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Sozialversicherung Voraussichtliche Rechengrößen in der Sozialversicherung 2023

Der Regierungsentwurf zur Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2023 liegt vor. Die im Versicherungsrecht wichtige allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze beträgt ab 01.01.2023 voraussichtlich 66.660 Euro. Die weiteren Werte im Überblick.

Rechengrößen in der Sozialversicherung

Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im Jahr 2021 turnusgemäß angepasst. Die Werte werden – wie jedes Jahr – auf Grundlage klarer gesetzlicher Bestimmungen mittels Verordnung festgelegt.

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) steigt voraussichtlich auf 4.987,50 Euro monatlich (59.850 Euro jährlich). Die gleichen Werte gelten für die Pflegeversicherung.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung gelten bundeseinheitlich.

Voraussichtliche Jahresarbeitsentgeltgrenze 2023 (Versicherungspflichtgrenze)

Die im Versicherungsrecht relevante allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird auf voraussichtlich 66.600 Euro angehoben.

Für Arbeitnehmer, die am 31.12.2002

  • wegen Überschreitens der JAEG des Jahres 2002 (40.500 EUR) versicherungsfrei und
  • bei einer privaten Krankenversicherung in einer substitutiven Krankenversicherung versichert waren

gilt die besondere JAEG. Auch sie wird ab dem 01.01.2023 voraussichtlich 59.850 Euro betragen.

Voraussichtliche Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung 2023

Die BBG West wird im Jahr 2023 in der allgemeinen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung auf voraussichtlich 7.300 Euro monatlich festgesetzt, jährlich sind dies 87.600 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie voraussichtlich 107.400 Euro jährlich bzw. 8.950 Euro monatlich.

In den neuen Bundesländern wird die BBG RV Ost 2023 auf voraussichtlich monatlich 7.100 Euro bzw. jährlich 85.200 Euro angehoben. In der knappschaftlichen Rentenversicherung auf voraussichtlich 8.700 Euro monatlich bzw. 104.400 Euro jährlich.

Voraussichtliche Bezugsgröße 2023

Die Bezugsgröße wird im Jahr 2023 wieder bundesweit angepasst. Dabei ist zu beachten: Die Bezugsgröße West gilt in der Kranken- und Pflegeversicherung bundesweit. Die abweichende Bezugsgröße für den Rechtskreis Ost hat nur noch Bedeutung für die Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.

Im Rechtskreis West beträgt die monatliche Bezugsgröße dann voraussichtlich 3.395 Euro monatlich bzw. 40.740 Euro jährlich.

Für den Rechtskreis Ost gilt ab 2023 ein voraussichtlicher Wert von 3.290 Euro monatlich bzw. 39.480 Euro jährlich.

 

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