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Eine gesunde Ernährung ist wichtig für unser Wohlempfinden! Deshalb haben wir hier viele nützliche Tipps und Ratschläge rund um das Thema Ernährung zusammengestellt.

Zahngesundheit

Achtung: Säureangriff!

Ein Irrtum ist, dass Löcher im Zahnschmelz durch lochfressende Bakterien entstehen. Vielmehr greifen Säuren den Zahnschmelz an. Sie werden von Bakterien der Mundhöhle gebildet, wenn sie Kohlenhydrate verstoffwechseln.

Die Bakterien bilden mit dem Zucker aus der Nahrung den Zahnbelag, der auch Plaque genannt wird. Plaque setzt sich bevorzugt in den Zahnzwischenräumen, am Zahnfleischrand und auf Einkerbungen fest. Der eingelagerte Zucker wird dann von den Bakterien als Energiequelle genutzt und zu Säuren abgebaut. Diese entziehen dem Zahnschmelz Mineralstoffe und machen ihn brüchig und löchrig.

Kleine Defekte kann der Körper mit Hilfe des Speichels zunächst noch reparieren. Der Speichel puffert die Säuren ab und setzt die Mineralstoffe Kalzium, Phosphat und Fluorid frei. Sie werden wieder in den Zahn eingelagert. Werden jedoch häufig Zucker oder leicht vergärbare Kohlenhydrate gegessen und wird der Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt, ist dieser Reparaturmechanismus überfordert. Es kommt zu bleibenden Schäden.

Die Plaquebakterien schädigen nicht nur den Zahn, sondern können sich auch in der Zahnfleischfurche festsetzen und eine Entzündung des Zahnfleisches hervorrufen, die auch Gingivitis genannt wird. Schreitet die Entzündung fort, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Folglich ist Zahnbelag die Hauptursache für Karies und weitere Gebisserkrankungen.

Nichts liegt demnach näher, als alles daranzusetzen, Zahnbelag zu beseitigen bzw. erst gar nicht entstehen zu lassen.

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Vorsicht mit ...!


Vorsicht vor Zucker und Kohlenhydraten

Nicht nur Zucker und zuckerhaltige Süßigkeiten, sondern auch Kohlenhydrate aus Backwaren, Brot, Kartoffeln, Trockenfrüchten, Cornflakes und Knabberwaren gelten als kariesfördernd.

Ebenso haften dickflüssige und klebrige Nahrungsmittel wie Schokoriegel, Karamellbonbons, Fruchtschnitten und Honig gut an den Zähnen und fördern die Kariesentstehung.

Besonders ungünstig ist es, wenn diese Lebensmittel sehr häufig gegessen werden, beispielsweise zum Frühstück, als Zwischenmahlzeit und nach dem Abendessen. So erhalten die Bakterien ständig Nachschub an Nahrung.

Sehr saure Lebensmittel wie Fruchtsäfte können den Zahnschmelz ebenfalls angreifen, wenn sie häufig mit den Zähnen in Kontakt kommen. Es ist daher sinnvoll, Säfte stets mit Wasser zu verdünnen. Das Verhältnis Wasser zu Saft sollte hierbei 3 :1 betragen.

Training für Zahn und Zahnfleisch


Knackiges trainiert Zahn und Zahnfleisch

Gut für die Zähne sind alle Lebensmittel, die gekaut werden müssen.

Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, Vollkornflocken oder Naturreis, rohes Gemüse, frisches Obst und Nüsse sind durch ihren hohen Ballaststoffanteil ein echtes Fitnesstraining für die Zähne.

Diese Lebensmittel müssen sorgfältig zerkleinert werden, wodurch nebenbei das Zahnfleisch massiert und der Speichelfluss angeregt wird. Der Speichel spült Nahrungsreste und Säuren aus der Mundhöhle und puffert die zahnschädigenden Säuren ab. Zudem enthält der Speichel Mineralstoffe, die in den Zahnschmelz eingelagert werden können.

Zur Anregung des Speichelflusses sind auch zuckerfreie Kaugummis empfehlenswert. Sie sollten immer dann zum Einsatz kommen, wenn gerade keine Zahnbürste verfügbar ist.

Zahnpflege


Zähneputzen nicht vergessen

Außer auf eine zahngesunde Ernährung sollte auf eine regelmäßige Zahnreinigung geachtet werden.

Zahnbelag braucht etwa 24 bis 48 Stunden, bis er sich aufgebaut hat. Wird er regelmäßig weggeputzt, haben die Säuren keine Gelegenheit, den Zahnschmelz dauerhaft zu schädigen.

Die Kunst besteht jedoch darin, den Belag vollständig zu entfernen und auch entlegene Stellen zu reinigen. Neben der richtigen Zahnputztechnik hat sich für die Zahnzwischenräume der Einsatz von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen bewährt. Auch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt ist empfehlenswert.

Es reicht aus, wenn die Zähne 2 mal täglich zirka 3 Minuten geputzt werden. Am sinnvollsten nach dem Frühstück und nach der letzten Abendmahlzeit. So hat der Speichel die ganze Nacht Zeit, die Zähne zu reparieren. Wer nach dem morgendlichen Zähneputzen bis mittags auf Süßes verzichtet, gibt den Zähnen zusätzlich Zeit zur Regeneration.

Diese Tatsache hat besondere Bedeutung bei der Auswahl des Frühstücks von Kindergarten- und Schulkindern. Die Eltern sollten immer darauf bedacht sein, den Kindern ein Brot, belegt mit Käse oder Wurst, und dazu Obst oder Rohkost mitzugeben.

Gesunde Kinderzähne


Wissenswertes für gesunde Kinderzähne

Nuckelflaschenkaries – Nursing-Bottle-Syndrom

Leider ist es noch zu häufig, dass Kleinkinder- bzw. Kinderzähne schon sehr stark von Karies befallen sind. Oft sind die Frontzähne dann bis auf kleine Stümpfe abgefault. Diese massive Zahnerkrankung wird als „Nursing-Bottle-Syndrom“ bezeichnet.

Die Ursache ist meist ein intensiver Gebrauch der Nuckelflasche. Dabei ist es fast egal, womit die Falsche gefüllt ist, ob mit süßem Kindertee, Obstsäften oder stark verdünnter Apfelsaftschorle, selbst mit purem Wasser ist diese Zahnzerstörung nicht auszuschließen.

Maßgeblich ist allein die Häufigkeit des Trinkens aus der Flasche. Wird dem Kind die Flasche zum ständigen Trinken überlassen, kommt es zu einer dauernden Umspülung der Zähne. Das heißt, der Speichel wird ununterbrochen weggespült, wodurch er seine schützende Funktion nicht ausüben kann. Die Zähne verlieren Fluorid und Kalzium, das nicht mehr ersetzt wird. Kommt nun noch eine schlechte Mundhygiene dazu, lassen die beschriebenen Zahnschäden nicht mehr lange auf sich warten.

Vorbeugung

Um dem vorzubeugen, sollten Kinder ab dem ersten Zahn die Zähne mit Zahnpasta geputzt bekommen und spätestens ab dem ersten Lebensjahr an das Trinken aus der Tasse oder dem Glas gewöhnt werden. Trinkbecher mit Schnabelvorsatz sind keine Alternative.

Tipps und Tricks zum Naschen

  • Verbotenes ist meist besonders reizvoll. Sinnvoll reduzieren und trotzdem genießen heißt daher die Lösung. Lassen Sie Ihr Kind lieber mit Genuss alles auf einmal oder direkt nach den Mahlzeiten naschen.
  • Ersetzen Sie zuckerhaltige Getränke und Fruchtsäfte durch Mineralwasser oder einen selbst zubereiteten ungesüßten Früchtetee.
  • Tauschen Sie Limo und Co. gegen eine zubereitete Saftschorle (1 Teil Fruchtsaft plus 2 Teile Mineralwasser).
  • Süßigkeiten, auf denen das „Zahnmännchen „mit Schirm“ abgebildet ist, sind eine zahnfreudliche Alternative.

5 Tricks für strahlende Kinderzähne

  1. Nach dem Frühstück Zähne putzen
  2. Zuckerfreier Vormittag
  3. Erst am Nachmittag Zuckerhaltiges essen und trinken, und das lieber seltener
  4. Zähne putzen direkt vor dem Schlafengehen; danach nichts mehr essen und nichts mehr trinken außer Mineralwasser
  5. Nachputzen der Kinderzähne bis ins Schulalter

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