
Hilfe finden Psychotherapie
Ständige Angst, wiederkehrende Panikzustände, ständige Verzweiflung. Menschen treibt viel um. In manchen Fällen so stark, dass professionelle Hilfe notwendig ist. Viele Formen der Psychotherapie helfen Menschen, wieder auf den Weg zu kommen: Online, ambulant, stationär, alleine oder in der Gruppe.
Den Ausweg finden
Psychotherapie ist ein, für Patienten sensibles Feld. Sie brauchen die richtige Form der Behandlung. Es gibt vier verschiedene Verfahren, Methoden und Techniken. Ihre mhplus steht Ihnen in diesen Zeiten zur Seite, damit Sie die richtige Behandlung bekommen.
Wie beantrage ich eine Therapie
Wenn Sie Unterstützung bei psychischen Erkrankungen benötigen, ist es wichtig, dass Sie schnell Zugang zu professioneller Hilfe erhalten. Wir haben daher alle Schritte zur Beantragung einer Psychotherapie übersichtlich zusammengestellt, damit Sie wissen, was Sie erwarten.
- Vereinbaren Sie einen Termin bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten.
- In der Regel erfolgt zuerst eine Sprechstunde oder probatorische Sitzungen, um Ihre Situation zu klären.
- Die Therapeutin oder der Therapeut prüft, ob eine ambulante Psychotherapie medizinisch notwendig ist.
- Wenn eine längerfristige Therapie nötig ist, wird vor Beginn der Behandlung ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt.
- Ihre mhplus prüft den Antrag und entscheidet über die Genehmigung.
- In bestimmten Fällen wird ein psychotherapeutischer Gutachter herangezogen
- Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie einen Bescheid, ob die Kosten übernommen werden.
- Nach Genehmigung kann die regelmäßige Therapie starten.
Wie lange dauert eine Therapie
Bei einer Psychotherapie gibt es zwei Arten: Kurzzeittherapie und Langzeittherapie. Die richtige Wahl hängt von Ihren spezifischen Bedürfnissen und Ziele ab.
Kurzzeittherapie:
- Dauer: In der Regel wenige Wochen bis wenige Monate.
- Ziel: Schnelle Hilfe bei akuten Problemenoder leichten bis mittelschweren psychischen Erkrankungen.
- Anzahl der Sitzungen: Meist weniger als 30 Sitzungen (je nach Therapieform).
- Fokus: Konkrete Problemlösungen und praktische Strategien, um aktuelle Belastungen zu bewältigen.
Langzeittherapie:
- Dauer: Oft mehrere Monate bis mehrere Jahre.
- Ziel: Behandlung tieferliegender oder chronischer psychischer Erkrankungen.
- Anzahl der Sitzungen: Häufig über 50 Sitzungen.
- Fokus: Ursachenforschung, Verhaltens- und Persönlichkeitsentwicklung und nachhaltige Veränderung von Denkmustern und Gefühlen.
Es ist wichtig, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Therapeuten oder Ihrer Therapeutin entscheiden, welche Therapieform für Sie am besten passt. Jede Form hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt von Ihren spezifischen Bedürfnissen und Ziele ab.
Wenn Sie sich für eine Psychotherapie interessieren, können Sie sich jetzt an einen Therapeuten oder eine Therapeutin wenden. Es ist wichtig, dass Sie sich um Ihre Gesundheit kümmern und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen
Kann ich jeden Therapeuten aufsuchen
Psychotherapeutische Behandlungen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen nur von
- zugelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten,
- Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten oder
- von ärztlich tätigen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten
durchgeführt werden.
Wichtig ist, dass diese über eine Kassenzulassung verfügen.
Welche Therapieformen stehen mir als Patient zur Verfügung
Handeln, Denken und Fühlen beeinflussen die Psyche. Auslöser sind zum Beispiel
- die eigene Lebensgeschichte, oder
- die aktuelle Lebenssituation.
Im Mittelpunkt steht die Arbeit an Stärken und Fähigkeiten. Schritt für Schritt und nach Plan ändert der Patient sein Verhalten.
Nicht immer läuft im Leben alles nach Plan: Konflikte in Beziehungen, Gewalt oder Erfahrungen machen Menschen krank. Hier greift die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an.
Die Therapie arbeitet die bewussten und unbewussten Motive als Auslöser der Symptome heraus. Der Patient setzt sich mit ihnen auseinander. Im Vordergrund steht das Verarbeiten des Erlebten. Das motiviert den Patienten, sein Verhalten zu ändern.
Verdrängte Gefühle, Erinnerungen und Beziehungsmuster machen Patienten krank. Auslöser ist ein Konflikt oder schlechte Erfahrungen.
Der Therapeut hilft dem Patienten, sich den Gründen bewusst zu werden. Der Patient versteht sein Handeln. Dieses Verständnis führt zu Änderung des Verhaltens.
Der Mensch ist Teil eines Systems: Einer Familie, eines Kreises von Kollegen oder Freunden. Ist dieses System gestört, reagiert die Psyche. Depressionen, Ess- oder Angststörungen sind die Folge. Die Behandlung konzentriert sich deswegen auf Änderung der familiären oder sozialen Interaktion.
Der Therapeut setzt dafür spezielle Techniken des Gesprächs und Fragen ein. Dem Patienten gibt er lösungs- und praktikable Methoden an die Hand.
Welche Kosten übernimmt meine mhplus
Ihre mhplus übernimmt die Kosten für eine Psychotherapie, wenn diese zur Behandlung einer psychischen Erkrankung notwendig ist. Die ambulante Psychotherapie ist für Sie zuzahlungsfrei. Sie benötigen keine Überweisung – das Vorlegen Ihrer elektronischen Gesundheitskarte in der Praxis ist ausreichend.
- Reine Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatungen.
Entsprechende Beratungen werden durch spezielle Beratungsstellen angeboten und stehen meist kostenfrei zur Verfügung.
Zunächst einmal passiert nichts – eine kurze Pause ist in der Regel unproblematisch.
- Pause unter sechs Monaten: Die Therapie kann danach normal fortgesetzt werden.
- Pause länger als sechs Monate: Dann müssen Sie sowohl Ihre Therapeutin bzw. Ihren Therapeuten als auch die Krankenkasse informieren.
Bitte teilen Sie Ihrer Therapeutin oder Ihrem Therapeuten einen Wechsel der Krankenversicherung frühzeitig mit, damit die Abrechnung reibungslos erfolgen kann.
Weiterführende Infos sowie Therapeutensuche und Terminservicestellen
Informationen
Was tun bei psychischen Belastungen?



