Sportarten bei Rückenschmerzen.

Es gibt nicht DIE optimale Sportart bei Rückenschmerzen.

Es gibt keine Sportart, die DIE optimale Sportart bei Rückenschmerzen ist.

Bei der Wahl der zu Ihnen passenden Aktivität/ Sportart kommt es auf die richtige Art und Dosis an, denn nur dann werden Ihre Schmerzen gelindert. Außerdem ist es wichtig, dass Sie sich eine Sportart aussuchen, die Ihnen Spaß macht und die Ihrem Rücken gut tut! Denn dann fällt es Ihnen leichter, sich zu Ihren Trainingseinheiten aufzuraffen – Motivation ist hier ein wichtiges Stichwort!

Bevor Sie mit einer Sportart beginnen, sollten Sie, falls nicht schon geschehen, zum Ausschluss spezifischer Ursachen für den Rückenschmerz Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt halten. Erfahren Sie hier mehr welche Sportarten mehr oder weniger geeignet sind:

Besonders geeignete Sportarten

Besonders geeignete Sportarten sind:

Gerätegestütztes Krafttraining

Hier können durch gezieltes Training bestimmter Muskelgruppen Rückenschmerzen langfristig vermieden werden.

Studien zeigen, dass Krafttraining bei Rückenproblemen sogar besser ist als Ausdauertraining. Besonders effektiv ist das Training, wenn es durch qualifiziertes Personal angeleitet wird.

Schwimmen

Durch den natürlichen Auftrieb des Wassers werden Ihre Gelenke und Ihre Wirbelsäule entlastet. Das Körpergewicht wird im Wasser um 1/10 reduziert.

Besonders geeignet zur Vorbeugung und Linderung von Rückenschmerzen ist Rückenschwimmen. Hierbei müssen Sie technisch nicht perfekt sein.

Das Kraulen und Brustschwimmen ist bei Nackenproblemen und Schmerzen im unteren Rückenbereich eher nicht zu empfehlen, da es bei diesen Techniken zu einer vermehrten Hohlkrümmung in diesen Bereichen kommt.

Yoga

Yoga hilft Ihnen, Ihre Muskeln sowohl zu kräftigen als auch zu entspannen.

Es trägt zur Erhaltung der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit bei, wobei Körper und Geist gleichermaßen trainiert werden.

Achten Sie darauf, dass Ihr Yogakurs von einem qualifizierten Yogalehrer durchgeführt wird und Ihre Bewegungen, v. a. als „Yoga-Einsteiger“, nicht in einem zu großen Bewegungsausmaß erfolgen.

Qi Gong

Ähnlich wie Yoga trägt Qi Gong zu einem allgemeinen guten Lebensgefühl bei.

Es handelt sich um einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Körper, Geist und Seele in Einklang stehen.

Nordic Walking /Walking /Joggen

Walken ist besonders für Ihr Ganzkörpertraining geeignet. Es ist weniger gelenkbelastend als Joggen.

Ihre Stöcke federn rund 1/3 Ihres Körpergewichts ab. Weiterhin tragen Stöcke dazu bei, dass Ihr oberer Rücken und der Schultergürtel mit trainiert werden. Verspannungen können so gelöst werden.

Bergwandern

Bergwandern ist besonders zum Ganzkörpertraining geeignet.

Sie sollten beim Bergwandern zu steile Abhänge vermeiden, da diese mitunter gelenkbelastend, v. a. für die Knie, sein können.

Aerobic, Tanzen, Inlineskating & Skilanglauf

Weiterhin eignen sich Aerobic, Tanzen, Inlineskating und Skilanglauf,

Diese Sportarten sind ganzheitlich und dynamisch und tragen so zu einer Kräftigung Ihrer Muskulatur bei.


Bedingt geeignete Sportarten

Bedingt geeignete Sportarten sind:

Radfahren

Beim Radfahren sollten Sie darauf achten, dass Ihr Lenker hoch genug eingestellt ist.

Stoßdämpfer und eine federnde Sattelstütze schützen Gelenke und Wirbelsäule.

Ballsportarten

Ballsportarten wie Handball, Fußball, Basketball, Volleyball sind nur bedingt geeignet.

Ruckartige Bewegungen und abrupte Stopps können Ihre Gelenke und Wirbelsäule belasten.


Weniger geeignete Sportarten

Weniger geeignete Sportarten sind:

Tennis & Squash

Ruckartige Dreh- und Stoppbewegungen sind am wirbelsäulenunfreundlichsten.

Beim Tennis belastet vor allem der Aufschlag die Wirbelsäule und Muskulatur, besonders dann, wenn keine gute Technik vorhanden ist!

Alpiner Skisport

Haben Sie eine gute Technik und fahren konzentriert, ist gegen das Skifahren nichts einzuwenden.

Hören Sie auf die Signale Ihres Rückens: Schmerzt dieser während oder nach dem Skifahren, war die Belastung eventuell zu groß.

Auf jeden Fall sollten Sie die Buckelpiste meiden. Das Befahren einer Buckelpiste staucht die Wirbelsäule.

Auch das Slalomfahren sollten Sie meiden: Hier wirken vor allem bei unzureichender Technik zu starke Rotationsbelastungen auf die Wirbelsäule.

Golf, Badminton & Feld-/ Eishockey

Hier besteht ein hohes Risiko einer Überlastung von Wirbelsäule, Gelenken und Bändern.

Segeln & Surfen

Hier besteht ein hohes Risiko einer Überlastung von Wirbelsäule, Gelenken und Bändern.

Kegeln & Gewichtheben

Hier besteht ein hohes Risiko einer Überlastung von

  • Wirbelsäule,
  • Gelenken
  • und Bändern.

Von all diesen Sportarten, die die Wirbelsäule belasten, ist nicht generell abzuraten!

Entscheidend sind Ihre persönliche Erfahrung mit der Sportart, Ihr individueller Trainingszustand und Ihre individuelle Ausgangssituation.

Wenn Sie sich bei Ihrer Entscheidung nicht sicher sind, lassen Sie sich von Ihrem Arzt/ Orthopäden, Physiotherapeuten oder qualifizierten Trainer im Fitnessstudio beraten.