Meisterwerk Gehirn.

Wissen rund um das Mega-Organ.

Unter unseren Organen ist es ein Star: Das Gehirn bricht so viele Rekorde, es könnte ein Guinnessbuch alleine füllen – so spannend ist es. Denn unser Denkapparat kann ungeheure Dinge. Zum Beispiel ist er in der Lage, sich auf einen Blick Zusammenhänge zu erschließen. Sehen Sie selbst:

Wsstuen Sei, dsas Sei enien Txet lseen kennön, wnen dseier asu Bchuastenbslaat betshet? Waron lgeit deis eginetilch?

Erwachsene Menschen lesen nicht mehr die einzelnen Buchstaben, sondern scannen lediglich die ganzen Wörter. Und dabei ist es unerheblich, ob die Buchstaben in der richtigen Reihenfolge stehen. Sie können die Worte trotzdem lesen. Verblüffend, oder? Aber das ist längst nicht alles.

Weitere spannende Fakten

Wussten Sie, dass sich Ihr Gehirn anders formt, wenn Sie es trainieren? Ähnlich wie es Muskeln tun, wenn sie beansprucht werden. Musiker und Leistungssportler haben zum Beispiel größere Gehirnbereiche, die Bewegung steuern - und das kann man sogar sehen, zum Beispiel im MRT.

Wussten Sie, dass Gefühle im Gehirn entstehen? Auch das Verliebtsein gehört dazu. Es findet im Belohnungszentrum des Gehirns statt. Vier kleine Hirnregionen rufen das mächtige Gefühl hervor. Übrigens dieselben, die für das Lernen zuständig sind. Wenn wir etwas lernen und plötzlich Zusammenhänge verstehen, freuen wir uns und sind glücklich.

Wussten Sie, dass Aristoteles auch das Gehirn erforscht hat? Allerdings glaubte er, dass das Denken und die Seele im Herzen verortet sind. Bis heute sagen wir: „Das nehme ich mir zu Herzen“.

Wussten Sie, dass die Hirnforschung noch ganz am Anfang steht? Sie ist eine sehr junge Disziplin und analysiert noch Grundlagen. Das Gehirn ist unglaublich komplex. Momentan ist es nicht möglich, durch Wissen über die Funktion des Gehirns das Hirn zu manipulieren. Und jedes Gehirn ist einzigartig.

Erstaunliche Eigenschaften von Menschen

Es gibt Menschen die Töne sehen können. Oder auch Wörter und Zahlen in Farben sehen? Diese Menschen nennt man Synästhetiker. Eine synästhetische Wahrnehmung schleicht sich einfach zu, niemals überlagert sie andere Wahrnehmungskanäle wie Hören, Sehen oder Schmecken. Sie ist einfach da.

Es gibt Menschen, die ein ausgeprägtes Musikgedächtnis haben, das starke Emotionen und Erinnerungen auslösen kann. Dieses musikalische Gedächtnis weckt Gefühle aus der Vergangenheit. In der Musiktherapie nutzen Therapeuten diesen Mechanismus, um zum Beispiel demenzkranken Menschen positive Erlebnisse zu ermöglichen und Lebensfreude zu schenken.

Manche Menschen können sich das Träumen aktiv zu Nutze machen. Sie sind sich im Schlaf bewusst, dass sie träumen und können ihre Träume beeinflussen. Diese Technik, kann man erlernen. Die Wissenschaft nennt sie „luzides Träumen“. Menschen mit Alpträumen können die Art des Träumens erlernen, um ihr bedrohliches Kopfkino in ein harmloses umzuwandeln.

Viele Leistungssportler nutzen „luzides Träumen“, die bewusste Art Träume zu beeinflussen, um Bewegungsabläufe nachts in Gedanken durchzuspielen. Versuche an der Universität Heidelberg zeigen, dass sich dadurch tatsächlich Koordination und Kondition verbessern können.