Gesundes Abnehmen.

Woher kommt Übergewicht?

Eigentlich ist es ganz einfach: Übergewicht entsteht immer dann, wenn das Verhältnis zwischen Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch im Ungleichgewicht ist. Essen wir mehr als wir verbrauchen, dann werden wir dicker.

Um abzunehmen ist es also nur notwendig, entweder die Energiezufuhr zu drosseln (also weniger zu Essen) oder aber den Energieverbrauch anzukurbeln (also mehr Bewegung und Sport). Das gestaltet sich in der Realität natürlich schwieriger als gedacht.

Hier ein paar grundlegende Tipps:

  • Am effektivsten ist die Kombination von geringerer Kalorienzufuhr und Sport
  • Es fällt Ihnen schwer, weniger zu essen? Dann schwenken Sie auf kalorienärmere Nahrungsmittel um. Besser Sie essen sich an einem mageren Steak satt, als an Fleischsalat mit Mayonnaise
  • Beim Sport gilt: Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität. Besser jeden Tag 30 Minuten laufen, als einmal die Woche eine Stunde rennen!
  • Setzen Sie sich kleine Ziele. Peilen Sie die nächsten zwei Kilo an – nicht die letztendlichen 20!

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Täglicher Kalorienbedarf

Durchschnittlicher Kalorienbedarf pro Tag *

Aktivität Männer Frauen
Geringe Aktivität
(wenig bis keine körperliche Bewegung)
2200 kcal 1700 kcal
Normale Aktivität
(regelmäßige leichte Bewegung)
2400 kcal 1800 kcal
Hohe Aktivität
(täglich Sport oder anstrengende
berufliche Tätigkeit)
2500 kcal 1900 kcal
Sehr hohe Aktivität
(Leistungssportler oder sehr anstrengende
berufliche Tätigkeit)
2600 kcal 2000 kcal



* Die angegebenen Daten sind Richtwerte. Bei der Berechnung wurde ausgegangen von einer 35-jährigen Person mit einem BMI von 23.

Mehr Infos zum Energiebedarf

Weiter Informationen rund um die Themen Grundumsatz, Leistungsumsatz und individueller Energiebedarf finden Sie hier: Mehr zum Thema Energiebedarf

Welche Diät ist empfehlenswert?

  • Finger weg von Crash-Diäten
    Vorsicht ist geboten, wenn schneller Gewichtsverlust versprochen wird. Wenn Sie ihr Gewicht nachhaltig reduzieren wollen, sind ein Kilogramm pro Woche ein realistisches Ziel.
  • Auf Nährstoffversorgung achten
    Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen. Diäten sind in dieser Hinsicht oft sehr einseitig.
  • Es gibt keine Wundermittel
    Eine gesunde und effektive Diät basiert immer auf einer sinnvollen Reduktion Ihrer Kalorienzufuhr – und nicht auf einer besonderen Zusammensetzung exotischer Zutaten.

 

 

Schlank mit Pülverchen?

Tablette einnehmen und die Pfunde purzeln?

Es klingt zu schön um wahr zu sein: Einfach eine Tablette einnehmen und fröhlich weiterschlemmen – die Pfunde purzeln schon ganz von alleine.

Dies versucht uns die Werbung immer wieder zu suggerieren. Leider sieht die Realität anders aus. 90% der sogenannten Abnehmpillen basieren auf einem der folgenden Effekte:

  • Die enthaltenen Stoffe quellen im Magen stark auf und sollen so ein Sättigungsgefühl erzeugen.
  • Klassische Appetitzügler wirken auf den Hypothalamus im Gehirn und unterdrücken das Hungergefühl.
  • Auf dem Wirkstoff Orlistat basierende Produkte verhindern die Aufnahme von Fett im Verdauungstrakt.

JoJo-Effekt vorprogrammiert

Für alle diese Produkte gilt: Statt unser Essverhalten langfristig zum Positiven zu ändern, wird mit solchen Produkten versucht, den Abnehmerfolg ohne Anstrengung zu erzielen. Der JoJo-Effekt ist vorprogrammiert.

Achtung: Mögliche Nebenwirkungen

Außerdem weisen viele Schlankheitsmittel – gerade bei falscher Anwendung oder Dosierung – zum Teil schwere Nebenwirkungen auf. Vermeiden Sie auf jeden Fall unseriöse Angebote aus dem Internet und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt!

Die 7 häufigsten Fragen rund ums Abnehmen

1. Wie schnell kann ich abnehmen?

Wichtig ist, sich ein realistisches Ziel zu setzen. Ein Kilo pro Woche ist ein realistisches Ziel.

Dieser Wert kann aber durchaus schwanken. Während es in der ersten Woche aufgrund des Flüssigkeitsverlustes schon mal zwei Kilo sein können, kann es durchaus auch Stagnationsphasen geben.

2. Wie vermeide ich den Jo-Jo-Effekt?

Als Jo-Jo-Effekt bezeichnet man den Teufelskreis aus Diäten und anschließender Gewichtszunahme. Am besten vermeiden Sie den Jo-Jo-Effekt, wenn Sie Ihre Lebens- und Essgewohnheiten langfristig umstellen. Als Schlüsselfaktor gilt vor allem regelmäßige Bewegung.

3. Verliert man am Anfang wirklich nur Wasser?

Zu Beginn einer Diät stellt sich der Körper auf die veränderte Kalorienzufuhr um. Vor allem den Kohlehydratspeichern geht es „an den Kragen“. Da Kohlehydrate besonders viel Wasser speichern, wird dieses am Anfang vermehrt ausgeschieden.

4. Muss ich vor einer Diät einen Arzt aufsuchen?

Einen Arzt sollten Sie in Ihre Abnehmpläne immer einbinden wenn:

  • Sie eine chronische Krankheit haben oder anderweitig medizinisch beeinträchtigt sind
  • Sie Ihre Nahrungszufuhr länger als zwei Wochen stark einschränken
  • Sie spezielle Abnehmprodukte einnehmen wollen

Generell gilt: Wenn Sie sich während Ihrer Diät unwohl, geschwächt oder desorientiert fühlen, sollten Sie sich immer für den Gang zum Arzt entscheiden.

5. Was tun bei Heißhunger?

Heißhunger entsteht, wenn ihre Energiespeicher leer sind und der Körper nach einer schnellen Energiezufuhr giert.

Ursache hierfür ist, ein zu niedriger Blutzuckerspiegel, daher müssen Kohlenhydrate her. Und weil Zucker am schnellsten umgewandelt wird, greifen wir besonders gerne zu Süßem.

Häufige Zwischenmahlzeiten verhindern Heißhungerattacken. Idealerweise essen Sie über den Tag verteilt kleinere Portionen kalorienarmer Snacks wie Obst, geschnittenes Gemüse oder Nüsse.

6. Bringt der Verzicht auf Kohlehydrate (Low Carb) etwas?

Diäten mit einem besonderen Fokus auf eine geringe Kohlenhydratzufuhr scheinen die Gewichtsreduktion tatsächlich zu begünstigen.

Werden nicht ausreichend Kohlenhydrate aufgenommen, wird der Körper gezwungen, seine eigenen Fettreserven als Energielieferant zu nutzen, was zu einer Gewichtsreduktion führt.

7. Unterstützt das Trinken von Wasser meine Diät?

Definitiv ja. Nicht nur, dass ausreichendes Trinken generell gesundheitsfördernd ist – Ein großes Glas Wasser vor jeder Mahlzeit füllt den Magen und führt dazu, dass wir anschließend weniger essen.

Lebensmittel, auf die man verzichten sollte

Fett und Zucker sind die größten Feinde Ihrer Diät.

Vermeiden Sie während einer Diät also Lebensmittel, die einen besonders hohen Anteil dieser Inhaltsstoffe haben. Vor allem Fertigprodukte besitzen eine meist sehr ungünstige Zusammensetzung.

Bei Wurst oder Käse ist es recht einfach, auf kalorienärmere Varianten auszuweichen. So hat Camembert etwa 45% Fett in Trockenmasse - Harzer Käse dagegen nur etwa 7%.

Vorsicht versteckte Kalorien: Viele Produkte unseres Alltags enthalten wesentlich mehr Fett und Zucker als wir denken. Oder hätten Sie gewusst, dass eine große Dose Rotkohl im Schnitt 15 Stück Würfelzucker enthält?

Die beliebtesten Diätlügen

Nummer 1
„Friss die Hälfte“ ist immer noch die einfachste Art abzunehmen“

Wer einfach Portionen halbiert statt seine Essgewohnheiten zu ändern ernährt sich immer noch falsch.

Denn auch eine halbe Pizza ist eine Pizza – und hat auf einem gesunden Ernährungsplan eigentlich nichts verloren! Lieber die Zusammensetzung ändern als die Portionsgröße.

Nummer 2
„Übergewicht ist eine Frage der Veranlagung“

Es gibt tatsächlich einen Hinweis auf eine genetische Prädisposition für Übergewicht. Die macht allerdings im Höchstfall 2-3 Kilo mehr aus – mehr nicht.

Nummer 3
„Light-Produkte helfen beim Abnehmen“

Diese Nahrungsmittel enthalten zwar meist tatsächlich weniger Kalorien – machen aber auch weniger satt, da häufig Wasser oder sogar Luft (z. B. aufgeschäumte Desserts) zugesetzt wurde. Infolgedessen nehmen wir meist mehr von diesen Produkten zu uns – und landen bei der gleichen Kalorienbilanz.

Nummer 4
„Ananas unterstützt den Fettabbau“

Die Früchte sind zweifellos lecker und enthalten viele Vitamine – Ihre Pölsterchen bleiben aber unbeeindruckt.

Nummer 5
„Abends sollte man nichts mehr Essen“

Unserem Körper ist es herzlich egal, zu welcher Zeit wir ihm Energie zuführen. Sobald die Zufuhr den Verbrauch übersteigt nehmen wir zu.