Die Bandscheibenoperation.

Was tun wenn Sie eine Empfehlung zu einer Bandscheibenoperation erhalten haben?

In diesem Fall hat Ihr Arzt anhand von bildgebenden Verfahren (in der Regel CT oder MRT) und vorhandenen Symptomen die Ursache für Ihre Beschwerden identifiziert und Ihnen erklärt, warum ein operativer Eingriff Erfolg versprechend sein könnte.

Die Entscheidung für eine Operation setzt ein Abwägen der Konsequenzen voraus. Deshalb diskutieren Sie das Für und Wider einer Operation immer gemeinsam mit Ihrem Arzt.

Überstürzen Sie nichts und nehmen Sie sich die Zeit, bis alle Ihre Rückfragen geklärt sind.

Welche Operationstechniken sind etabliert?

Bei einem Bandscheibenvorfall wird in den meisten Fällen mikrochirurgisch, d. h. über einen kleinen Schnitt mithilfe eines Operationsmikroskops operiert.

Ist der Bandscheibenvorfall relativ klein, kommt die Schlüssellochtechnik, ein minimalinvasives Verfahren, zum Einsatz. Dabei wird ein kleiner Schlauch über einen kleinen Schnitt eingeführt und der Eingriff erfolgt mithilfe von Operationsbesteck und einer kleinen Kamera.

Mittels Chemonukleolyse lassen sich Bandscheiben auflösen und absaugen. Auch mittels Lasertechnik oder Thermoläsion kann die Bandscheibe verkleinert werden. Diese Methoden sind hauptsächlich für jüngere Menschen mit noch elastischen Bandscheiben geeignet.

Deformierte Bandscheiben lassen sich in manchen Fällen durch Bandscheibenprothesen ersetzen.

Manchmal, insbesondere bei sehr instabiler Wirbelsäule, kommt auch eine Versteifung in Betracht.