Ernährungsbedingte Erkrankungen

Spezial-Infos zur Gesundheit

Erfahren Sie hier wie ernährungsbedingte Erkrankungen entstehen und wie sie sich effektiv verhindern lassen.

Bluthochdruck & Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Änderung der Lebensgewohnheiten = erfolgreiche Bluthochdrucktherapie

Eine Änderung der Lebensgewohnheiten ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Bluthochdrucktherapie. Allein hierdurch kann eine medikamentöse Therapie, die natürlich immer das Risiko von Nebenwirkungen birgt, oft vermieden oder zumindest minimiert werden.

Empfehlenswerte Maßnahmen:

  • Übergewicht abbauen (Blutdrucksenkung pro kg Gewichtsverlust ca. 2 mm Hg)
  • gesunde Ernährung und Salzreduktion
  • ausreichende Bewegung
  • einschränken oder besser einstellen des Rauchens
  • Kaffee in Maßen (max. vier Tassen täglich!)
  • Alkohol in Maßen
  • Stress abbauen
  • Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, den Blutdruck dauerhaft zu senken, ist gegebenenfalls zusätzlich eine medikamentöse Therapie erforderlich.

Erfahren Sie hier mehr

Weniger Kochsalz


Weniger Kochsalz – weniger Druck

Eine hohe Kochsalzzufuhr begünstigt in der Regel die Entstehung eines Bluthochdrucks, d. h. durch einen geringeren Salzverzehr lässt sich der Blutdruck effektiv regulieren.

Dies trifft allerdings nicht für alle Bluthochdruckpatienten zu. Es gibt auch Personen, bei denen eine Kochsalzrestriktion keine bzw. nur eine geringe Wirkung zeigt (Salzresistenz). Die Ursache hierfür ist noch unklar.

Dennoch sollte nach den Empfehlungen der DGE die tägliche Zufuhr von Kochsalz die Menge von 6 g nicht übersteigen.

Kalium

Genügend Kalium

Das Verhältnis zwischen Natrium und Kalium spielt für Bluthochdruckpatienten eine wichtige Rolle.

Der positive Effekt einer kaliumreichen Ernährung ist auf eine vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung über die Niere zurückzuführen. Diesen Mineralstoff enthalten reichlich

  • Reis und
  • Kartoffeln

Gesunde Ernährung


Tipps für eine gesunde Ernährung

Salzarm essen bedeutet für viele Patienten eine große Umstellung, da sie an den Salzgeschmack gewöhnt sind.

Viele Gerichte schmecken aber auch mit weniger Salz ganz hervorragend. Die im Folgenden aufgeführten Tipps sollen eine kleine Hilfe für den Alltag sein, eine Hilfe dafür, wie durch die richtige Auswahl von Lebensmitteln und Gewürzen Kochsalz eingespart werden kann.

Energiezufuhr

  • Normalgewicht anstreben und halten (siehe BMI)
  • „Leere Kalorien" meiden, da dadurch Übergewicht begünstigt wird, z. B. zuckerhaltige Speisen und Getränke, Alkohol
  • Für ausreichend Bewegung sorgen

Kochsalzreiche Lebensmittel meiden

  • Gepökelte, gesalzene und geräucherte Fleisch- und Fischwaren (Rauchfleisch, gekochter und roher Schinken, Pökelhering)
  • Dauerwurst
  • Fertigprodukte (z. B. Suppen, Saucen) und Konserven
  • Salzgebäck (z. B. Salzstangen, Salzbrezeln, Käsegebäck)

Kochsalzzufuhr reduzieren

Bei der Zubereitung von Speisen

  • auf die Verwendung von Kochsalz, Gewürzsalzen und Gewürzmischungen mit Kochsalz verzichten (Zutatenliste beachten)
  • Geschmacksverstärker (Natriumglutamat) vermeiden
  • Nicht zusätzlich salzen
  • Reichlich frische Kräuter und Gewürze verwenden
  • Vorsicht bei der Außerhausverpflegung (Kantine, Restaurant, Schnellimbiss, etc.). Hier wird oft überreichlich gesalzen! Informieren Sie das Küchenpersonal darüber, dass Sie salzarm essen möchten (z. B. Pommes frites ohne Salz)

Natriumgehalt von Mineralwasser

  • max. 20 mg Natrium pro Liter (Liste der Inhaltsstoffe)

Schmackhafte Zubereitung

Zubereitungsarten wählen, bei denen Röststoffe erzeugt werden

  • Beschichtete Pfannen
  • Römertopf
  • Backofen
  • Grill

Gesamtfett reduzieren

  • Fettarme Nahrungsmittel auswählen
  • Fettsparende Zubereitungsarten wählen (beschichtete Pfannen, Bratschlauch, Bratfolie, Römertopf, Grill, Mikrowelle, Alufolie)
  • Bei der Zubereitung von Saucen und Suppen das oben „schwimmende“ Fett abschöpfen

Auswahl der Fette

  • Gesättigte Fette durch solche mit einem hohen Anteil an mehrfach oder einfach ungesättigten Fettsäuren ersetzen (Olivenöl, Sojaöl, Walnussöl, Margarine). Diese Fette auch als Streich-, Brat- und Backfett bevorzugen.
  • Tierische Fette wie z. B. Butter, Speck, Schmalz, Talg meiden.

Ballaststoffreiche Ernährung

Bevorzugen Sie Vollkornprodukte wiez. B.

  • Vollkornbrot,
  • Vollkornteigwaren,
  • Naturreis
  • Gemüse, Rohkost
  • Obst

Kaliumreiche Ernährung

Regelmäßiger Verzehr von

  • Reis,
  • Kartoffeln und
  • Obst


Die folgende Übersicht über geeignete und ungeeignete Lebesnmittel kann als kleine Einkaufshilfe dienen.

Geeignete Lebensmittel


Übersicht über geeignete Lebensmittel

Fleisch

Mageres Fleisch von Kalb, Rind oder Schwein ohne sichtbares Fett

Wurst

Salzarme Wurstsorten, z. B. kalter Braten, Geflügelwurst und fettarme Wurstsorten, z. B. kalter Braten, Geflügelwurst

Wild

Alle fettarmen Stücke

Geflügel

Ohne Haut

Fisch & Fischwaren

Magerfische, z. B. Kabeljau, Scholle, Heilbutt, Schellfisch, Seelachs, Zander, Barsch, Hecht, Seezunge

Magere Fischwaren ohne Öl oder in Gelee

Eier

Eier (Empfehlung: höchstens zwei Eier pro Woche, inklusive aller verarbeiteten Eier!)

Milch & Milchprodukte

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Quark, Dickmilch etc.

Käse

Käse in Maßen, da besonders die mageren Käsesorten relativ salzhaltig sind

Fette & Öle

Margarine, Olivenöl, Halbfettmargarine (reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren), Distel-, Maiskeim-Sonnenblumenöl

Obst

Alle Arten (je nach Jahreszeit)

Gemüse

Alle Arten, gedünstet oder als Rohkost, frisch oder Tiefkühlkost (TK) (je nach Jahreszeit)

Kräuter

Kräuter und Gewürze frisch, TK oder gefriergetrocknet

Kochsalzersatzmittel

Ungeeignete Lebensmittel


Übersicht über ungeeignete Lebensmittel

Fleisch

Fettes Fleisch aller Art,z.B. Speck, Schweinebauch

Wurst

Salzreiche Wurstsorten, z.B. gekochter und roher Schinken, Rauchfleisch und fettreiche Wurstsorten, z.B. Leberwurst, Mettwurst, Cervelatwurst, Mortadella, Salami, Plockwurst

Wild

Wildpasteten

Geflügel

Mastente, Mastgans

Fisch

Fettfisch, z.B. Aal, Lachs, Hering, Thunfisch, Bückling

Fischwaren

Geräucherter, gesalzener Fisch, z. B. Pökelhering, geräucherte Forelle, in Öl oder in Saucen marinierter, konservierter Fisch, Schillerlocken

Fette & Öle

Butter, Schmalz, Talg, Speck, Kokosfett, Mayonnaise (bei Salatmarinaden ersetzen durch fettarme Milchprodukte)

Gemüse

Gemüsekonserven

Kräuter

Kochsalz, Gewürzsalze, Natriumglutamat

Gewürzmischung

mit Kochsalz, Senf, Ketchup, Fertigsaucen

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