Ernährungsbedingte Erkrankungen: Gicht
Gicht – früher eine Erkrankung der Reichen und Adeligen
Eine Gichterkrankung macht sich überwiegend an geschwollenen und schmerzenden Gelenken bemerkbar. Die Ursache für die Beschwerden sind Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken abgelagert haben. Harnsäure ist ein Abfallprodukt des Stoffwechsels, das beim Abbau von Purinen, die Bestandteil von Zellkernen sind, entsteht. Ein gesunder Organismus entsorgt die Harnsäure vorwiegend über den Urin.
Bei Gichtkranken ist diese Ausscheidung gestört, und die Harnsäure sammelt sich im Blut an. Steigen die Werte auf über 6,5 mg Harnsäure pro Deziliter Blut, kann die Säure zu so genannten Natriumuretat-Kristallen ausfallen. Diese lagern sich bevorzugt in den Gelenkkapseln, teilweise aber auch in den Nieren ab. Am häufigsten ist das Gelenk des großen Zehs betroffen.
Treten die Gichtanfälle häufig und in kurzen Abständen auf, kommt es zu Schäden an Knorpeln und Knochen. Ist die Niere von Ablagerungen betroffen, können Harnsäuresteine langfristig zu Nierenversagen und Bluthochdruck führen.
Themen:
- Oft ist Völlerei eine Ursache
- Therapie
- Purinreiche Lebensmittel meiden
- Bitte kein Bier!
- Fette
- Übergewicht - ein Risikofaktor
- Regeln für bessere Harnsäurewerte
- Kochen ist besser als Braten
- Keine Gefahr durch Kaffee oder Tee
- Purin- bzw. Harnsäureäquivalentgehalt einiger Lebensmittel





