„Menschen, die unter Cluster-Kopfschmerz leiden, können die Häufigkeit von Attacken verringern, wenn sie darauf achten, wodurch die Beschwerden möglicherweise ausgelöst werden, und diese sogenannten Trigger vermeiden“, rät Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld.
„Beispielsweise können Alkohol, Nahrungsmittelzusätze wie Natriumglutamat oder bestimmte Lebensmittel wie Käse oder Tomaten Cluster-Kopfschmerzen verursachen.“ Bei einigen Patienten können auch bestimmte Gerüche, flackerndes oder grelles Licht sowie eine plötzliche Änderung der Schlafzeit Kopfschmerzattacken auslösen. „Da die Auslöser sehr vielfältig sein können, ist es oftmals sehr hilfreich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen, in das die Art und Stärke des Schmerzes sowie mögliche Auslöser eingetragen werden“, empfiehlt der Nervenarzt.
Cluster-Kopfschmerzattacken dauern meist zwischen 15 Minuten und drei Stunden an. „Der Schmerz konzentriert sich dabei meist auf den Augen- oder Schläfenbereich einer Gesichtshälfte. Häufig sind die Anfälle von einem geröteten Auge, einer laufenden Nase und verstärktem Schwitzen im Gesicht begleitet“, erklärt Dr. Bergmann. „Im Gegensatz zu Migränepatienten, die sich zurückziehen, werden Menschen mit einer Cluster-Attacke meist unruhig und zeigen einen hohen Bewegungsdrang.“
Vor einer medikamentösen Behandlung ist es wichtig, die Art des Kopfschmerzes neurologisch abzuklären. „Im Akutfall hilft es vielen Betroffenen, Sauerstoff zu inhalieren oder verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Sumatriptan als Injektion oder Nasenspray zu nehmen“, rät der Experte. „Herkömmliche Schmerzmedikamente, Entspannungsübungen oder Massagen sind hingegen meist wenig effektiv.“
In Deutschland leiden etwa 200.000 Menschen unter Cluster-Kopfschmerzen. Männer sind dabei etwas häufiger betroffen als Frauen. Der Kopfschmerz beginnt meist mit 28 bis 30 Jahren, kann aber grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten. In den Herbstmonaten können Cluster-Kopfschmerzen gehäuft auftreten.
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