Machen Sie mal große Augen

Vexierbilder verblüffen unser Oberstübchen. Schauen Sie selbst.

Wie jetzt? Warum sehe ich in demselben Bild zwei unterschiedliche Dinge? Wieso bewegen sich die Grafiken in diesem Bild dort? Ich weiß doch, das geht gar nicht. Gute Fragen, findet auch unser Gehirn – und lässt sich trotzdem aufs Glatteis führen. Wir erklären, wie optische Täuschungen funktionieren.

Was sind optische Täuschungen?

Wer spielt uns eigentlich bei optischen Täuschungen einen Streich? Das Gehirn oder unsere Augen?

Das Auge ist unschuldig. Es arbeitet ganz normal und täuscht uns nicht. Es ist das Gehirn, das sich verwirren lässt. Warum ist das so?

Riesige Datenmengen, wenig Zeit

Unser Gehirn verarbeitet unzählige Informationen rasend schnell. Das muss es auch, wenn wir normal funktionieren wollen. Dabei kann es aber passieren, dass es sich täuschen lässt.

Das Gehirn setzt ein Bild, das das Auge aufnimmt, blitzschnell zusammen. Es rekonstruiert es mit Hilfe des Gedächtnisses und unserer Erfahrungen. Es nimmt an und schlussfolgert dabei. Wenn dann die visuellen Informationen zum Beispiel unvollständig oder untypisch sind, versucht das Gehirn sie auszugleichen – es sucht nach einem Sinn. Dabei kann es schon mal zu fehlerhaften Ergebnissen kommen: das sind dann die optischen Täuschungen.

Und wie funktionieren Vexierbilder?

Vexierbilder sind mehrdeutige Rätselbilder. In ihnen verstecken sich zwei Botschaften. Tatsächlich gibt es sie schon seit dem Mittelalter und überraschen und verblüffen ihren Betrachter immer wieder. Vexierbilder lassen sich unterteilen in Bilder, die man drehen oder kippen kann. Andere betrachtet man als großes Ganzes oder man fokussiert Details.

Fazit: Das Gehirn muss bei Vexierbildern oder sogenannten optischen Täuschungen mit ungewohnten Seh-Informationen fertig werden. Es verbindet die Bilder, die ihm das Auge sendet mit den gelernten Erfahrungen. Und das passt nicht immer zusammen.

Lust auf Beispiele?

Wie groß sind sie denn nun wirklich?

Schauen Sie oder vielmehr, denken Sie:

Wir nehmen gleich große Gegenstände verschieden wahr, wenn sich in ihrer Umgebung kleinere oder größere Objekte befinden. Unser Gehirn denkt sich: ‚Ach so, unterschiedlich große Dinge, diese bewerte ich zueinander.’ Für uns sind Dinge also nicht einfach nur groß oder klein, es hängt vom Maßstab ab. Das hat man schon selbst oft erlebt: Jemand der eigentlich recht groß ist – vielleicht 1.82 –, Meter wirkt neben einem riesigen Basketballspieler von 2.20 Metern wie ein Zwerg.

Schauen Sie sich die Kugeln an. Die schwarzen Kugeln in der Mitte sind genau gleich groß.

Bewegen sie sich wirklich?

Die „Bewegung“, die wir wahrnehmen, beruht darauf, dass wir ständig mit den Augen in Bewegung sind.

Zudem weisen die Kreise winzige, asymmetrische Farbunterschiede auf. Daher glaubt unser Gehirn, die Grafiken bewegen sich.

Was sieht man hier wirklich?

Ein Bild, welches sich mindestens auf zwei verschiedene Weisen interpretieren lässt, nennt sich "Kippfigur". In diesem Beispiel sehen wir entweder einen Pokal oder zwei Gesichter.

Nach dem erstmaligen Erfassen einer der alternativen Wahrnehmungen, die längere Zeit benötigt, springt die Wahrnehmung der beiden Alternativen zwangsläufig alle ca. 3 Sekunden um.

Beide Sichtweisen können nicht gleichzeitig erfasst werden. Es kann sich immer nur eine der alternativen Sichtweisen in den Vordergrund des Bewusstseins schieben.

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