Gemüse des Monats 2008

Bananen

Rezept-Tipps und Infos

Das Gemüse des Monats kommt jeweils frisch aus dem heimischen Anbau. Die folgenden Rezepte laden zum Ausprobieren ein.

Dabei haben wir vor allem darauf geachtet werden, dass das jeweilige Gemüse gerade Saison hat, denn dann enthält es die meisten Nährstoffe und den geringsten Anteil an Schadstoffen.

Quicklinks

Klicken Sie hier um schnell zu Ihrem Gemüsefavoriten zu gelangen:

Dezember:
Knollensellerie

November:
Pastinake

Oktober:
Birne

September:
Staudensellerie

August:
Nektarine

Juli:
Rosmarin

Mai:
Bärlauch

April:
Frühlingszwiebeln

Februar:
Grapefruit

Januar:
Zuckerhut


Knollensellerie

Der Knollensellerie ist eine Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Schon die Ägypter liebten sie: Beispielsweise legten sie ihren Toten Sellerie als Wegzehrung mit ins Grab. Die Griechen schmückten die Sieger sportlicher Wettkämpfe mit Sellerielaub, und Hypokrates empfahl ihn gegen Nervosität.

In Europa ist der Sellerie seit dem frühen Mittelalter bekannt. Erwähnt wird er seit etwa 800 n. Chr. Bis ins 18. Jahrhundert blieb der Anbau auf Kloster- und Hofgärten beschränkt. Im Volksglauben wurde Sellerie eine Wirkung als Aphrodisiakum und milder Stimmungsaufheller nachgesagt.

Heute wird Sellerie in verschiedenen Varianten weltweit angebaut und findet Anwendung als Gemüse- oder Würzpflanze. Knollensellerie, auch Wurzelsellerie genannt, entwickelt eine halb unterirdisch wachsende, runde Sprossknolle, die einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern haben kann. Für das würzige Selleriearoma sind vor allem ätherische Öle verantwortlich, wobei die Knolle milder schmeckt als die übrigen Mitglieder der Sellerie-Familie. Doch alle enthalten sie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor sowie das Provitamin A, die Vitamine C und E sowie Vitamine der B-Gruppe.

Knollensellerie als Standardzutat im Suppengrün ist jeder Hausfrau bekannt. Doch die Knolle kann viel mehr. Zunächst muss sie gewaschen und geschält werden. Geschälte Knollen verfärben sich schnell, darum sollte man einen Schuss Essig oder Zitronensaft ins Kochwasser geben. Man kann die Knolle aber auch ungeschält am Stück garen und die Schale anschließend wie eine Pelle abziehen. Sellerie macht sich gut als Püree mit Kartoffeln gemischt, als Röst- oder Wurzelgemüse, gebraten als Sellerieschnitzel oder zu Suppen verarbeitet. Zusammen mit Äpfeln, Nüssen, Möhren oder Weintrauben eignet sich roher Sellerie – gewürfelt, gestiftelt oder geraspelt – auch vorzüglich für herzhafte Salate.

Angebaut wird Sellerie in Mittel- und Südeuropa und ist ganzjährig erhältlich. Einheimische Knollen sind von Oktober bis April im Handel. Frische Knollen sollte man möglichst ganz kaufen, denn durch Schnittstellen leidet der Geschmack und Vitamine gehen verloren. Wichtig ist, dass sie sich fest anfühlen, auf Fingerdruck nicht nachgeben und auch keine dunkelbraunen Stellen haben. Knollen, die beim Klopfen hohl klingen, sind alt und innen schwammig. Sellerie lässt sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen lang frisch halten. Er sollte ungeschnitten, ungewaschen und getrennt von Obst und anderem Gemüse aufbewahrt werden. Schnittstellen von Knollensellerie sollte man mit etwas Klarsichtfolie bedecken.

Vorsicht

Sellerie verträgt leider nicht jeder. Er gehört zu denjenigen Nahrungsmitteln, die auch im Erwachsenenalter noch häufig eine Allergie auslösen können. Zudem wird er in großem Umfang in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Daher ist es so wichtig, dass der betroffenen Verbraucher über seine Verwendung informiert wird. Hauptsächlich zu finden ist Sellerie (Knollen-, Stangen-, Blattsellerie) als würzende Zutat in Suppen und Soßen sowie in Form von Gewürzmischungen bzw. -zube-reitungen. Hinzu kommt eine breite Palette an Fertiggerichten und Fleischerzeug-nissen, die ihrerseits die erwähnten selleriehaltigen Produkte als Zutat enthalten.

Rezept-Tipp:

Sellerie in Käsekruste (4 Personen)

  • 1 kg Sellerie
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • Mehl
  • 1 Ei
  • 100 g Paniermehl
  • 2 EL Sesam
  • 100 g mittelalter Gouda
  • Öl zum Braten

Zubereitung:

Sellerie schälen, halbieren und in ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Zitronensaft und Salz ins Wasser geben und den Sellerie ca. fünf Minuten bissfest garen, herausnehmen und auf Küchenpapier abtrocknen. Mit Salz und Pfeffer würzen und in Mehl wenden. Ei in einem Teller verquirlen. Paniermehl mit dem frisch geriebenen Gouda und dem Sesam vermischen. Die Scheiben zuerst in Ei, dann im Paniermehl-Käse-Sesam-Gemisch wenden und etwas festdrücken. Die Scheiben in heißem Öl auf beiden Seiten goldgelb braten.

Guten Appetit!

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Pastinake

Die Pastinake (Pastinaca sativa) wird auch als Hammel- oder Hirschmöhre bezeichnet. Vermutlich brachten sie römische Truppen mit ihrem Reiseproviant nach Mittel- und Nordeuropa, als sie dort ihre Eroberungsfeldzüge starteten.

Die karottenförmige Wurzel scheint eine Kreuzung aus Karotte und Petersilie zu sein und erreicht eine Länge von 20 bis 30 Zentimetern. Ihr süßlicher Geschmack erinnert an die Karotte, insgesamt ist sie aber würziger.

 

Geerntet werden Pastinaken ab Oktober – nach dem ersten Frost, denn erst dann entfalten sie ihr intensives Aroma. Bei uns war die weiße, längliche Wurzel fast in Vergessenheit geraten. Allerdings erlebt sie in den letzten Jahren eine Renaissance und wird auch gerne in Feinschmeckerrestaurants angeboten. In England, Frankreich und den USA ist dieses europäische Urgewächs nahezu an jeder Ecke erhältlich. Pastinaken enthalten mehr Zucker als Karotten, weshalb sie früher sogar zu Marmelade und Wein verarbeitet wurden. Neben dem Zucker stecken auch viel Vitamin E, verschiedene Vitamine der B-Gruppe sowie einige Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium in ihnen. Auch ihre Verträglichkeit zeichnet sie aus – dadurch eignen sich Pastinaken hervorragend für die Kleinkindernährung.

Pastinaken haben gesundheitsfördernde Eigenschaften: Ihnen wird ein Einfluss auf Magen und Nieren nachgesagt. Die Volksmedizin beschreibt eine günstige Wirkung bei Nieren- und Blasenleiden. Als Tee aufgegossen sollen Pastinaken Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit und Fieber lindern können.

Die weißen, oben bauchigen Wurzeln schmecken am besten, wenn sie etwa 20 Zentimeter groß und ca. 200 Gramm schwer sind. Größere und auch ältere Pastinaken sind meist holzig. Für die Zubereitung werden sie geschabt, gewaschen und mit Zitronensaft beträufelt, damit sie nicht schwarz werden. Pastinaken enthalten weniger Wasser als andere Gemüsesorten. Sie fühlen sich daher beim Schneiden ein wenig wie Schwamm an. Das mag einem zunächst etwas ungewöhnlich erscheinen, ist aber völlig normal. Die Aufbewahrung ist sehr gut bei 0 bis 5 °C für etwa 10 bis 14 Tage möglich.

Für die Zubereitung gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Pastinaken können fein geraspelt Salat beigefügt werden oder in einer Suppe bzw. einem Eintopf ihren Geschmack entfalten. Ebenso können sie in etwas Öl wie Bratkartoffeln gebraten werden. Aber auch eine Zubereitung als Püree ist möglich. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alles, was mit Karotten, Schwarzwurzeln oder weißen Rüben gut gelingt, auch für Pastinaken geeignet ist. 

 

Rezept-Tipp:

Pastinaken-Möhrensuppe

  • 450 g Pastinaken
  • 300 g Möhren
  • 250 g Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 4 EL Crème fraîche
  • Salz, Pfeffer, Koriander
  • gehackte Petersilie
  • 100 g rote Paprika
  • 2 EL Mandelblättchen

Zubereitung:

Pastinaken und Möhren in grobe Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls würfeln. Gemüse in Butter andünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen und in ca. 10 Minuten weich kochen lassen. In der Zwischenzeit die Mandeln in einer Pfanne oder einem Topf ohne Fett etwas anrösten. Gemüse in der Brühe pürieren. Crème fraîche zugeben und mit Salz, Pfeffer und Koriander abschmecken. Paprika in kleine Würfel schneiden und mit der Petersilie und den Mandeln über die Suppe geben.

Guten Appetit!

 

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Birne

Die Birne gehört zu den ältesten Obstsorten und zählt wie der Apfel zum Kernobst. Erwähnung fand sie schon in der griechischen Antike.

Als Williams Christbirne, Gute Luise, Jules Guyot sowie unter vielen weiteren Sortennamen ist die Birne bekannt. Ihre Sortenvielfalt hat sich über die Jahrhunderte stetig ausgeweitet. Heute gibt es weltweit mehrere Tausend Sorten.

Zum Wachsen und Gedeihen benötigt der Birnbaum mehr Wärme und Platz als ein Apfelbaum. Auch die Erntezeit variiert. Es gibt Birnen, die man im Sommer, Herbst und Winter ernten kann. Birnen sind ein säurearmes Obst, enthalten aber etwa so viel Zucker wie Äpfel. Dadurch schmecken sie besonders süß und sind für säureempfindliche Menschen sehr bekömmlich. Außer Vitamin B2 enthalten Birnen zwar keine nennenswerten Mengen an Vitaminen, dafür aber Mineralstoffe. Reichlich Kalium sorgt für Entwässerung und ihr Phosphorgehalt stärkt das Nervensystem. Nennenswert ist auch ihr Eisengehalt, der Blutarmut entgegenwirkt.

Oft werden Birnen schon etwas früher geerntet, um sie dann nachreifen zu lassen, denn bei Zimmertemperatur geht das sehr schnell. Wenn die Birnen nicht gleich gegessen werden sollen, ist es ratsam, sie noch hart zu kaufen. Im Gegensatz zu Äpfeln ist ihre Lagerfähigkeit eher eingeschränkt. Sind sie einmal reif, müssen sie auch rasch verzehrt werden. Birnen eignen sich neben dem Rohessen auch sehr gut zur Herstellung von Kompott und Fruchtsäften. Zum Einmachen sollten nur Sorten verwendet werden, die sich auch zum Kochen eignen. Als Gewürze passen Nelken, Zimtstangen, Ingwer und Zitronenschale/-saft.

Eine klassische Verwendungsmöglichkeit der Birne ist die Nachspeise „Birne Helene“ (Schokoladensoße mit Birne und Eis). Aber auch mit Nüssen oder Krokant sind Birnen lecker. Gedünstete Birnen schmecken außerdem zu Wild und ergänzen sich hierbei gut mit Preiselbeeren. Schmackhaft sind rohe Birnen außerdem zu Käse und feinem rohen Schinken. Getrocknete Birnen bezeichnet man als „Kletzen“. Kletzenbrot wird gerne in der Vorweihnachtszeit gebacken. Neben Deutschland werden Birnen in Italien, Frankreich, Belgien und Spanien angebaut. Für die ganzjährige Belieferung sorgen Südafrika, Argentinien und Chile.

 

Rezept-Tipp:

Salat mit Birne und Gorgonzola

  • 1 Kopf Eichblattsalat
  • 8 Champignons
  • 2 Birnen
  • Saft ½ Zitrone
  • 1 EL Balsamessig
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • 3 EL Orangensaft
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Prise Zucker
  • 100 g Gorgonzola
  • 5 EL Walnusskerne

Zubereitung:

Salat waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Die Birnen ebenfalls waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Viertel längs in schmale Spalten schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln. Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Balsamessig, Olivenöl und Orangensaft gut verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Gorgonzola würfeln, Walnusskerne hacken und in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten. Salat mit Birnenspalten und Champignons auf Tellern anrichten und mit Dressing beträufeln. Gorgonzola darauf verteilen und mit Walnüssen bestreut servieren.

Guten Appetit!

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Staudensellerie

Staudensellerie gehört wie der Knollensellerie zur botanischen Familie der Doldenblütler. Bekannt ist er auch als Bleich-, Stil- oder Stangensellerie.

Er hat lange, fleischige, 30 bis 50 Zentimeter lange Blattstiele, die nur eine schwach angedeutete Knolle ausbilden. Damit die Stiele möglichst hell bleiben und ähnlich wie beim weißen Spargel kein Chlorophyll bilden, wurden die Pflanzen früher mit Erde oder Folie abgedeckt. Heute gibt es aus England und den USA sog. selbst bleichende Sorten. Geerntet wird Bleichsellerie ab Ende Juli/Anfang August bis Anfang November.

Beim Kauf der 500 bis 1000 g schweren Pflanzen sollte man auf frisches Blattgrün und knackige unverletzte Stangen achten. Lagern kann man ihn bis zu drei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Für die Zubereitung werden die Stangen unter fließendem Wasser gewaschen – dabei die Stangen auseinanderbiegen. Feines Blattgrün sollte an den Stangen gelassen werden. Die Staude am besten in einzelne Stangen teilen und von den äußeren Stangen die groben Rippen abziehen. Staudensellerie schmeckt roh sowie gekocht, geschmort und gedünstet.

Man kann die Stangen in kleine Würfel schneiden und roh Salaten zugeben oder als Rohkost zusammen mit einem Dip reichen. Aber auch als Gemüsebeilage schmeckt er. Das frische Blattgrün sollte grundsätzlich mitverwendet werden, da es wegen seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen sehr würzig schmeckt.


Rezept-Tipp:

Pasta alla bolognese

  • 1 Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1 Stange Bleichsellerie
  • 300 g gemischtes Hackfleisch
  • 300 g Tomaten (oder 1 Dose geschälte Tomaten)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Tasse Rotwein
  • 1 Tasse Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • Milch nach Bedarf
  • 500 g Nudeln
  • geriebener Parmesankäse

Zubereitung:

Zwiebel, Karotten und Sellerie säubern, in kleine Stücke schneiden und unter das Hackfleisch mischen. Die Tomaten ggf. schälen und pürieren. In einem Topf die Hackfleisch-Gemüse-Mischung im Öl anrösten, bis sie die Farbe verloren hat, dann mit Rotwein aufgießen und fleißig rühren, bis er verdampft und das Hackfleisch fein krümelig ist. Jetzt die Brühe zugießen und bei kleiner Hitze langsam kochen lassen. Ist auch diese verdampft, die Tomaten untermischen, salzen, pfeffern und mit so viel Milch aufgießen, dass alles bedeckt ist. Nun zugedeckt bei ganz milder Hitze rund eine Stunde, wenn Zeit da ist auch gerne länger, kochen lassen. Bei Bedarf mit etwas Milch oder Brühe verdünnen. Die Nudeln al dente kochen, auf Tellern anrichten, das Ragout darüber verteilen und mit dem frisch geriebenen Parmesankäse bestreut servieren.

Guten Appetit!

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Nektarine

Die Nektarine ist eine glattschalige Variante des Pfirsichs und hat sich vermutlich zufällig durch eine Mutation entwickelt. Sie ist also nicht – wie häufig angenommen – eine Kreuzung aus Pfirsich und Pflaume.

Die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehörende Frucht hat eine glatte, nicht flaumbedeckte Schale und festeres Fleisch. Vom Pfirsich unterscheidet sie sich durch ihre Oberfläche, ihr Aroma und ihren Geschmack – in Farbe, Größe und Form der Samen ist sie dem Pfirsich aber sehr ähnlich. Die glatte Haut ist ein untergeordnetes  genetisches Merkmal. Daher können Pfirsichbäume gelegentlich Nektarinen tragen und aus einem Nektarinenkern kann ein Pfirsichbaum wachsen.

Beheimatet ist die Nektarine in China. Zahlreiche Funde belegen, dass sie dort bereits vor über 2.000 Jahren genutzt wurde. Es gibt weit über 100 Sorten, die im  Wesentlichen aus kalifornischen Züchtungen stammen. Generell lassen sich diese nach der Farbe des Fruchtfleischs unterteilen. Gelbfleischige Sorten werden am häufigsten  angeboten, da sie fester und dadurch leichter zu transportieren sind. Weißfleischige Nektarinen sind jedoch – ebenso wie weiße Pfirsiche – saftiger und geschmacksintensiver.

Nektarinenbäume erreichen eine Höhe von sechs Metern, werden aber in den Plantagen deutlich niedriger gehalten. Ohne Früchte lässt sich der Nektarinen- nicht von einem  Pfirsichbaum unterscheiden. Für den Handel sind Nektarinen und Pfirsiche gleich bedeutend. Anbaugebiete sind vorwiegend Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Kalifornien, Chile und Südafrika. Geerntet werden hartreife Früchte, wenn der Farbumschlag auf tiefrot eingesetzt hat.

Durch Kühlung wird erreicht, dass sie noch relativ hart sind, wenn sie in die Läden kommen. Bei Wärme reifen sie in wenigen Tagen nach und werden weich. Wer Nektarinen gerne fest mag, sollte sie kühl lagern und innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Die Früchte sind reich an Carotin und Vitamin C. Nektarinen wie Pfirsiche wirken entschlackend und blutreinigend und fördern die Blutzirkulation. Sie werden vorwiegend für den Frischverzehr angebaut– also: direkt reinbeißen oder für Obstsalat oder Kuchen verwenden.


Rezept-Tipp:

Nektarinenkuchen

  • 150 g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 Eigelb
  • 60 g Puderzucker
  • 125 g Quark
  • 4 EL Sonnenblumenöl (für die Springform)
  • 1 Eiweiß
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL abgeriebene Zitronenschale
  • 3 Nektarinen
  • 100 g Himbeeren
  • Mandelblättchen

Zubereitung:

Eigelb, Zitronenschale und Puderzucker (1 EL zurückbehalten) schaumig rühren, Quark untermischen. Mehl und Backpulver mischen und unter die Masse geben. Eine Prise Salz zum Eiweiß geben und unter Zugabe des restlichen Puderzuckers steif schlagen. Vorsichtig unter den Teig mischen. Himbeeren ebenfalls vorsichtig zugeben. Teig in eine gefettete Springform füllen. In Spalten geschnittene Nektarinen auf dem Kuchen arrangieren. Mandelblättchen darüber streuen. In der Mitte des vorgeheizten Backofens bei 180 Grad ca. 30 Minuten backen.

Guten Appetit!

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Rosmarin

Seine Heimat hat  Rosmarin im Mittelmeerraum, aber schon im ersten Jahrhundert nach Christus wurde er auch in Mitteleuropa eingeführt.

Die immergrüne, mehrjährige Gewürzpflanze mit ihren schmalen, linearischen Blättern ist sehr schnittverträglich und wird umso kompakter, je häufiger man sie schneidet. Ungeschnitten kann sie eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Rosmarin verträgt eine gute Portion Frost, daher kann man ihn auch im Garten auspflanzen. Wichtig ist ein sonniger Platz mit gut durchlässiger, aber nicht zu trockener Erde. Im Winter ist es ratsam  Reisig über die Kronen zu legen. Die Rosmarinblätter wachsen direkt an den Zweigen, sind ziemlich hart und duften stark balsamisch, ähnlich wie Kampfer. Wegen dieses Duftes wurde der Rosmarin manchmal auch als Weihrauch-Ersatz benutzt, was ihm den Namen "Weihrauchkraut" eingebracht hat.

Zwischen März und Mai und manchmal auch im September blüht der Rosmarin mit hellblauen Lippenblüten. Die Blüten sitzen quirlförmig angeordnet in den Blattachseln. Schon im Altertum wurde Rosmarin im Mittelmeerraum hoch geschätzt. Er war der Göttin Aphrodite geweiht und symbolisierte die Liebe und die Schönheit. Der Name "Rosmarin" ist lateinisch und bedeutet "Tau des Meeres".

Zweige des Rosmarins wurden kleinen Kindern in die Wiege gelegt, um sie zu schützen. Bräute wurden mit dem Rosmarin geschmückt, Brautsträußen war er beigefügt und auch Gräbern diente er zum Schmuck. So stand der ganze Lebenslauf im Zeichen des Rosmarins.

Schon im Mittelalter galt er auch in Mitteleuropa als wichtige Heilpflanze. Vielfältige und  starke Heilwirkungen wird ihm nachgesagt  Normalerweise werden die Blätter des Rosmarins verwendet, aber auch die Blüten enthalten viele Wirkstoffe. Er wird als Tee oder Tinktur anwenden  Einsatz findet er als Kreislaufmittel, bei Herzbeschwerden, für die Verdauung, Nervenstärkung oder Frauenbeschwerden.

Aber auch in der Küche findet Rosmarin vielfältige Verwendung. Die würzig, kampferartig duftenden Blätter des Rosmarins (Rosmarinus officinalis) reizen geradezu, immer wieder ein paar davon zu ernten um sie in die Speisen zu  integrieren. Es gibt vielen Gerichten erst das richtige Aroma. Er macht sich sehr gut mit Fleisch, Käse und Gemüse. Vorsicht ist geboten bei der Menge. Rosmarin sollte nur sehr sparsam dosieren werden, denn seine Würzkraft ist enorm. Wenn man zuviel davon nimmt, überdeckt er alle anderen Geschmäcker.

Rosmarin kann frisch ganzjährig vom Strauch verwendet werden. Getrocknet hält er luftdicht verschlossen sein Aroma bis zu 12 Monate.


Rezept-Tipp:

Tomatensauce „speciale“

  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Stange Sellerie
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 1 Bund Basilikum
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 kg Tomaten
  • ½ Liter Brühe
  • ½ Liter Weißwein
  • 1 El Zucker
  • Salz , Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch und Sellerie fein hacken und mit Lorbeerblatt, Thymian und Rosmarin in Olivenöl anrösten. Tomatenmark dazugeben und auch mit anbraten. Tomaten geviertelt und ohne Stielansätze dazugeben. Wein und Brühe angießen und kräftig salzen und pfeffern. Zucker und Basilikum mitköcheln. Nach 1 Stunde das Lorbeerblatt heruasnehmen und die Soße durch ein Sieb oder die Flotte Lotte passieren.
Dazu natürlich Pasta und  geriebenen Parmesan.

Guten Appetit!

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Bärlauch

Bärlauch (Allium ursinum ) gehört zu der Gattung Allium, den sogenannten Lauchgewächsen und ist somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebeln und Knoblauch.

Wald- oder Wildknoblauch wird Bärlauch im Volksmund genannt, weil er bevorzugt in schattigen Laubwäldern und auf humusreichen Standorten wächst. Oft trifft man ihn in großer Zahl an, denn wenn er irgendwo erst einmal heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus.

Die mehrjährige krautige Pflanze, die Jahr für Jahr wieder neu erscheint und eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 50 Zentimeter erreicht, kommt in fast ganz Europa und auch im Kaukasus und in Nordasien vor. Noch vor dem Laubaustrieb der Bäume treibt er schon im zeitigen Frühjahr aus. Aus einer kleinen, weißen Zwiebel wachsen längliche, weiche Blätter die denen des Maiglöckchens und der Herbstzeitlose ähneln.

Im Gegensatz zu diesen beiden giftigen Pflanzen duften Bärlauchblätter  eindeutig nach Knoblauch. Durch zerreiben der Blätter tritt der Knoblauchgeruch stark hervor und kann so vor einer tödlichen Verwechslungen bewahren. Aber Achtung: Wenn die Hände bereits nach Knoblauch riechen, ist Vorsicht angesagt!

Am besten werden die Blätter vor der Blüte (März bis Mai) geerntet, denn dann sind sie zart und lecker. Die Blüten wachsen an mehreren Stengeln  aus der Blattrosette. Die weißen, luftigen Blüten bilden reichblütige Scheindolden wobei die einzelnen Blüten aussehen wie kleine Sterne.

Ähnlich wie seine Verwandten enthält Bärlauch ein Gemisch aus potenten Wirkstoffen: verschiedene Schwefelverbindungen, Allicin, Vitamin C, Ätherische Öle, Eisen oder Zucker. Die gesundheitlichen Wirklungen überschneiden sich daher deutlich mit denen des Knoblauchs. Sehr gesund sind seine schwefelhaltigen Inhaltsstoffe. Sie sollen unter anderem die Verdauung fördern, den Blutdruck- und Cholesterinspiegel senken und als pflanzliches Antibiotikum wirken.

Dadurch ist Bärlauch eine hilfreiche Vorbeugung gegen Zivilisationskrankheiten. Verwendung finden die feingehackten Bärlauchblätter in Quark, Salaten, Suppen und vielem mehr. Dem Einsatz und der Phantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Getrocknet kann Bärlauch nicht werden, denn dann gehen seine Wirkstoffe verloren.

Hinweis für Sammler:
Da Bärlauch immer beliebter wird, sollte man beim Sammeln auch auf die Erhaltung der Pflanze achten. Generell ist es sinnvoll nur dort zu sammeln, wo es erlaubt ist und sich große Bestände befinden. Zwei Drittel der Blätter jeder Pflanze sollten stehen bleiben, damit die Pflanze genug Kräfte sammeln kann, um die Zeit bis zum nächsten Frühjahr zu überstehen.

Dank der großen Beliebtheit wird Bärlauch in der Saison auch immer öfter frisch im Handel angeboten. Dieser stammt dann aus gezieltem Anbau. Bevor im Wald spärliche Bestände geplündert werden, ist es besser auf diesen zurückzugreifen.


Rezept-Tipp:

Bärlauch-Pesto

  • 120 g Bärlauch
  • 120 ml Olivenöl
  • 50 g Pinienkerne (geröstet und gehackt)
  • 30g geriebener Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Bärlauch waschen, trocknen und mit Olivenöl im Mixer fein pürieren. Pinienkerne und geriebenen Parmesan dazugeben und nochmals kurz mixen. Die Konsistenz sollte cremeartig sein. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im Kühlschrank hält sich das Pesto eine Weile (Tage bis Wochen) und ist daher eine Möglichkeit Bärlauch haltbar zu machen.

Man kann Bärlauch-Pesto als Soße zu Spaghetti essen, auch zu Kartoffeln bzw. Kartoffelsalat oder auf Brot schmeckt es gut. Die Zutaten können ganz nach Geschmack auch verändert werden. So gehen genauso Mandeln, Sonnenblumenkern oder Walnüsse bzw.  Sonnenblumen- oder Rapsöl.

Guten Appetit!

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Frühlingszwiebeln

Zwiebeln zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Wahrscheinlich stammen sie aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan.

Als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze werden sie seit mehr als 5000 Jahren kultiviert, und schon zu Zeiten der Pharaonen gelangten die aromatischen Knollen in die Mittelmeerländer, was Grabfunde belegen. Aus welcher Familie die zarte Frühlingszwiebel stammt, kann man ihr fast ansehen: Botanisch gesehen ist sie eine Lilie – genauer: eine kleine, noch nicht ausgewachsene Gewürzzwiebel.

Frühlingszwiebeln werden, anders als ihr Name vermuten lässt, das ganze Jahr über angeboten. Der Name bezieht sich hier nicht auf die Jahreszeit, sondern vielmehr auf das noch junge Alter der Zwiebelpflanze. Hauptproduzenten sind Italien, Spanien und der Süden Frankreichs. Der milde Winter der Mittelmeerländer macht es möglich, dass die zarten Zwiebelchen schon früh im Jahr auf unsere Märkte kommen. Die Saison für heimische Frühlingszwiebeln dauert dann von April bis November.

In ihrer Konsistenz sind sie nicht wie die Küchenzwiebeln ausgereift und getrocknet, sondern noch weich und mild. Sie werden geerntet, wenn sich an den Pflanzen gerade ein Knollenansatz gebildet hat. Verkauft werden die Frühlingszwiebeln bündelweise. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Knollen nicht beschnitten sind, d. h. die zarten, weißen Wurzeln müssen ebenso vorhanden sein wie die langen grünen Blätter. Das Aroma von Frühlingszwiebeln ist im Frühjahr zart/mild und wird zum Herbst hin kräftiger.

Verwendung & Zubereitung:

Die röhrenförmigen grünen Blätter sind ähnlich wie Schnittlauch zu verwenden und eignen sich gut zum Würzen. Der helle Strunk und die Zwiebeln sind gedünstet als Zutat für verschiedenste Speisen sowie roh für Salate geeignet.

Der große Vorteil ist, dass man Frühlingszwiebeln praktisch mit „Haut und Haaren“ verzehren kann. Auch das leidige Weinen beim Schneiden fällt weg, da die ätherischen Öle bei diesem „unreifen“ Gemüse noch nicht so stark ausgebildet sind.

Egal in welcher Form die Frühlingszwiebeln gegessen werden – man sollte sie möglichst frisch verbrauchen, denn das leckere Gemüse ist aufgrund seines hohen Wassergehalts nicht lange lagerfähig! Im Kühlschrank bleiben sie nur etwa zwei Tage lang frisch.

Inhaltsstoffe:

Frühlingszwiebeln haben fast keine Kalorien, dafür aber viele wertvolle Inhaltsstoffe, die appetitanregend wirken und den Stoffwechsel ankurbeln. Den aromatischen Geschmack verdanken sie ihren ätherischen Ölen sowie verschiedenen Aromastoffen.

Zudem enthalten Frühlingszwiebeln einen hohen Anteil an Vitamin B1, B2 und C, das Provitamin A sowie Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium und Eisen.

Ein natürliches Antibiotikum stellen die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe dar, die aber in der Küchenzwiebel wesentlich konzentrierter zu finden sind. All diese Stoffe wirken allerdings nur, wenn die Zwiebeln roh verzehrt werden.


Rezept-Tipp:

Nudeln mit Currygemüse (3-4 Personen)

  • 100 g Cashewkerne (ungesalzen, nicht geröstet)
  • 500 g Dinkelspiralen
  • 500 g gemischtes Gemüse (Möhren, Erbsen, Paprika, Mais, Frühlingszwiebeln, Schalotten)
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 TL Currypulver
  • 250 ml Kokosmilch
  • ein paar Spritzer Sojasoße

Zubereitung:

Karotten in feine Scheiben, Paprika und den weißen Teil der Frühlingszwiebeln in Streifen schneiden. Die Schalotten in Ringe schneiden und beiseite legen. Nudeln in Salzwasser garen und warm stellen. Die Zwiebelstreifen in einer beschichteten Pfanne in wenig Öl andünsten, Karotten dazugeben und ca. eine Minute mitdünsten. Paprika, Mais und Erbsen hinzufügen, kurz mitdünsten. Mit Kokosmilch ablöschen, das Currypulver sowie die Sojasoße dazugeben und köcheln lassen, bis das Gemüse gerade gar ist. Das Ganze mit den Nudeln und den Cashewnüssen mischen. Auf Tellern anrichten und mit den Schalottenringen dekorieren.


Guten Appetit!

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Grapefruit

Bei dieser Zitrusfrucht handelt es sich um eine Kreuzung aus der Orange und der Pampelmuse. Den Ursprung der Grapefruit vermutet man im Fernen Osten. Allerdings wurde sie um 1750 auf Barbados entdeckt.

Bedeutende Anbaugebiete sind heute Israel, Spanien, Marokko und die USA. Am besten entwickeln sich die Bäume in subtropischen Gebieten, wo sie im Jahr bis zu sechs Zentner Früchte tragen können. Das runde, dickschalige Obst wiegt, je nach Anbau, zwischen 200 und 450 Gramm. Der Durchmesser beträgt ungefähr zehn Zentimeter. Grapefruits sind bedeutend größer als Orangen, aber deutlich kleiner als Pampelmusen. Die Farbe von Schale und Fruchtfleisch variiert zwischen gelb und orangerot. Der Geschmack ist säuerlich, leicht bitter.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass sich die Grapefruit fest anfühlt und für ihre Größe schwer ist. Dann kann man sie auch zu Hause noch gut bei Zimmertemperatur lagern. Ihre Lagerzeit beträgt bei einer optimalen Temperatur von zehn bis 15 °C zwei Monate. Erhältlich sind Grapefruits das ganze Jahr über.

Inhaltsstoffe

Empfehlenswert ist diese Frucht auch wegen ihrer hohen Dichte an Inhaltsstoffen, die für die Gesundheit besonders förderlich sind. Beispielsweise ist in einer einzigen Frucht der Tagesbedarf an Vitamin C für Erwachsene enthalten. Im Fruchtfleisch befinden sich außerdem noch zahlreiche Bioaktivstoffe (Carotinoide und Flavonoide), die den Wirkungsgrad des Vitamin C noch erhöhen. Bedeutsam ist auch der Gehalt an B-Vitaminen, die für das Zellwachstum wichtig sind.

Gesundheitliche Wirkungen

Die positiven Wirkungen betreffen vor allem das Herz-Kreislauf-System. Die Nährstoffe in der Grapefruit helfen, Ablagerungen in den Arterien zu verringern. Wer regelmäßig Grapefruits isst, beugt allgemein Herzkrankheiten vor. Auch im Stoffwechsel zeigen sich positive Wirkungen: Grapefruits können zu niedrigeren Cholesterinwerten beitragen.

Forscher von der Hebräischen Universität in Jerusalem haben 2006 herausgefunden, dass Grapefruits mit rotem Fruchtfleisch über besonders viele der cholesterinsenkenden Wirkstoffe verfügen –  deutlich mehr als solche mit gelbem Fruchtfleisch. Viele in der Grapefruit enthaltenen Nährstoffe wirken als Radikalfänger oder sind ein Schutz vor krank machenden Mikroorganismen sowie vor Krebs. Entsprechend positiv sind die Wirkungen auf das Immunsystem. Grapefruits regen zudem Appetit und Verdauung an und fördern die Darmtätigkeit.

Positiv für Stoffwechsel

Amerikanische Mediziner vermuten, dass Grapefruits sogar beim Abnehmen helfen und möglicherweise Diabetes vorbeugen. Die Wirkung beruhe darauf, dass der Zuckerstoffwechsel nach dem Verzehr von Grapefruits besser funktioniere und deshalb der Blutzuckerspiegel niedriger sei und weniger Insulin produziert werden müsse, so die Zeitschrift Chemistry & Industries (Ausgabe vom 2. Februar 2004, S. 8) nach einer Studie von amerikanischen Wissenschaftlern an der Scripps-Klinik in San Diego.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Einige Inhaltsstoffe der Grapefruit gehen Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten ein. Sie beeinflussen die Wirksamkeit bzw. den Abbau dieser Stoffe. Es ist daher sinnvoll, sich über mögliche Wechselwirkungen zu informieren, bevor man Grapefruit und Medikamente zu sich nimmt.


Rezept-Tipp:

Chinakohlsalat mit Grapefruit (4 Personen)

  • 2 rosa Grapefruits
  • 160 g Chinakohl
  • 160 g Feldsalat
  • 6 getrocknete Datteln
  • 12 Walnusskernhälften
  • 4 EL Walnussöl
  • 3 TL süßer Senf
  • Salz, Pfeffer, Knoblauchgranulat/-pulver

Zubereitung:

Grapefruits filetieren, d. h. die Schale mit einem scharfen Messer abschneiden und die Filets zwischen den Trennwänden herauslösen, Saft dabei auffangen. Feldsalat verlesen, Chinakohl in dünne Streifen schneiden. Beide Salate waschen und trocken schleudern. Datteln klein schneiden, die Walnusskerne grob zerteilen und in einer Pfanne ohne Fett rösten. Walnussöl mit süßem Senf, 5 EL Grapefruitsaft, wenig Knoblauchgranulat, Salz und Pfeffer würzen. Die Salate sowie die Grapefruitfilets mit dem Dressing und den Datteln mischen, auf Tellern anrichten und mit den Walnusskernen bestreut servieren.


Guten Appetit!

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Zuckerhut

Eine typische Salatsorte der kalten Jahreszeit ist Endiviensalat. Zur gleichen Familie gehört auch der weniger bekannte Zuckerhut.

Der Ursprung dieser Zichoriensalate ist Asien und das Mittelmeergebiet. Schon im Altertum waren Salatzichorien bekannt. Typisch für sie sind die darin enthaltenen Bitterstoffe, die in unterschiedlichen Mengen vorkommen, die sogenannten Intybine. Sie gelten in der Naturheilkunde als stoffwechselfördernde und appetitanregende Substanzen. Grundsätzlich haben diese Wintersalate auch einen höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt als Kopfsalat oder bunte Salate.

Der Zuckerhut hebt sich besonders durch seine markante Form von den üblichen Salaten ab. Nicht seinem Geschmack, sondern vielmehr dem originellen tütenförmigen Aussehen, das an einen Zuckerhut erinnert, verdankt er seinen Namen. Der Zuckerhut – eher in Südfrankreich, Italien und der Schweiz beheimatet – wird heute auch nördlich der Alpen immer häufiger angebaut. Er ist ein unkompliziertes Gewächs, da er auch leichte Fröste überstehen kann. Diese hat er sogar nötig, da dadurch die Bitterstoffe teilweise abgebaut werden.

Der Zuckerhut ist also ein Salat, der zu einem Zeitpunkt auf den Markt kommt, wo anderes Frischgemüse knapp wird. Seine Erntezeit liegt zwischen September und Dezember. Aufbewahren lässt er sich in Zeitungspapier eingeschlagen bei Temperaturen von zwei bis sieben Grad für circa zwei Monate. Bei besonders sorgfältiger Aufbewahrung in speziellen Kühlanlagen hält er sogar bis Februar oder März. Für die Zubereitung die äußeren, unansehnlichen Blätter entfernen, die gewaschenen übrigen Blätter in Streifen schneiden. Zuckerhut kann als Salat oder gekochtes Gemüse zubereitet werden.


Rezept-Tipp:

Zuckerhutsalat

  • 200 g Joghurt
  • 50 g Crème Fraîche
  • 2 EL Walnussöl
  • 1 1/2 TL Senf
  • 3 EL weißer Balsamico-Essig
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer
  • 300 g Zuckerhut
  • 200 g Birnen
  • 50 g Walnusskerne
  • 100 g Gorgonzola
  • gehackte Petersilie


Zubereitung:

Zuckerhut von den harten Außenblättern befreien. Die Innenblätter ablösen, waschen,  trocknen und dann in dünne Streifen schneiden. Die Birnen vierteln, entkernen und in Würfel schneiden. Die Walnusshälften zerteilen und den Käse würfeln. Nüsse, Birnen und Käse zum Salat geben. Mit der aus den restlichen Zutaten hergestellt Salatsoße vermischen. Mit frischer Petersilie bestreuen.


Guten Appetit!

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