Naturheilverfahren

BKK MedPlus - Brustkrebs

Disease Management Programme (DMP)

Strukturierte Behandlungsprogramme (DMP) bieten chronisch Kranken eine optimale und auf deren Bedürfnisse abgestimmte Behandlung.

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Informationen zu Brustkrebs

Brustkrebs ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor bei Frauen: Jährlich erkranken fast 50.000 Frauen.

Im Laufe ihres Lebens ist etwa eine von zehn Frauen betroffen. In den vergangenen Jahren haben sich die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten immer weiter verbessert, so dass eine immer größere Zahl von Frauen geheilt wird. Hier erfahren Sie mehr über die Erkrankung, über Diagnose- und Therapieformen sowie die Nachsorge.

Unsere Informationen für Sie zum Thema:

Ihr Bonus

Die mhplus belohnt ihre Versicherten für die Teilnahme an Disease Management Programmen (DMP) mit einem Bonus.

Informieren Sie sich auf der Seite Bonus: BeneFit DMP.

Aufbau der Brust

Das Verständnis für die Erkrankung Brustkrebs, die Diagnostik, die Behandlung und Nachsorge ist leichter, wenn Sie sich mit Aufbau und Funktion der Brustdrüse (Mamma) vertraut machen.

Die gesunde Brust einer reifen Frau besteht aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Ihre wichtigste Funktion ist die Herstellung von Muttermilch. Stellen Sie sich die Struktur der milchproduzierenden Zellsysteme in der Brust als ein Bündel Trauben vor. Die Trauben entsprechen den in Gruppen angeordneten milchausscheidenden Drüsenläppchen (Lobula), während "Traubenstiele" die so genannten Milchgänge (Ductuli) sind. Ihre Aufgabe ist es, die Milch von den Drüsen zur Brustwarze zu transportieren.

Drüsen und Milchgänge sind in das Fettgewebe eingebettet, das der Brust ihre Form und Weichheit verleiht. Die Brust selbst hat keine Muskeln, liegt aber auf dem großen Brustmuskel (Musculus pectoralis major), der sich vom Brust- und Schlüsselbein bis zu den Schulterknochen zieht. Der Drüsenkörper ist bei gleichaltrigen Frauen etwa gleich groß. Die Größe der Brust wird hauptsächlich durch den Fettanteil bestimmt. Deshalb sagt die Größe der Brüste nichts über die Fähigkeit aus, stillen zu können.

Brustkrebs - warum entsteht er?

Nach der Diagnose Brustkrebs fragen sich viele Frauen: Warum habe ausgerechnet ich Krebs? Was habe ich falsch gemacht?

An Brustkrebs zu erkranken, ist keine Frage der "Schuld" oder des falschen Handelns. Es ist auch kein unabwendbares Schicksal, in das man sich fügen muss.

Die Ursachen des Brustkrebses - wie die Krebskrankheiten überhaupt - sind noch weitgehend unerforscht. Aus statistischen Erhebungen lassen sich jedoch Risikofaktoren ableiten, die die Gefahr einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Dies wiederum bedeutet nicht, dass jede Frau, auf die Risiken zutreffen, zwangsläufig erkranken muss.

Erhöhte Risiken haben Frauen

  • deren nahe Verwandte (Mutter/Schwestern) Brustkrebs hatten,
  • die bereits früher an Brustkrebs erkrankt waren,
  • die älter als 50 Jahre sind (allgemeines Altersrisiko),
  • die eine Problem-Mastopathie haben.

Diagnostik

Bei Verdacht oder Hinweisen auf eine Brustkrebserkrankung spricht Ihr Arzt mit Ihnen über die notwendigen Untersuchungen, um die Diagnose zu sichern.

Die Diagnostik ist wichtig, um folgende Fragen zu klären:

  • Handelt es sich wirklich um einen bösartigen Tumor?
  • Um welche exakte Brustkrebsart handelt es sich?
  • Wo sitzt der Tumor? Wie groß ist er?
  • Wie ist der Allgemeinzustand der Patientin?
  • Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten? Hat sie sich auf die Lymphknoten ausgedehnt? Gibt es weitere Tochterabsiedelungen (Metastasen)?
  • Welche Behandlung wird den größten Erfolg bringen?

Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchungen und Ihrer persönlichen Gesamtsituation entscheiden Sie gemeinsam mit den behandelnden Ärzten, welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist.

Nach der Diagnose

Hohe psychische Belastungen

Patientinnen, die zunächst mit dem Verdacht und später mit der Diagnose „Krebs” konfrontiert werden, sind hohen psychischen Belastungen ausgesetzt : Viele berichten, dass sie anfangs „in ein schwarzes Loch gefallen” sind. So geht es vielen Frauen, die sich der Diagnose Brustkrebs stellen müssen, und auch Sie fragen sich vielleicht, warum es ausgerechnet Sie trifft.

Bei Brustkrebspatientinnen macht ein weiterer Aspekt die Gesamtsituation für die betroffene Frau, ihre Angehörigen und Freunde noch schwieriger: Die Angst vor der bevorstehenden Operation. Vor allem, wenn nicht brusterhaltend operiert werden kann, hat die Patientin oft Angst, die weibliche Identität zu verlieren, „keine richtige Frau” mehr zu sein.

Es kommen Gedanken wie „Wie wird mein Partner auf die körperliche Veränderung reagieren? Werde ich selbst lernen können, damit umzugehen?”

Wir haben einige Ratschläge zusammengestellt, um Ihnen zu helfen, mit diesen psychischen Belastungen fertig zu werden. Manches hört sich für Sie jetzt vielleicht noch unrealistisch an, aber nach einiger Zeit werden Sie sehen, dass sie funktionieren.

  • Werden Sie im Kampf gegen die Krankheit Partnerin Ihres Arztes. Besprechen Sie mit ihm die Behandlungsstrategie und fragen Sie nach allem, was Ihnen unklar ist.
  • Denken Sie an die Menschen und Dinge, die Ihnen in der Vergangenheit Kraft und Hoffnung vermittelt haben, und versuchen Sie, Ihre Zeit mit diesen Menschen oder Dingen zu verbringen.
  • Sollte Ihnen die Brust wirklich abgenommen werden müssen, denken Sie daran: Das Wichtigste an Ihnen ist Ihr inneres Wesen. Es ist fatal, dass Äußerlichkeiten so viel Bedeutung beigemessen wird, denn was wirklich zählt, ist der innere Wert eines Menschen. Die Menschen, die Sie lieben und von denen Sie geliebt werden, wissen das.
  • Ihre Erkrankung verlangt Zeit zur Heilung, körperlich und seelisch. Deshalb nehmen Sie sich viel Zeit für sich selbst.
  • Kapseln Sie sich nicht ab, sondern versuchen Sie, mit anderen Menschen über Ihre Gefühle und Ängste zu sprechen. Wenn Sie dies nicht mit Angehörigen oder Freunden tun können oder wollen, nehmen Sie Kontakt zu ebenfalls Betroffenen auf.
  • Denken Sie positiv an die Zukunft!

Viele Krebspatientinnen haben die Erfahrung gemacht, dass ihr Leben unter dem Eindruck der Krankheit intensiver wurde.

Arten und Klassifikation

Brustkrebs (Mammakarzinom) tritt in unterschiedlichen Arten, Stadien und Altersgruppen auf. Entsprechend ist die Behandlung unterschiedlich.

Der Brustkrebs wird durch den generellen Krebstyp und durch seinen speziellen Zelltyp gekennzeichnet. Weil die verschiedenen Typen unterschiedlich schnell wachsen und metastasieren, ist es besonders wichtig, den genauen Zelltypus zu identifizieren.

Je mehr der Arzt darüber weiß, um welche ganz spezielle Art des Brustkrebses es sich bei der jeweiligen Patientin handelt, desto besser kann er die Behandlungsstrategie darauf abstimmen.

Prinzipiell gibt es zwei große Klassen von Brustkrebs, die nicht infiltrierende und die infiltrierende Form. "Infiltrierend" bedeutet: natürliche Gewebsabgrenzungen überschreitend.

Als nicht infiltrierende, epitheliale Tumoren oder auch carcinoma in situ werden grundsätzlich nur Vorstadien bezeichnet (abgekürzt: DCIS beziehungsweise CLIS). Die meisten Fälle von Brustkrebs beginnen in den Oberflächenzellen (Epithelien) der Milchgänge, manchmal auch in den Drüsenläppchen selbst. Solange sich die Ausdehnung eines Brustkrebses auf das Gebiet eines Drüsenläppchens beschränkt, spricht man von einem carcinoma in situ – ein einstweilen nicht invasives Frühstadium, das vor einer Metastasierung unter Umständen über Jahre ruhen kann.In diesem ruhenden Stadium ist die Erkrankung zu nahezu 90 Prozent durch eine operative Entfernung des Tumors (eventuell ergänzt um eine Strahlentherapie) heilbar. Eine Chemotherapie ist nicht notwendig. Ein unbekannter Prozentsatz dieser Vorstadien entwickelt sich sogar niemals zum invasiven Brustkrebs.

Zum anderen gibt es die große Klasse der so genannten infiltrierenden, epithelialen Tumoren, die sich wiederum in verschiedene Typen untergliedern. Bei diesen Tumoren haben die Tumorzellen die Wand der Drüsenläppchen oder der Milchgänge durchbrochen und wachsen – je nach Zelltyp mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit – in das umgebende Fettgewebe der Brust ein.

Wurde bei Ihnen die Diagnose Brustkrebs gestellt, sollten Sie mit Ihrem Arzt ausführlich über den Befund und die Prognose Ihrer Erkrankung sprechen. Lassen Sie sich die vorgesehenen Behandlungsschritte und eventuell vorhandene andere Therapien genau erläutern.

Wenn Sie etwas nicht verstehen, fragen Sie ruhig nach. In jedem Einzelfall müssen Gynäkologen, Internisten, Operateure und Strahlentherapeuten gemeinsam mit der Patientin die für sie am besten geeignete Behandlungsstrategie festlegen.

Therapie des Brustkrebses

Mittelpunkt des Programms ist die gemeinsame Entscheidungsfindung von Patientin und Arzt, welche Therapie für die Patientin am besten und geeignetsten ist.

Die Patientin erfährt die dafür notwendigen Informationen über Diagnostik, Therapie und Begleitmaßnahmen im ausführlichen Gespräch.

Bei der Aufklärung richtet sich der Arzt nach den Bedürfnissen der Patientin, da nicht jede Frau die gleichen Fragen bewegen. Für die Behandlungsentscheidung sind nicht nur Faktoren wichtig, die die spezielle Art des gefundenen Tumors betreffen, sondern auch ganz persönliche Gesichtspunkte.

Nach der Aufklärung ist es wichtig, dass die Patientin eine angemessene Zeit erhält, bis sie sich für die vorgeschlagene Erstbehandlung entscheidet. So kann sie sich mit der neuen Situation auseinandersetzen, sich weitergehend informieren und nochmals beraten lassen.

Wo erhalten Sie Informationen und Rat?

Rasche, kompetente Hilfe und Beratung erhalten Krebspatienten und ihre Angehörigen bei der Deutschen Krebshilfe. Selbstverständlich kostenlos.

Die Deutsche Krebshilfe verfügt über eine umfangreiche Dokumentation von aktuellen, detaillierten Adressen, auf die Krebskranke und ihre Angehörigen zugreifen können. Hier erfahren Sie auch, wo sich an Ihrem Wohnort die nächstgelegene Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe befindet.

Bei der Bewältigung von sozialen Problemen hilft die Deutsche Krebshilfe den Krebspatienten, die durch ihre Erkrankung in eine finanzielle Notlage geraten sind. Der Härtefonds der Deutschen Krebshilfe gewährt Krebspatienten unter bestimmten Voraussetzungen eine einmalige finanzielle Unterstützung. Auch wenn Sie Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden, Versicherungen und anderen Institutionen haben, hilft und vermittelt die Deutsche Krebshilfe im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Zum Thema Brustkrebs bietet die Deutsche Krebshilfe ein Video an, das in einfühlsamen Bildern und Texten betroffenen und interessierten Frauen Informationen über Diagnose, Behandlung und Nachsorge der Erkrankung gibt. Der Film „Brustkrebs“ wird gegen eine Schutzgebühr von 10 EUR abgegeben.

Darüber hinaus bietet die Deutsche Krebshilfe zahlreiche Broschüren an, in denen Diagnostik, Therapie und Nachsorge einzelner Krebsarten erläutert werden. Sie können die Hefte unter der Adresse www.krebshilfe.de abrufen oder dort bestellen.

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