Mein Kinder-Krankengeld.

Unterstützung wenn Ihr Kind Ihre Pflege braucht.

Wenn Sie nicht zur Arbeit gehen können, weil Ihr Kind krank ist, ersetzt die mhplus BKK den Verdienstausfall mit dem Kinder-Krankengeld.

Das Kinder-Krankengeld bemisst sich nach der Höhe des während der Freistellung tatsächlich entgangenen Nettoarbeitsentgelts. Ein von Ihnen unverschuldeter vorheriger Arbeitsausfall wie z. B. Kurzarbeit mindert das Krankengeld nicht.

Als Arbeitnehmer erhalten Sie 90 % Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts als Krankengeld. Haben Sie in den vorangegangenen 12 Monaten vor der Freistellung Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) erhalten, beträgt das Krankengeld 100 %.

Maximal erhalten Sie jedoch das Höchstkrankengeld, das im Jahr 2019 105,88 Euro brutto pro Tag beträgt. Vom Kinderkrankengeld sind noch Beiträge zur Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung zu zahlen. Die Beiträge werden jeweils zur Hälfte von Ihnen und von uns getragen. 

So berechnet sich Ihr Kinder-Krankengeld

Ein Berechnungsbeispiel

Ihnen sind während der Freistellung für 3 Tage 100 Euro Nettoarbeitsentgelt entgangen. So errechnet sich Ihr Kinder-Krankengeld wie folgt:

  • keine Einmalzahlungen: 90 % von 100 EUR = 90 EUR
    Ihr Kinder-Krankengeld beträgt 90 EUR.
  • mit Einmalzahlungen: 100 % von 100 EUR = 100 EUR
    Ihr Kinder-Krankengeld beträgt 100 EUR.

Bitte beachten Sie, dass die o. g. Beträge „Bruttokrankengeld“ bedeuten. Das heißt, es werden noch die Versichertenanteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen.


Weitere Infos

Voraussetzungen

Kinder-Krankengeld erhalten Sie, wenn

  • der Arzt bescheinigt, dass die Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege Ihres kranken Kindes nötig ist.
  • keine andere Person in Ihrem Haushalt das Kind beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann. Diese Person muss nicht verwandt mit Ihnen oder dem Kind sein.
  • Ihr Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
  • Ihr Kind selbst ebenfalls gesetzlich krankenversichert ist, z.B. als beitragsfrei mitversicherter Angehöriger.

Anspruch auf Freistellung von der Arbeit

Wenn Sie Anspruch auf Kinder-Krankengeld haben, dann haben Sie gleichzeitig gegenüber Ihrem Arbeitgeber Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit.

Dieser Freistellungsanspruch kann im Arbeitsvertrag weder ausgeschlossen noch beschränkt werden.

Falls aber Ihr Arbeitgeber verpflichtet ist, Sie bezahlt freizustellen, haben Sie keinen Anspruch auf Kinder-Krankengeld.

Wie lange erhalten Sie Kinder-Krankengeld?

Sie bekommen das Kinder-Krankengeld ab dem ersten Tag gezahlt, an dem Sie nicht zur Arbeit gehen können.

Falls Ihr Kind während der Krankheit das 12. Lebensjahr vollendet, endet der Anspruch mit diesem Tag. Das gilt auch, falls Ihr Arbeitsverhältnis beendet wird.

Für jedes einzelne Kind erhalten Sie

  • höchstens 10 Arbeitstage pro Kalenderjahr,
  • insgesamt jedoch höchstens für alle Kinder 25 Arbeitstage.

Bei alleinerziehenden Versicherten verdoppelt sich der Anspruch auf

  • höchstens 20 Arbeitstage pro Kind bzw.
  • insgesamt höchstens 50 Arbeitstage für alle Kinder im Kalenderjahr.

Werden Sozialversicherungsbeiträge abgezogen?

Während Sie Kinder-Krankengeld beziehen, bleibt Ihr Krankenversicherungsschutz bei der mhplus BKK erhalten - beitragsfrei!

Beiträge zur

  • Rentenversicherung,
  • Arbeitslosenversicherung
  • und Pflegeversicherung

müssen Sie jedoch zahlen.

Jeweils die Hälfte dieser Sätze wird Ihnen vom Krankengeld abgezogen. Die mhplus BKK überweist Ihren Anteil zusammen mit unserer Hälfte an die zuständigen Stellen.

Arbeitslose

Arbeitslose erhalten unter den beschriebenen Voraussetzungen und für dieselbe Dauer die Leistungen von der Agentur für Arbeit weiter.

Wenn dem Kind in Kindergarten oder Schule etwas passiert ...

  • Kinder sind während des Besuchs von Tageseinrichtungen, z.B. Kindergarten, Kinderhort
  • Schüler während des Besuchs der Schule unfallversichert.
  • Dieser Unfallversicherungsschutz umfasst auch den Hin- und Rückweg.

Passiert Ihrem Kind etwas in dieser Zeit, so handelt es sich um einen Arbeitsunfall, für den nicht die mhplus BKK, sondern die Berufsgenossenschaft zuständig ist.

Wenn Sie in dieser Situation nicht zur Arbeit gehen können, weil Sie Ihr verletztes Kind beaufsichtigen, betreuen oder pflegen müssen, so haben Sie gegen die Berufsgenossenschaft einen Anspruch auf Kinder-Verletztengeld. Hier gelten die Vorschriften des Kinder-Krankengeldes entsprechend.

Bitte beachten Sie

Die Bearbeitung Ihres Antrags übernimmt Ihre mhplus im Auftrag der Berufsgenossenschaft.