Bis die zündende Idee kommt.

Jeder Mensch kann kreativ sein - mit ein paar Tricks.

Wir kennen sie alle: Diejenigen, die auf anhieb immer eine tolle Idee oder Lösung haben. Wie machen die das nur? Und warum kann ich das nicht? Seien Sie beruhigt: In jedem von uns schlummert Kreativität.

Kreativität schlummert in jedem Menschen. Schon in der Kindheit zeigt sie sich eindrucksvoll. Als Kinder malen wir ganze Welten, erfinden Geschichten und erwecken Phantasiefiguren zum Leben. Als Erwachsener trauen wir uns oft nicht so recht oder wissen nicht, wie wir schöpferisch sein können. Was bedeutet kreativ sein eigentlich?

Originell, neu und andauernd
Kreativität – unter diesem Begriff verstehen viele zum Beispiel die Fähigkeit, Kunstwerke zu erschaffen oder Musik zu komponieren. Dahinter steckt aber noch sehr viel mehr, denn kreativ sein bedeutet, etwas zu erschaffen, was neu oder originell ist und dabei nützlich oder brauchbar. Das gilt also nicht nur für Künstlerisches, sondern auch für Alltägliches wie zum Beispiel das Kochen: Welche Zutaten habe ich noch im Kühlschrank, was schmeckt zusammen, worauf habe ich Appetit? Ständig bringen wir neue Ideen und Gedanken hervor. Und jeder, der denken kann, ist auch in der Lage, Ideen zu haben. So banal die Kreativität in diesem Kontext wirkt, so sehr wird sie mitunter überschätzt, wenn es um Kunst und Genie geht.

Neu gibt’s nicht
Ehrlich gesagt, unser Gehirn macht es sich auch mal leicht, wenn es um Kreativität geht. Denn es mixt immer wieder bestehendes Wissen zu neuen Ideen zusammen. Hierin unterscheidet sich die Vorgehensweise eines Kochs nicht von der eines Krimiautors. Auch wirklich Originelles ist immer nur eine Weiterentwicklung. Etwas komplett Neues erfinden zu wollen, ist deshalb ein extrem hoher Anspruch. Trotzdem sind manche Menschen dazu in der Lage und viel kreativer als andere. Ihre Gehirne sind sehr fleißig darin, Ideen hin und her zu würfeln, zu fokussieren, spielerisch zu kombinieren, weiterzudenken, zu verwerfen – bis zum großen Aha-Erlebnis.

Der Kreativitätsprozess
Für Kreativität muss man sich entscheiden. Der Moment, in dem man glaubt, nie eine Lösung zu finden, gehört zum kreativen Prozess dazu. Dieser verläuft in vier Phasen:

 

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Präperation: die Vorbereitung

Ideen kommen nicht aus dem Nichts. Erst einmal muss ein Problem als solches erkannt werden. Dann werden Informationen über das Problem gesammelt und Wissen wird aufgebaut. Hieraus werden später kreative Lösungsansätze entwickelt. Tipp: Manchen hilft es bei der Vorbereitung, den Schreibtisch neu zu positionieren, andere gehen joggen – wichtig ist, sich eine inspirierende Atmosphäre zu schaffen.

Inkubation: der Reifeprozess

Der schlimmste Moment im kreativen Prozess: Man ist ratlos und frustiert. Um diese Phase ungestört ablaufen zu lassen, hilft es, mit dem Grübeln aufzuhören und sich bewusst von dem Problem zu entfernen. So gelingt es Kreativen leichter, aus gewohnten Denkmustern auszubrechen.

Illumination: die Erleuchtung

Und da – der Geistesblitz! Ein lang ersehnter Lösungsansatz taucht aus dem Unterbewusstsein auf. So erging es zum Beispiel dem russischen Chemiker Mendelejew, der eines Morgens das Periodensystem auf einen Umschlag kritzelte, das er zuvor im Traum vor Augen hatte. Neun Jahre lang hatte er nach einer Lösung gesucht und plötzlich war alles klar.

Verifikation: die Überprüfung

Nicht immer geht es den Kreativen nach dem Geistesblitz wie Mendelejew, oft bedeutet die Idee noch nicht die völlige Lösung eines Problems. Sie wird noch auf Herz und Nieren geprüft. Konkreter: auf ihre Machbarkeit und Umsetzung.