Allergien und Heuschnupfen.

Allergien erkennen – Allergien loswerden.

Frühlingszeit - die Tage werden wieder länger und die Natur erwacht wieder zum Leben. Vorbei ist die Zeit der trüben Wintertage. Doch leider ist gerade der Frühling nicht für jedermann ein Grund zur Freude. Als Heuschnupfenallergiker fällt es schwer diese Zeit im Jahr zu genießen.

Ob Erle, Weide Hasel oder Birke: Die Pollen haben gerade in den Monaten März - Mai ihre Blütezeit und lassen keine Lust an den ersten Frühlingsspaziergängen aufkommen.

Leider gibt es bis heute keine Medikamente um eine Allergie zu behandeln. Es gelingt zwar die Beschwerden zu lindern, aber heilen ist zur Zeit noch nicht möglich. Ignoriert man die ersten Anzeichen und unternimmt nichts dagegen werden aus Heuschnupfenallergikern sehr schnell Asthmapatienten.

Erfahren Sie hier mehr

Was sind Allergien


Ein nicht heilen wollender Husten, ein seltsamer Ausschlag oder Dauerschnupfen – dahinter könnte eine Allergie stecken.

Aber was passiert eigentlich bei einer allergischen Reaktion? Das Immunsystem des Körpers reagiert übermäßig stark und unpassend auf einen oder mehrere eigentlich harmlose Umweltstoffe, Allergene genannt, wie auf einen Krankheitserreger.

Ursachen

Die Ursachen von Allergien sind bis heute nicht vollständig geklärt. Erbanlagen spielen eine Rolle, aber auch Umweltfaktoren und Lebensgewohnheiten sind Faktoren.

Eine Theorie besagt, dass unser seit Urzeiten hoch trainiertes Immunsystem in der sauberen, westlichen Welt unterfordert ist und dadurch überreagiert.

Ebenso können Schadstoffe in der Luft und in Gebrauchsgegenständen allergische Reaktionen begünstigen. Aber auch eine belastete Psyche steht in Verdacht, Allergien auszulösen.

Vererbung

Eine Allergieneigung ist erblich.

Sind beide Eltern Allergiker entwickelt das Kind mit 50%iger Wahrscheinlichkeit auch eine Abwehrreaktion, bei nur einem Elternteil sind es 30 %.

Ist eine Vorbelastung bekannt, können Eltern frühzeitig vorbeugen: Das Kind sollte möglichst lange gestillt werden, ideal sind 6 Monate, ohne zuzufüttern.

Antibiotika sollten nur im äußersten Ausnahmefall eingesetzt werden – vor allem nicht in den ersten 6 Monaten. Studien belegen eine verdoppelte Allergiewahrscheinlichkeit.

Ebenso erwiesen ist ein erhöhtes Allergierisiko durch Rauchen in der Schwangerschaft.

Der anaphylaktische Schock

Der so genannte anaphylaktische Schock, der zu Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen führen kann, wird meist von Bienen- und Wespenstichen, manchen Nahrungsmittelallergenen und Medikamenten ausgelöst. Er kann lebensbedrohlich werden.

Ist die Reaktion bekannt, sollten diese Allergiker immer ein Notfallset, einen Adrenalin-Autoinjektor, bei sich führen und ihre Begleiter in die Handhabung einführen. Die Reaktion kann in sekundenschnelle gefährlich werden.

Das Adrenalin sollte bereits bei ersten Anzeichen wie

  • Gaumenjucken,
  • Kribbeln,
  • Unruhe und
  • Hitzegefühl

angewendet werden. Dann erst sollte der Notarzt gerufen werden.

Heuschnupfen

Blütezeit = Leidenszeit

Der Heuschnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, ist die meist verbreitete Allergie in Deutschland.

In der Regel wird sie durch Pollen oder Hausstaubmilben ausgelöst. Aber auch Tierhaare und Schimmelpilze können für Augenjucken, Niesen und Schnupfen verantwortlich sein. Im Laufe seines Lebens erkrankt fast jeder 5. Bundesbürger daran.

Kreuzallergien

Viele Heuschnupfen-Allergiker haben gleichzeitig Probleme mit Lebensmitteln. Grund ist die Verwandtschaft verschiedener Allergene in der Nahrung mit den Pollen bestimmter Pflanzenfamilien.

80 % der Birkenpollen-Allergiker haben beispielsweise eine Apfel- und Haselnuss-Unverträglichkeit. Die Beschwerden beschränken sich häufig auf das rohe Obst und Gemüse und verschwinden nach dem Kochen – Ausnahme machen hier Kräuter und Gewürze:

Der anaphylaktische Schock

Der so genannte anaphylaktische Schock, der zu Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen führen kann, wird meist von Bienen- und Wespenstichen, manchen Nahrungsmittelallergenen und Medikamenten ausgelöst. Er kann lebensbedrohlich werden.

Ist die Reaktion bekannt, sollten diese Allergiker immer ein Notfallset, einen Adrenalin-Autoinjektor, bei sich führen und ihre Begleiter in die Handhabung einführen. Die Reaktion kann in sekundenschnelle gefährlich werden.

Das Adrenalin sollte bereits bei ersten Anzeichen wie

  • Gaumenjucken,
  • Kribbeln,
  • Unruhe und
  • Hitzegefühl

angewendet werden. Dann erst sollte der Notarzt gerufen werden.

Behandlung


Allergien sind kein unausweichliches Schicksal!

Erfahren Sie hier was Sie dagegen tun können.

Vorbeugen

Den Allergenen aus dem Weg gehen – die beste Vorsorge bei Allergien.

Hausstaubmilben lassen sich mit antiallergenem Bettzeug und Bezügen in Schach halten. Leistungsstarke Staubsauger und der Verzicht auf Teppichböden halten die Böden frei. Pollenschutzgitter und das Ablegen der draußen getragenen Kleidung außerhalb des Schlafzimmers helfen Heuschnupfen-Patienten.

Regelmäßiges Lüften schützt vor Schimmelpilzen.

Achtung: Gartenarbeit eignet sich nicht für Schimmelpilzallergiker.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten

Hyposensibilisierung

Bei bekannten Allergenen, beispielsweise Bienengift oder Pollen, kann eine Hyposensibilisierung helfen.

Dabei werden in regelmäßigen Abständen kleinste Mengen des Allergens per Tropfen, Tabletten oder Spritze verabreicht, Woche für Woche mit steigender Dosis, um das Immunsystem schrittweise dazu zu bringen, den Auslöser zu tolerieren.

Die Behandlung dauert meist 3 Jahre und ist für Kinder ab 5 Jahren geeignet.

Akupunktur

Akupunktur gegen Heuschnupfen hat sich in den letzten Jahren ebenfalls als erfolgreich erwiesen. Die augmentierte Akupunktur, eine elektronische Akupunktur, hilft bei Heuschnupfen oft bereits nach einer Sitzung. Wichtig ist, dass der Patient in einer Phase behandelt wird, in der er unter starken Symptomen leidet.

Zusätzliche Behandlungsmaßnahmen

Zusätzlich lindernde Behandlungsmaßnahmen sind die

  • Atemtherapie,
  • UV-Strahlen (bei Neurodermitis) und Klimabehandlungen,
  • Entspannungsmethoden und
  • Psychotherapie.

Medikamente

Die wirksamsten Medikamente bei Allergien sind Antihistaminika und Kortison.

Antihistaminika

Antihistaminika hemmen die Aktivität des Botenstoffes Histamin, der die Beschwerden auslöst. Die neueren Substanzen lösen nicht mehr wie früher Müdigkeit aus.

Kortison

Kortison hat neben seinen schnellen Linderungseffekten auch eine regulierende Wirkung. Bei starken Beschwerden sollte Kortison bei der Behandlung nicht ausgeschlossen werden.

mhplus App-Test

App Logos

Die Online-Redaktion der mhplus hat einige kostenlose Gesundheits-Apps für Sie getestet. Für die Inhalte übernimmt die mhplus keine Verantwortung. Lesen Sie hier mehr zu den einzelnen Applikationen und unser kurzes Fazit zu den Testkandidaten.

Allergien

Die App „Allergien“ gibt praktische Tipps rund um das Thema Lebensmittelunverträglichkeit. Das Besondere: ein Sprecher trägt die kurzen Präsentationen der App vor.

Die App erklärt verschiedene Allergien und geht dabei auf die Verbreitung und die Vererbbarkeit ein. Der User erfährt Wissenswertes über sogenannte verstecke Allergene in Lebensmitteln und über die gesetzliche Regelungen der Lebensmittelbranche.

Haben Sie gewusst, dass auch die Lebensmittelproduktion und die Lagerung von Lebensmitteln bei Allergikern eine wichtige Rolle spielt? Was ist zum Beispiel bei der Nahrungszubereitung zu beachten, damit Allergene nicht in die Lebensmittel gelangen.

Die App ist gerade wegen der akustischen Unterstützung sehr informativ und kurzweilig. Dadurch werden die Inhalte sehr gut vermittelt und prägen sich besser im Gedächtnis ein.

Infos zur App und zum Download finden Sie hier:
Android    iPhone

Unser Fazit:
Eine informative App, die einem animierten Video gleicht. Der Inhalt ist sehr leicht verständlich und bietet damit einen groben Überblick über das Thema. Dadurch dass die Themen kurz gehalten werden, neigt man weniger die Präsentation abzubrechen.
Verfügbar für: Android & iPhone

Notfall-Hilfe

Diese App ist nicht nur für Allergiker interessant. Hier geht es generell um richtiges Verhalten in einem Notfall. Kommt es zum Beispiel zu einer schweren allergischen Reaktion, verspricht diese App schnelle Hilfe. Mit ihr kann nicht nur ein Notruf abgesetzt werden, sondern sie gibt auch nützliche Tipps zur Reanimation und Versorgung eines Bewusstlosen. Außerdem kann die App dem User den Weg zum nächsten Arzt weisen.

Sie erhalten Informationen, wie Sie sich in Situationen verhalten, wenn sich zum Beispiel gerade ein Unfall ereignet hat.

Nützlich ist auch das Lexikon, welches sich um verschiedene Themen erweitern lässt. Auf Wunsch wird zum Beispiel die Pollenflugvorhersage oder ein Impfkalender installiert. Hier fallen jedoch für jedes Paket Kosten von 0,89 Euro an. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit das vollständige Paket (8 Erweiterungen) zu laden. Dann fallen insgesamt 3,59 Euro an. Man spart sich also ein bisschen was.

Infos zur App und zum Download finden Sie hier:

Android   iPhone


Unser Fazit:
Eignet sich nicht nur für Allergien: Bei vielen liegt der Erste-Hilfe-Kurs schon Jahre zurück. Dieser wird durch die App nicht ersetzt, aber man frischt das Ein oder Andere wieder auf.

Verfügbar für: Android & iPhone

Asthma

Die „Asthma-Info“-App klärt rund um das Thema Asthma aus. Asthmatiker können dort ein Tagebuch über ihre Anfälle führen und in einer Wetterprognose alles über Luftschadstoffe und Pollen erfahren. Im Ratgeber wird erklärt, wie Asthma ausgelöst wird.

Mittels der Wetterprognose erfährt man alles über Luftschadstoffe und Pollen. Da die App jedoch für den schweizerischen Markt entwickelt wurde, bezieht sich die Funktion „Meteo“ nur auf die Schweiz. Das ist aber auch das einzige, was zu bemängeln ist. Alle anderen Funktionen sind regional unabhängig und sehr übersichtlich.

Im Ratgeber wird erklärt, wie Asthma ausgelöst wird. Der User erfährt wie sich Schwangerschaft, Schule oder Sport mit Asthma vereinen lassen oder was zu tun ist, wenn man einen Asthmaanfall bekommt. Und wenn man es ganz genau wissen möchte steht eine telefonische Hotline zur Verfügung.

Infos zur App und zum Download finden Sie hier:
Android     iPhone

Unser Fazit:
Die Wetterdaten sind nur für die schweizerischen Regionen verfügbar. Für Deutschland eignet sich eher die mhplus App. Aber ansonsten ist bei dieser App nichts auszusetzen. Die Inhalte sind tiefergehend und sehr umfangreich.
Verfügbar für: Android & iPhone

Wissenswertes & Fakten

Wussten Sie schon?

  • Verbreitung von Allergien:
    - 20 bis 30 % der EU-Bürger leiden an allergischem Schnupfen,
    - 5 bis 15 % an allergischem Asthma,
    - 3 bis 5 % an Neurodermitis (Atopische Dermatitis),
    - 5 bis 10 % an einem allergischen Handekzem.
  • Unbehandelte oder nicht richtig therapierte Allergien verursachen in der Europäischen Union jedes Jahr schätzungsweise 100 Mrd. Euro an Kosten. Ein Großteil davon ist auf die verminderte Produktivität zurückzuführen.
  • Jedes Jahr entstehen in Deutschland Fehlzeiten von 1 Mio. Arbeitstagen allein aufgrund der Folgen eines Heuschnupfens. Jede 10. Krankschreibung lässt sich auf eine Allergie zurückführen.
    Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten für beruflich verursachte Hautkrankheiten liegen bei 1,25 Mrd. Euro im Jahr, schätzen Experten.
  • Jedes Jahr müssen 30.000 Jugendliche ihre Ausbildung aufgrund einer berufsbedingten Allergie aufgeben.
  • Mehr als 1/2 Million Menschen in Deutschland reagieren empfindlich auf Duftstoffe oder Duftstoffmischungen.
  • - 52 % aller Allergiker in Europa reagieren auf Gräserpollen,
    - 49 % auf Hausstaubmilben,
    - 33 % auf Pollen von Bäumen,
    - 27 % auf Kräuterpollen wie Ambrosia,
    - 26 % auf Tierhaare und 10 % auf Schimmelpilzsporen.
  • Die Pollensaison beginnt heute im Schnitt etwa 10 bis 11 Tage früher als vor 25 Jahren und dauert insgesamt auch länger.
  • Bleibt ein allergischer Schnupfen unbehandelt, entwickelt sich bei 40 % der Patienten im Laufe der Zeit auch ein allergisches Asthma.
  • Mindestens 30 % der Kinder, die an Neurodermitis leiden, werden voraussichtlich auch als Erwachsene zumindest zeitweise Ekzeme entwickeln.
  • Mehr als 7 % der Bevölkerung leiden an einer Arzneimittelunverträglichkeit, viele der Reaktionen sind allergischen Ursprungs. Betroffene sind auch langfristig gefährdet, denn jeder Dritte nimmt ein paar Jahre nach der Diagnose erneut ein Medikament mit dem Allergieauslöser ein.
  • Etwa 17 Mio. Menschen in Europa leiden an einer Lebensmittelallergie - 3,5 Mio  Betroffene sind jünger als 25 Jahre. Bei Kindern bis 5 Jahren hat sich die Zahl in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt.


Was tun gegen Heuschnupfen?

Für Millionen von Allergikern beginnt sie jetzt: Die Heuschnupfensaison. Die Augen tränen und sind rot verquollen, die Nase juckt, dass man verrückt werden könnte und immer wieder nervige Niesattacken. Grund genug, sich zu wappnen und vorzusorgen.

   

   Weitere Videovorschläge seitens Youtube stehen in keinem Zusammenhang mit der mhplus.