Nicht vollständig ausgeschöpfter Entlastungsbetrag (§ 45bSGB XI) aus dem Kalenderjahr 2019 verfällt erst zum 31.12.2020

Soweit der Entlastungsbetrag in einem Kalendermonat nicht (vollständig) ausgeschöpft worden ist, wird der verbliebene Betrag jeweils in die darauffolgenden Kalendermonate übertragen. Leistungsbeträge, die am Ende des Kalenderjahres nicht verbraucht worden sind, können noch bis zum Ende des darauffolgenden Kalenderjahres (30.06.) übertragen werden.

Mit dem Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite gilt für alle Pflegebedürftigen:

Die bisherige Ansparmöglichkeit von nicht in Anspruch genommenen Entlastungsleistungen wird einmalig um drei Monate verlängert.

Damit verfällt der Anspruch aus dem Kalenderjahr 2019 zum 31.12.2020.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegeversicherung (MDK).

Bei Ihnen ist eine Begutachtung durch den MDK geplant?

Ab Oktober werden persönliche Pflegebegutachtungen wieder unter Einhaltung von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (Hygienekonzept der MDK-Gemeinschaft) durch die Gutachter und Gutachterinnen des MDK im häuslichen Umfeld durchgeführt.

Diese waren zum Schutz vor Infektionen seit Mitte März ausgesetzt.

Sofern Sie weitere Unterlagen (Arztberichte, Entlassungsberichte, etc.) haben die Ihre Pflege begründen, legen Sie diese bitte dem MDK im Begutachtungstermin vor.

Musterfragebogen zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit

Hygienekonzept für die Begutachtung

Beratungseinsätze bei Bezug von Pflegegeld.

Sie erhalten aktuell Ihr volles Pflegegeld und haben vierteljährlich bzw. halbjährlich einen Beratungsbesuch nachzuweisen?

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie entfällt für Sie bis zum 30.09.2020 der Nachweis eines Beratungsbesuchs.

Sie erhalten Ihr Pflegegeld in voller Höhe monatlich zum 1. überwiesen.

Den nächsten Beratungseinsatz müssen Sie in der Zeit vom 01.10.2020 bis 31.12.2020 nachweisen.

Pflegeunterstützungsgeld für Angehörige bis zu 20 Tage

Bis zum 31. Dezember 2020 wird Pflegeunterstützungsgeld auch gezahlt, wenn eine Versorgungslücke bei der Pflege zu Hause entsteht (weil z.B. eine Pflegekraft ausfällt oder ein ambulanter Pflegedienst schließt).

Anders als heute wird das Pflegeunterstützungsgeld zeitlich befristet nicht mehr bis zu 10, sondern bis zu 20 Tagen gezahlt.

Informationen für ehrenamtlich tätige Pflegepersonen.

Sie sind ehrenamtliche Pflegeperson und pflegen einen pflegebedürftigen Menschen außerhalb Ihrer Wohnung?

Aktuell bestehen keine bundesweiten Ausgangssperren. Somit können Sie als Pflegeperson ungehindert Ihren Pflegebedürftigen erreichen und pflegen.

Benötigen Sie eine Bescheinigung über Ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Pflegeperson, erhalten Sie von Ihrer mhplus Pflegeversicherung einen entsprechenden Nachweis.