Teamwork ist eine feine Sache.

Das Gehirn verteilt seine tägliche Arbeit einfach mal auf zwei Spezialabteilungen.

Ohne die Schaltzentrale zwischen unseren Ohren wären wir verloren. Denn unser Gehirn steuert einfach alles. Denken, handeln, fühlen – schon im Bruchteil einer Sekunde erledigt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben. Ein hochkomplexer Alleskönner.

Damit es in unserem Oberstübchen rund läuft, ist jedoch Teamwork angesagt. Das Team Gehirn verfügt über zwei Großhirnhälften: die linke und die rechte, auch Hemisphären genannt. Viele komplexe Aufgaben wie Bewegungen werden nur in gleichberechtigter Teamarbeit beider Partner korrekt erledigt. Bei anderen Anforderungen wie beispielsweise Sprachverständnis kann hingegen die eine Hirnhälfte stärker gefragt sein als die andere. Wissenschaftler sprechen bei dieser Spezialisierung von der Lateralisierung.

Banale Dinge wie zum Beispiel Händewaschen gelingen nur dann, wenn alle Abteilungen ordentlich zusammenarbeiten. Nur wenn sich alle beteiligten Partner vernetzen und ergänzen, ist unser Denk- und Handlungsapparat funktionstüchtig. Die Zusammenarbeit der beiden Hemisphären läuft über den sogenannten Balken, welcher die beiden Hirnhälften mittig verbindet.

Wer macht was?

Vereinfacht lässt sich sagen, dass die rechte Seite des Gehirns für emotionale, intuitive und kreative Prozesse zuständig ist, die linke Seite kümmert sich um logische, rationale und analytische Aufgaben. In der Realität gibt es diese Trennung jedoch nicht hundertprozentig, sondern eher einen Mix aus beiden Hemisphären.

Was kann wer?

Rechte Hälfte

  • parallele Verarbeitung von Informationen
  • Muster- und Gesichtserkennung
  • Erkennen räumlicher Zusammenhänge
  • Bild-, Farb- Symbolsprache
  • Wahrnehmung komplexer Informationen

Linke Hälfte

  • schrittweise Verarbeitung von Informationen
  • analytisches Denken
  • geschrieben und gesprochene Sprache
  • fokussierte Wahrnehmung

Je harmonischer beide Gehirnhälften miteinander arbeiten, desto stärker erweitert sich unser Bewusstsein. Wir denken ganzheitlicher, kombinieren Intuitives mit Logischem und handeln und denken umfassender und effektiver.

Also: Ab ins Trainingslager mit unseren Hirnhälften! Auf dem Markt der Möglichkeiten gibt es nämlich so einiges, um unser Gehirn auf Trab zu bringen. Geschicklichkeitsübungen wie Jonglieren oder Balancieren, kognitives Training oder einfach mal den Alltag auf links drehen: eine Weile rückwärtsgehen oder gewohnte Handgriffe mit der anderen Hand ausüben.

Bitte beachten Sie: Immer nur so lange trainieren, wie Sie sich wohlfühlen.

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Rechts ist links und umgekehrt.

Bei uns läuft übrigens alles andersherum: Die rechte Gehirnhälfte steuert die linke Körperhälfte, die linke ist für die rechte Körperhälfte zuständig. So kommt es zum Beispiel vor, dass Schädigungen in der linken Hirnhälfte zu Beeinträchtigungen der rechten Körperhälfte führen können.

86 Milliarden kleine Helfer.

Chef Gehirn hat nicht nur seine beiden Spezialabteilungen, sondern dazu noch eine riesige Belegschaft: Damit wir fühlen, denken und handeln können, sind rund 86 Milliarden Neuronen in ständigem Kontakt miteinander. Für eine einzige sinnvolle Handlung vollziehen sich an tausenden Zellen in Millisekunden komplexe chemische und elektrische Prozesse. Das Gehirn schafft das dank einer unglaublichen Anzahl an Nervenzellen, ‑fasern und ‑verbindungen, den sogenannten Synapsen.

War da nicht was mit klein und groß?

Ganz genau! Unsere beiden Hirnhälften liegen in einem von insgesamt vier Bereichen des Gehirns: im Großhirn. Zusätzlich zum Großhirn gibt es noch das Kleinhirn, das Zwischenhirn und das Stammhirn. Das Großhirn hat wesentlichen Anteil an Denken und Handeln und bringt alle Informationen in einen sinnvollen Zusammenhang. Das Kleinhirn ist zuständig für Gleichgewicht und Koordination von Bewegungen. Der Hirnstamm steuert lebenswichtige Funktionen wie beispielsweise die Atmung, Herz und Verdauung. Das Zwischenhirn ist am Riechen, Sehen und Hören sowie an der Sensibilität und den Emotionen beteiligt.

Unser Gehirn kommt nicht spezialisiert auf die Welt

Bei der Geburt ist die Lokalisation vieler Funktionen noch nicht eindeutig festgelegt und gerade ein kindliches Gehirn ist während seiner Entwicklung sehr „flexibel“. Mit zunehmendem Alter nimmt dann auch die Festlegung einzelner Gehirnbereiche auf verschiedene Aufgaben zu.