. Das Einsparen von Cholesterin fängt demnach bei fettreichen tierischen Lebensmitteln an.

Cholesterin-Aufnahme

Worin steckt Cholesterin?

Cholesterin wird aus Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Käse, Eiern und Butter aufgenommen.

Leider oft zu viel, wodurch es zu einem Anstieg der Blutfette kommen kann. Es ist aber individuell sehr verschieden, wie sich dieser erhöhte Fettverzehr auswirkt.

Unbestritten bleibt, dass ein zu hoher Blutcholesterinspiegel ein Haupt-Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose ist und auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der Todesursache Nr. 1 in Deutschland, führt.

Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wie senkt man das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Um das Risikos von Koronarerkrankungen zu senken, ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten unbedingt zu empfehlen.

Ein Hauptaugenmerk sollte auf der Fettzufuhr liegen, über die höchstens 30 % der täglichen Energieaufnahme stattfinden sollen. Die täglich aufgenommene Menge an Nahrungscholesterin sollte unter 300 mg liegen. Das ist annähernd die Menge, die ein Ei beinhaltet.

Ein Abbau von vorhandenem Übergewicht ist anzuraten und die tägliche Energieaufnahme sollte nur dem eigentlichen Bedarf entsprechen. Zu einer Gewichtsreduktion kann erhöhte körperliche Aktivität beitragen, was sich in jedem Fall positiv auf die Blutfettzusammensetzung auswirkt.

Der Grenzwert für die Gesamtcholesterinkonzentration liegt bei 200 mg/dl Blut, dieser Wert sollte möglichst nicht überschritten werden.

Gutes und schlechtes Cholesterin!

Der Cholesterinstoffwechsel des Menschen unterliegt einem ständigen Kreislauf.

Damit Cholesterin im Blut transportiert werden kann, werden „Träger" benötigt. Das sind die so genannten Lipoproteine.

Die zwei wichtigsten Lipoproteine, von denen Cholesterin im Blut transportiert wird, heißen LDL und HDL.

LDL transportiert das Cholesterin aus der Leber in die Körperzellen. Ist seine Konzentration erhöht, kann es zu gefährlichen Ablagerungen in den Blutgefäßen führen. Deswegen wird es als das „böse" Cholesterin bezeichnet.

HDL bewirkt den Transport von Cholesterin aus Zellen und Gewebe in die Leber, in der das Cholesterin anschließend verstoffwechselt wird. Es verhindert also Cholesterinablagerungen in den Gefäßen. Daher wird es als das „gute“ Cholesterin bezeichnet.

Wird der Gesamtcholesteringehalt im Blut isoliert betrachtet, ist das nicht unbedingt aussagekräftig bei der Einschätzung der tatsächlichen Gefahr.

Bei der Bewertung der Blutfettwerte spielt vor allem das Verhältnis von LDL zu HDL eine entscheidende Rolle, denn nur die Erhöhung des LDL-Cholesterins ist für unseren Körper gefährlich! Hierbei sollte der Quotient LDL : HDL kleiner als vier sein.

Beispiel: 

LDL = 180 mg/dl Blut       => 180 mg:60mg = 3 

HDL = 60 mg/dl Blut 
____________________

Gesamt: 240 mg/dl Blut

Obwohl die Gesamtcholesterinkonzentration im Blut in diesem Beispiel über 200 mg/dl liegt, ist sie aufgrund der hohen HDL-Konzentration und des daraus resultierenden LDL - HDL-Quotienten von 3 nicht behandlungsbedürftig.

Arteriosklerose

Was ist Arteriosklerose?

Kommt es auf Grund eines erhöhten Cholesterinspiegels zu Ablagerungen von LDL-Cholesterin in den arteriellen Gefäßwänden, wird dies als Arteriosklerose bezeichnet.

Je mehr so genannter „Plaques" sich bilden und die Arterien verengen, desto schlechter werden die Organe mit Blut, Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt.

Das kann letztendlich zum Verschluss der Arterien mit der Folge Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Rund 40 % der Erwachsenen in Deutschland leiden an einem erhöhten Cholesterinspiegel. Bei der Entstehung spielt neben der genetischen Veranlagung vor allem der Lebensstil eine große Rolle.

Schon durch eine gezielte Umstellung der oft zu fett- und energiereichen Ernährungsgewohnheiten lässt sich viel erreichen. Wenn es dazu noch gelingt, durch eine Steigerung der körperlichen Aktivität die Fettoxidation zu fördern und so vorhandenes Übergewicht abzubauen, kann damit wirksam eine Normalisierung des LDL-Cholesterin-spiegels im Blut angestrebt werden.

Wirksame Lebensmittel

Besonders wirksame Lebensmittel

Neue Untersuchungen bestätigen die positiven Effekte von löslichen Ballaststoffen wie Pektin, Guar und Psyllium, auf den Blutcholesterinspiegel.

Diese kommen vor allem in Obst (Äpfel), Gemüse, Hafer, Gerste und Hülsenfrüchten vor. Diese Stoffe binden Gallensäuren und verhindern deren Aufnahme aus dem Darm.

Die für die Verdauung notwendigen Gallensäuren müssen dann aus Cholesterin, das sich im Blut befindet, gebildet werden. Dadurch kommt es zu einer Absenkung des Blutcholesterinspiegels. Auch die mit Phytosterolen angereicherten Streichfette (z. B. becel pro activ) sind in der Lage, die LDL-Cholesterinwerte abzusenken, HDL-Cholesterin zu verändern.

Phytosterole sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die u. a. als Nebenprodukte der Ölraffination gewonnen werden. Von Natur aus enthalten sind sie in Maiskeim- und Sonnenblumenöl.

Sie sind aber nur empfehlenswert für Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel. Vor einem präventiven Verzehr ist abzuraten, denn es gibt eine seltene Phytosterolspeicherkrankheit und noch keine Daten über mögliche Nebenwirkungen bei jahrelangem Verzehr.

Bedeutsamkeit der Pflanzenöle

Als besonders wichtig für die Regulation der Blutfettwerte hat sich die Fettsäurenzusammensetzung der Nahrungsfette erwiesen.

Empfehlenswert ist es, den Verzehr von fetten Fleisch- und Wurstwaren, fetten Käsesorten, Eiern und Sahne sowie von Kokos- und Palmkernfett zu reduzieren und bei der Nahrungszubereitung vor allem Pflanzenöle zu verwenden, die reich an einfach ungesättigten Fettsäuren sind.

Dabei hat Olivenöl die Nase vorn und eine empfehlenswerte Ergänzung dazu wären Raps-, Soja- und Walnussöl.

Praktisch bedeutet das, dass bei der Essenszubereitung überwiegend Pflanzenöl verwendet werden sollte. Die in Seefischen wie Makrele, Lachs und Hering enthaltenen Omega-3-Fettsäuren haben einen positiven Einfluss auf die Fließeigenschaften des Blutes. Daher sollte Seefisch jede Woche auf dem Speiseplan stehen.

Cholesterin und Fett sparen

Mit der Zubereitung Cholesterin und Fett sparen

Zum Schluss noch einige Tipps für die Zubereitung von Speisen:

  • Bereiten Sie die Speisen möglichst selbst zu, denn so haben Sie mehr Einfluss auf die Fettzugabe
  • Wählen Sie das richtige Fett (ungesättigte Fettsäuren), wie Distel-, Soja- oder Olivenöl
  • Bevorzugen Sie eine fettarme Zubereitungsart: Grillen, Dünsten, Kochen im Römertopf, Garen in Bratfolie oder der Mikrowelle
  • Genießen Sie Saucen nur in kleinen Mengen, und binden Sie sie nicht mit Soßenbinder oder Sahne. Tipp: Zum Binden einer Sauce eignet sich hervorragend eine gekochte, zerdrückte Kartoffel
  • Essen Sie möglichst nicht mehr als 2 Eier pro Woche.

Tipp:

Eier (Eigelb) können durch cholesterinfreies Eipulver zum Kochen und backen ersetzt werden.

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