Aufgrund der Corona-Situation wurden für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1-5 zeitlich befristete Sonderregelungen geschaffen. 

Nachfolgend haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Pflege im häuslichen Bereich.

Nicht vollständig ausgeschöpfter Entlastungsbetrag (§ 45bSGB XI) aus dem Kalenderjahr 2019 und 2020 verfällt erst zum 30.09.2021.

Soweit der Entlastungsbetrag in einem Kalendermonat nicht (vollständig) ausgeschöpft worden ist, wird der verbliebene Betrag jeweils in die darauffolgenden Kalendermonate übertragen. Leistungsbeträge, die am Ende des Kalenderjahres nicht verbraucht worden sind, können noch bis zum Ende des darauffolgenden Kalenderjahres (30.06.) übertragen werden.

Die bisherige Ansparmöglichkeit von nicht in Anspruch genommenen Entlastungsleistungen aus 2019 und 2020 können noch bis zum 30.09.2021 genutzt werden.

Damit verfällt der Anspruch aus dem Kalenderjahr 2019 und 2020 zum 30.09.2021.

Sie möchten eine Übersicht über Ihre Restansprüche?
Dann nutzen Sie einfach unser Kontaktformular

 

 

Beratungseinsätze bei Bezug von Pflegegeld.

Sie erhalten aktuell Ihr volles Pflegegeld und haben vierteljährlich bzw. halbjährlich einen Beratungsbesuch nachzuweisen?

Bis einschließlich 30. Juni 2021 kann der Beratungseinsatz telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden.
Sie erhalten Ihr Pflegegeld in voller Höhe monatlich zum 1. überwiesen.

Den nächsten Beratungseinsatz müssen Sie in der Zeit vom 01.01.2021 bis 31.03.2021 (Pflegegrad 4 und 5) und 01.01.2021 bis 30.06.2021 (Pflegegrad 2 und 3) nachweisen.

Medizinischer Dienst.

Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegeversicherung (MDK).

Bei Ihnen ist eine Begutachtung durch den MDK geplant?

Die Medizinischen Dienste nehmen seit März 2021 die persönlichen Pflegebegutachtungen zur Feststellung des Pflegegrades wieder auf. Der Wiedereinstieg wird mit aller Vorsicht und unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes durchgeführt. 

Bei der persönlichen Pflegebegutachtung wird sowohl die individuelle Risikosituation des Versicherten als auch das regionale Pandemiegeschehen berücksichtigt. 

Strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen werden eingehalten (Hygienekonzept für die Begutachtung). 

Besteht ein besonders hohes Infektionsrisiko, kann die Pflegebegutachtung auf Basis der vorliegenden Unterlagen und eines ergänzenden strukturierten Telefoninterviews mit dem Pflegebedürftigen und den Bezugspflegepersonen erfolgen. 

Der zeitnahe Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung und die damit verbundene Versorgung sind somit sichergestellt.

Ihr zuständiger MDK informiert Sie vorab über die geplante Begutachtungsweise.

Sofern Sie weitere Unterlagen (Arztberichte, Entlassungsberichte, etc.) haben die Ihre Pflege begründen, legen Sie diese bitte dem MDK im Begutachtungstermin vor.

Musterfragebogen zur Beurteilung der Pflegebedürftigkeit

Hygienekonzept für die Begutachtung

Informationen für Angehörige und Pflegepersonen.

Pflegeunterstützungsgeld für Angehörige bis zu 20 Tage

Bis zum 30. Juni 2021 wird Pflegeunterstützungsgeld auch gezahlt, wenn eine Versorgungslücke bei der Pflege zu Hause entsteht (weil z.B. eine Pflegekraft ausfällt oder ein ambulanter Pflegedienst schließt).

Anders als heute wird das Pflegeunterstützungsgeld zeitlich befristet nicht mehr bis zu 10, sondern bis zu 20 Tagen gezahlt.

Pflege eines pflegebedürftigen Menschen durch Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen.

Sie sind ehrenamtliche Pflegeperson und pflegen einen pflegebedürftigen Menschen außerhalb Ihrer Wohnung?

Aktuell bestehen keine bundesweiten Ausgangssperren. Somit können Sie als Pflegeperson ungehindert Ihren Pflegebedürftigen erreichen und pflegen.

Gerne erhalten Sie von Ihrer mhplus Pflegeversicherung eine Bescheinigung über Ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Pflegeperson.

 

 

Informationen zur Corona-Impfung für Kontaktpersonen einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person.

In der Impfverordnung hat das Bundesgesundheitsministerium festgelegt, wer zuerst geimpft wird. Es gibt drei Stufen der Priorisierung.

Nach Stufe 2 (hohe Priorität) sind bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht ein einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine entsprechende Vorerkrankung oder Behinderung haben impfberechtigt .
Ein entsprechender Nachweis hierzu ist erforderlich.

Das Land Baden-Württemberg hat hierzu bereits einen Vordruck auf seiner Homepage veröffentlicht.

Die Organisation der Impfung und die Vergabe der Impftermine regeln jeweils die Bundesländer.  Nähere Informationen zu den Voraussetzungen und der Terminvergabe finden Sie unter:

Der Patientenservice 116 117

Weitere nützliche Links zur Corona-Impfung:

Internetseite Zusammen gegen Corona

Internetseite Infektionsschutz