Zusätzliche Leistungen.

Welche sonstigen Angebote gibt es noch in der Pflegeversicherung?

Leistungen der Pflegeversicherung bemessen sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit.
Erfahren Sie hier welche zusätzlichen Leistungen der Pflegeversicherung Sie in Anspruch nehmen können.

Leistungen der Pflegeversicherung

Verhinderungspflege (Ersatzpflege)

Bei einer häuslichen Pflege, die bereits länger als 6 Monate andauert, ist die Inanspruchnahme einer Verhinderungspflege durch eine Ersatzkraft möglich.

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson infolge von

  • Krankheit,
  • Urlaub oder
  • sonstigen Gründen (z. B. Geburtstage, Gartenarbeit, Arzt-/Friseurbesuche, Kino, Fernsehabend)

an der Pflege gehindert ist.

Die Kosten werden jährlich für eine Dauer von insgesamt bis zu 6 Wochen und bis zu einem Höchstbetrag von 1612 EUR übernommen.

Bei der Ersatzkraft kann es sich auch um einen professionellen Pflegedienst handeln.

Sie haben die Möglichkeit, bis zu 806 Euro aus einer nicht beanspruchten Kurzzeitpflege aus demselben Jahr auf die Verhinderungspflege zu übertragen.

Während der Dauer des Bezuges der Verhinderungspflege besteht ein Anspruch auf Fortzahlung des Pflegegeldes in Höhe von 50 % des zuletzt bezogenen Pflegegeldes. Am ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege wird das Pflegegeld in voller Höhe gezahlt.

Entlastungsbetrag und Angebote zur Unterstützung im Alltag

Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 haben einen Anspruch auf den Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125,00 EUR monatlich. Dieser Zuschuss dient der Erstattung von Kosten, die dem Versicherten im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme folgender Leistungen anfallen:

  • Tages- oder Nachtpflege,
  • Kurzzeitpflege,
  • Leistungen der ambulanten Pflegedienste (ausgenommen in der Pflegestufe 2-5 Leistungen der Bereich der Selbstversorgung) oder
  • Leistungen anerkannter Angebote zur Unterstützung im Alltag

Der Entlastungsbetrag ist Bestandteil der häuslichen Pflege, d. h. er ergänzt die Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege in der häuslichen Umgebung.

Angebote zur Unterstützung im Alltag


Angebote zur Unterstützung im Alltag tragen dazu bei, Pflegepersonen zu entlasten und helfen Pflegebedürftigen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben. Angebote zur Unterstützung sind:

1. Betreuungsangebote:

Angebote, in denen insbesondere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit allgemeinem oder mit besonderem Betreuungsbedarf in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen.

2. Angebote zur Entlastung von Pflegenden:

Angebote, die der gezielten Entlastung und beratenden Unterstützung von pflegenden Angehörigen und vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als Pflegende dienen.

3. Angebote zur Entlastung im Alltag:

Angebote, die dazu dienen, die Pflegebedürftigen bei der Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags oder im Haushalt, insbesondere bei der Haushaltsführung, oder bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfeleistungen zu unterstützen.

Zu den Angeboten zur Unterstützung im Alltag zählen insbesondere:

  • Betreuungsgruppen für an Demenz erkrankte Menschen (z B. Alzheimergruppen),
  • Helferkreise zur stundenweisen Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich,
  • Tagesbetreuung in Kleingruppen (Tagesmuttermodell) oder Einzelbetreuung,
  • Agenturen zur Vermittlung von Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowohl für Pflegebedürftige als auch Pflegepersonen,
  • Familienentlastende Dienste,
  • Serviceangebote für haushaltsnahe Dienstleistungen,
  • Alltagsbegleitung,
  • Pflegebegleitung.

Zuschläge für ambulant betreute Wohngruppen


Pflegebedürftige Bewohner einer Wohngemeinschaft erhalten einen Wohngruppenzuschlag von monatlich 214,- Euro pro Person, um gemeinsam eine Präsenzkraft zu finanzieren, die den Alltag der WG regelt, sich um den Haushalt kümmert und bei der Pflege hilft.

Neugründung einer Wohngemeinschaft


Außerdem wird bei neu gegründeten Wohngemeinschaften der Umbau der Wohnung mit bis zu 2.500 Euro pro Person (max. 10.000 Euro pro Wohngruppe) gefördert, zusätzlich zu den sonstigen Ansprüchen auf eine Wohnungsanpassung.

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel und technische Hilfen werden leihweise unabhängig von der jeweiligen Pflegestufe zur Verfügung gestellt.

Technische Hilfsmittel

Technische Hilfsmittel sind beispielsweise

  • Pflegebett
  • Pflegebettenzubehör

Für technische Hilfsmittel besteht eine Zuzahlungspflicht von 10 %, höchstens jedoch 25,- EUR je Hilfsmittel.

Pflegehilfsmittel

Für „zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel“ wie beispielsweise Einmalhandschuhe und Einmal-Bettschutzeinlagen werden Ausgaben in Höhe von bis zu 40,- EUR monatlich übernommen.

Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung

Verbesserung des Wohnumfeldes

Für die Verbesserung des Wohnumfeldes, beispielsweise

  • Anbringen von Handläufen und Haltegriffen,
  • Beseitigung von Schwellen und Stufen durch Einbau von Rampen,
  • Einbau von unterfahrbaren Küchenschränken,
  • Einbau eines behindertengerechten Bades,
  • Treppenlift

können Kosten bis zur Obergrenze von 4.000 EUR je Maßnahme bewilligt werden.

Sind gleichzeitig verschiedene Um- oder Einbauten nötig, beispielsweise

  • Türverbreiterungen,
  • Rollstuhlrampe und
  • Treppenlift,

so gelten diese insgesamt als eine Umbaumaßnahme.

Erneuter Zuschuss

Ein erneuter Zuschuss für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes ist nur möglich, wenn eine zwischenzeitlich eingetretene Veränderung der Pflegesituation dies erfordert.

Zuschläge für ambulant betreute Wohngruppen

Pflegebedürftige Bewohner einer Wohngemeinschaft erhalten einen Wohngruppenzuschlag von monatlich 205,- Euro pro Person, um gemeinsam eine Präsenzkraft zu finanzieren, die den Alltag der WG regelt, sich um den Haushalt kümmert und bei der Pflege hilft.

Neugründung einer Wohngemeinschaft

Außerdem wird bei neu gegründeten Wohngemeinschaften der Umbau der Wohnung mit bis zu 2.500 Euro pro Person (max. 10.000 Euro pro Wohngruppe) gefördert, zusätzlich zu den sonstigen Ansprüchen auf eine Wohnungsanpassung.


Anträge

Antrag auf Kurzzeitpflege

Ihre mhplus Pflegeversicherung ist gerne für Sie da und kümmert sich um Ihr Anliegen.

Wir übernehmen die Kosten für

  • die pflegerische Versorgung,
  • die medizinische Behandlungspflege
  • und die soziale Betreuung

bis zu einem Betrag von 1.612 EUR für bis zu 8 Wochen pro Kalenderjahr.

Für Sie fallen die Kosten für

  • die Unterbringung,
  • Investitionskosten
  • und die Verpflegung

an.

Bitte füllen Sie den Antrag auf Kurzzeitpflege aus und senden Sie ihn an uns zurück.

Für die Dauer der Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld hälftig weitergezahlt. Sollten Sie als Bevollmächtigter den Antrag stellen, bitten wir Sie uns die Vollmacht als Kopie beizulegen.

Antrag Kurzzeitpflege herunterladen (PDF - 37 KB)

Antrag auf Verhinderungspflege

Bitte füllen Sie diesen aus und senden Sie ihn an uns zurück.

Sollten Sie als Bevollmächtigter den Antrag stellen, bitten wir Sie uns die Vollmacht als Kopie beizulegen. 

Antrag Verhinderungspflege herunterladen  (PDF - 55 KB)