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Pressemitteilungen 2003 der mhplus

Bilanz und Ausblick der mhplus Betriebskrankenkasse: Durch innovative Leistungen im Wettbewerb punkten

Pressemitteilung vom 11.09.2003


Ludwigsburg, 11. September 2003.

Im Jahr 2002 lagen die Ausgaben der mhplus Betriebskrankenkasse Ludwigsburg -- mit rund 400.000 Versicherten die größte Betriebskrankenkasse (BKK) Baden-Württembergs – bei rund einer Milliarde Euro. 47 Prozent davon flossen in die Leistungen für die Versicherten, den mit 53 Prozent größeren Teil zahlte die BKK in den Risikostrukturausgleich (RSA) der gesetzlichen Krankenkassen ein.

Insgesamt sind die Leistungsausgaben der mhplus gegenüber 2001 um 20,58 Prozent gestiegen. Die Gründe dafür liegen nicht zuletzt in dem für Wachstumskassen typischen „Nachholeffekt“. Denn viele der angebotenen Leistungen werden erst nach einigen Monaten bis Jahren der Mitgliedschaft in Anspruch genommen.

Neben allgemein steigenden Kosten werden zum Beispiel in Verbindung mit dem auf den Weg gebrachten Gesundheitsmodernisierungsgesetz zudem spürbare Mehrausgaben durch Vorzieheffekte beim Zahnersatz erwartet.

mhplus-Leistungen mit Mehrwert

Neben den gesetzlichen Standardleistungen bietet die BKK vielfältige Mehrleistungen an: darunter alternative Heilmethoden wie Akupunktur und Homöopathie, einen jährlichen Hautkrebsvorsorge-Check, Neugeborenenscreenings, Betreuungsprogramme für chronisch Kranke und vieles mehr.

Auch übernimmt mhplus je nach häuslicher Situation eines Kranken und medizinischem Befund die Kosten für eine Haushaltshilfe: abhängig von der Schwere der Erkrankung bis zu 26 Wochen – an Stelle der gesetzlichen Mindestleistung von vier Wochen. Dies gilt auch für die häusliche Krankenpflege: Hier übernimmt die mhplus je nach medizinischer Notwendigkeit ebenfalls bis zu 26 Wochen die Kosten für die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung, und zwar für rund 25 Pflegestunden pro Monat.

Investition in die Zukunft: Neue Leistungen und gezielte Prävention

Überdies hat die Krankenkasse ihr Leistungs- und Serviceangebot im Jahr 2002 gezielt erweitert, etwa um die ambulante Neurodermitisschulung, die im Rahmen eines Modellvorhabens betroffenen Kindern und Jugendlichen eine bessere Vorsorge und Versorgung ermöglicht.

Im Jahr 2003 setzt mhplus dieses Engagement konsequent fort und will auch weiterhin im Wettbewerb mit anderen gesetzlichen Kassen durch ausgewählte Mehrleistungen punkten. Im Zuge einer breit angelegten Präventionsinitiative der mhplus stehen vor allem Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge auf dem Programm: Neben ausführlichen Informationen und Broschüren für die einfache Hilfe zur Selbsthilfe bietet die Kasse in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet Seminare an, beispielsweise für gesunde Ernährung, gegen den Stress, für körpergerechte Bewegung, zur Raucherentwöhnung, Work-Life-Balance sowie ein neuartiges Programm für junge Mädchen mit Gewichtsproblemen.

Laut einem Gutachten der Medizinischen Hochschule Hannover ließen sich durch verstärkte Präventionsmaßnahmen mittel- und langfristig bis zu 30 Prozent der heutigen Gesundheitsausgaben einsparen. Ziel der mhplus ist es daher, vor allem solche Mehrleistungen anzubieten, die – etwa gerade in Verbindung mit Vorsorgemaßnahmen – langfristige Einsparungen ermöglichen, anstatt gegenüber den gesetzlichen Leistungen Mehrkosten zu verursachen.

Mit innovativen Modellvorhaben will die mhplus ihren Einsatz für ein kosten- und leistungsbewusstes Kassenmanagement in Zukunft weiter verstärken und dadurch Kosten senken, etwa bei Arzneimitteln. Erste Anträge liegen dem Bundesversicherungsamt bereits zur Prüfung und Genehmigung vor. Denn Ziel der mhplus ist es, Wachstum und Größe zu nutzen, um – orientiert an den Wünschen ihrer Kunden – maßgeschneiderte Leistungs- und Beitragsmodelle zu konzipieren und so die Entwicklung im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten.

Beiträge und Verwaltungskosten unter dem Durchschnitt

Der allgemeine Beitragssatz der mhplus liegt aktuell bei 13,8 Prozent und damit unter dem Kassendurchschnitt von 14,4 Prozent. Wenn die Gesetzesänderungen wie geplant realisiert werden und wirken, kann der Beitragsatz weiterhin günstig gehalten beziehungsweise gesenkt werden.

Auch die Verwaltungskosten der mhplus rangieren mit 3,35 Prozent weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt aller Kassen mit aktuell 5,6 Prozent. Entsprechend lässt Vorstand Winfried Baumgärtner die jüngsten Vorwürfe über zu hohe Verwaltungskosten der Krankenkassen für die mhplus nicht gelten: „Wir haben unsere Hausaufgaben von Anfang an gemacht und auf ein modernes Kostenmanagement gesetzt. Auch weiterhin werden wir zugunsten unserer Versicherten auf teure Glaspaläste und Innenstadtlagen gerne verzichten.“

mhplus im Profil

mhplus wurde 1952 als Betriebskrankenkasse der Ludwigsburger Mann+Hummel GmbH gegründet. Seit 1. September 1999 ist die gesetzliche Krankenkasse geöffnet: für Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Rheinland-Pfalz sowie die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf im Rheinland. 600 Beschäftigte betreuen an zehn Standorten rund 270.000 Mitglieder und 400.000 Versicherte.

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