Wie trainiere ich das Glücklichsein?

Tipps für positives Denken.

Es gibt Menschen, die mit einem Lächeln durch ihr Leben gehen. Ihnen gelingt scheinbar vieles, sie sind Glückskinder. Wirklich? Oder liegt es vielleicht auch daran, dass sie in der Lage sind, Erlebnisse positiv wahrzunehmen und zu bewerten?

Liebes Gehirn, denk mal positiv.

Tatsächlich lässt sich unser Oberstübchen auf Positives programmieren: Sie können die neuronale Struktur Ihres Gehirns durch Gedanken teilweise verändern und zwar so, dass es Ihnen gelingt, die schönen Seiten des Lebens stärker in Ihren Fokus zu rücken.

Denn mit dem Denken funktioniert es folgendermaßen:

Verknüpfen wir unsere Gedanken mit positiven Emotionen, aktivieren wir im Gehirn unser Belohnungszentrum, das zum Limbischen System gehört. Unser Körper schüttet entsprechende Botenstoffe aus und wir fühlen uns wohl.

Denken wir negativ, sprechen wir den sogenannten Mandelkern im Gehirn an, den Teil, der für Angst und Alarmempfinden zuständig ist. Denken wir oft negativ, erscheinen uns Situationen in Zukunft eher angstbesetzt: Wir sehen die Welt grauer als sie ist. Und genau daran kann man arbeiten.

Das Glückstraining

Mit gezieltem Training können Sie Ihren Blick aktiv verändern und Ihr Gehirn darauf programmieren, Dinge verstärkt positiv zu betrachten.

Gedanken aktiv verändern:

1. Überprüfen Sie Ihre Wahrnehmung

Vier Fragen können Ihnen dabei helfen, Ihren positiven Blick zu schärfen.

a)    „Ist das wirklich so?“
Vielleicht kennen Sie das Phänomen. Wir nehmen Dinge an und sind aufgrund dessen negativ gestimmt: ‚Bestimmt gibt es heute Ärger, gestern hat der Chef so komisch gewirkt.‘ Und schon geraten Sie in eine sinnlose Gedankenschleife. Sinnlos deshalb, weil es keinen tatsächlichen Grund gibt – es ist noch nichts geschehen. Trifft also der Grund für die schlechte Laune zu? Auch ein Gespräch mit Freunden und Kollegen kann Ihnen dabei helfen, den eigenen, negativen Blick auf die Dinge zu relativieren, denn sie sehen das Problem eventuell viel weniger pessimistisch.

b)    „Kann ich eine Situation anders betrachten?“
Natürlich erleben wir unangenehme oder sogar schlimme Erlebnisse. Punkt. Aber vielleicht gibt es dennoch einen Aspekt, der positiv daran sein könnte. Kann ich etwas daraus lernen?

c)     „Hilft mir das?“
Fragen Sie sich ehrlich: Was nützt es mir, wenn ich jetzt in dieser Situation stark gestresst bin und die Sache persönlich nehme?

d)     „Kann ich durch meine Grübeleien überhaupt etwas am Geschehen ändern?“
Manchmal hilft alles nichts: Auch mit der positivsten Betrachtungsweise bleibt ein Problem manchmal einfach ein Problem. Bevor
Sie dann aber beginnen, sich mit negativen Gedanken im Kreis zu drehen, sollten Sie den Dingen ins Gesicht sehen. Machen Sie sich aber gleichzeitig bewusst, dass Sie über viele Möglichkeiten der Problembewältigung verfügen. Überlegen Sie einmal: Was hat Ihnen in der Vergangenheit bei vergleichbaren Problemen geholfen? Wenn Sie in sich gehen und feststellen, dass beispielsweise Ihre argumentativen Fähigkeiten eigentlich immer ganz gut sind oder dass Sie sich bei jemandem Rat holen können, dem Sie vertrauen – dann sieht das Bevorstehende gar nicht mehr ganz so düster aus.

2. Sich selbst schöne Gedanken machen

Formulieren Sie bewusst positive Gedanken. Diese gedankliche Selbstbeeinflussung können Sie gezielt im Alltag einsetzen. Dabei macht Übung den Meister: Je öfter Sie sich gute Gedanken machen, desto stärker baut Ihr Gehirn seine Struktur entsprechend um. Es verändert sich tatsächlich, dank der sogenannten Neuroplastizität. Schweres Wort, aber toller Anpassungsmechanismus! Also, üben, üben, üben.

Probieren Sie es aus, zum Beispiel vor einer Prüfung. Sagen Sie sich immer wieder „Ich bin gut vorbereitet. Es wird gut funktionieren. Auch wenn ich nicht alle Fragen beantworten kann, werde ich dennoch problemlos durch die Prüfung kommen.“ In diesen gedanklichen Rahmen eingebettet, werden Sie sich sicherer und stärker fühlen.

3. Du fühlst, was du siehst

Außerdem können Sie sich die gute Laune Ihrer Mitmenschen zunutze machen. Sicherlich kennen Sie die alte Weisheit, dass gute Laune ansteckend ist. Und tatsächlich kennt jeder von uns das Phänomen, dass ein gut gelaunter Freund, ein sorgloser Kollege oder ein fröhlich lachendes Baby für gute Laune sorgen kann. Und die eben noch so großen Sorgen erscheinen vielleicht sogar ein wenig kleiner. Umgeben Sie sich also mit fröhlichen, positiv gestimmten Mitmenschen – Sie können davon nur profitieren. Wenn Sie gerade allein sind, dann lachen Sie sich doch einfach mal selbst im Spiegel an. Wenn Sie sich dabei noch positive Gedanken machen, kommt wieder das Belohnungssystem zum Einsatz und sorgt für gute Laune.

4. Sich bewegen und den Körper spüren

Wer sich bewegt, dem gelingt es leichter, seinem Oberstübchen einen positiven Schubser zu geben. Sie spüren Ihren Körper, das Gehirn wird gut durchblutet und Stress baut sich ab.

5. Achtsam sein

Probieren Sie es einmal aus: Versuchen Sie, ganz aktiv in der augenblicklichen Situation geistig anwesend zu sein. Nicht mit den Gedanken spazieren gehen. Sie haben dann die Chance, Positives bewusst wahrzunehmen: Wie gut schmeckt beispielsweise Ihr Essen, wie schön ist die Musik, die Sie hören oder was erzählt Ihr Mitmensch gerade Spannendes? Je mehr es Ihnen gelingt, sich mit allen Sinnen auf die aktuelle Situation einzulassen, desto mehr geraten Sie in einen sogenannten Flow. Dabei versinkt man ganz in sich und der Situation und nimmt kaum noch etwas Anderes wahr. Diese äußerst entspannende Wirkung lässt sich beispielsweise bei kleinen Kindern gut beobachten, wenn sie ganz in ihr Spiel vertieft sind und die Welt um sich herum ausblenden.

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