Zum Hauptinhalt springen
Wir legen Wert auf Sicherheit. Deswegen wird die Unterstützung für den Internet Explorer nicht mehr durch unsere Website bereitgestellt. Bitte verwenden Sie einen anderen Browser, zum Beispiel Google Chrome, Firefox oder Edge
Telefon: 07141 9790-0
, E-Mail: info@mhplus.de
Auf einem Tisch steht ein Ingwer-Kurkuma-Shot in einem Glas. Drum her um sind die Inhaltsstoffe dekoriert: Ingwer, Kurkuma und eine Organge.
Zurück

Der Immunbooster Was bringen Ingwer-Kurkuma Drinks?

Sie locken mit einer Extra-Portion Gesundheit und sollen das Abwehrsystem stärken. Wer Geld sparen möchten, bereitet die kleinen Powerdrinks einfach selber zu. Wir haben es ausprobiert. Ernährungs-Expertin und Diplom-Oecotrophologin Gabriela Freitag-Ziegler klärt auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ingwer und Kurkuma gelten als Wunderwaffe gegen Erkältungen und andere Infekte.
  • Gekaufte Ingewer-Kurkuma-Drinks beinhlatenh einen hohen Anteil Saft aus anderen Früchten.
  • Ingwer-Kurkuma-Drinks lassen sich ganz einfach selber machen.

 

Kleine Portion Power

In jedem Supermarkt warten heute kleine Fläschchen mit geheimnisvollem Inhalt auf Sie. Shots heißen das Zauberwort. Es verspricht maximalen Effekt bei minimalem Inhalt von 30 bis 50 Milliliter. In größeren Flaschen stecken gleich mehrere Portionen. Besonders beliebt sind Ingwer-Kurkuma-Shots, denn beide Gewürzknollen gelten als wahre Superfoods. Vor allem als Wunderwaffe gegen Erkältungen und andere Infekte. Was ist da dran und was ist drin?

Gesunde Wirkungen von Kurkuma

Für die günstigen Wirkungen von Kurkuma (= Curcuma) ist der Stoff Curcumin verantwortlich. Er regt nach dem Essen die Verdauung an und ist in der indischen Heilkunst Ayurveda beliebt: zum Beispiel als Mittel gegen Schnupfen, bei Fieber oder Rheuma. Nach modernen Studien könnte Curcumin auch den Cholesterinspiegel senken, vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und Entzündungen hemmen. Oft handelt es sich dabei aber um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung und anhand von reinem Curcumin. Die lassen sich nicht 1:1 auf den Genuss der frischen Kurkuma-Knollen übertragen.

Auf einem Tisch liegen Kurkumawurzeln. Daneben Pulver in einem Gefäß und auf einem Löffel.

Ingwer zur Stärkung der Abwehrkräfte

Auch Ingwer dient seit Jahrtausenden als Heilmittel, zum Beispiel in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM): gegen Magenschmerzen und Übelkeit, Asthma und Rheuma. Wissenschaftlich am besten belegt ist die Wirkung von Ingwer gegen Übelkeit. Und tatsächlich haben aktuelle Forschungen herausgefunden, auf welche Weise Ingwer das Immunsystem stärken könnte: In Laborexperimenten versetzte der Scharfstoff Gingerol die an der Abwehr beteiligten weißen Blutkörperchen in erhöhte Alarmbereitschaft.

Auf einem Holzbrett liegen Ingwerwurzeln. Ein Teil ist aufgeschnitten.

Viel Geld für eine kleine Portion Saft

Ein Blick auf die Zutatenliste überrascht: Meist steht dort an erster Stelle Apfelsaft oder ein anderer Fruchtsaft. Danach folgen Ingwer- und Kurkuma-Saft, oft in sehr kleinen Anteilen; außerdem reines Vitamin C (= Ascorbinsäure) oder Vitamin-C-reiche Zutaten wie Acerola. Mit Preisen zwischen umgerechnet rund 10 bis über 50 Euro pro Liter sind die kleinen Shots daher ziemlich teure Fruchtsäfte.

Ingwer-Kurkuma-Shots selber machen

Ingwer-Kurkuma-Shots oder -Drinks lassen sich ganz einfach selber zubereiten. So spart man Geld und Verpackungsmüll. Wer empfindlich ist, probiert am besten kleine Mengen aus und testet so die Verträglichkeit von Säure und Schärfe. Schwangere, Stillende oder Personen, die an Gallensteinen leiden, bereiten die Shots sicherheitshalber am besten ohne Kurkuma zu. Der Pfeffer sorgt übrigens dafür, dass der Körper das Curcumin besser aufnehmen kann.

Das Rezept ergibt etwa 600 Milliliter, also 15 Portionen à 40 Milliliter. Die halten sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Man kann den Drink auch portionsweise einfrieren.

In einem Glas ist ein Ingwer-Kurkuma-Shot. Er ist bereit getrunken zu werden. Daneben liegen Ingwer, Kurkuma und Limetten.

Das Rezept

Zutaten:

  • 75 g frischer Kurkuma
  • 180 g frischer Ingwer
  • 1 Apfel
  • 2 Orangen
  • 2 Zitronen
  • schwarzer Pfeffer

Küchenutensilien:

Messer, Schneidebrett, Entsafter oder Standmixer/Pürierstab plus Sieb und Schüssel

Mit dem Entsafter zubereiten:

  1. Orangen und Zitronen schälen und klein schneiden
  2. Apfel, Kurkuma und Ingwer gründlich waschen und klein schneiden
  3. alles nach und nach in den Entsafter geben
  4. eine Prise Pfeffer dazugeben und in eine Flasche umfüllen

Mit dem Mixer zubereiten:

  1. Orangen und Zitronen schälen und klein schneiden oder den Saft auspressen
  2. Apfel, Kurkuma und Ingwer gründlich waschen und klein schneiden
  3. alles zusammen im Mixer oder mit einem Pürierstab gründlich mixen
  4. den Brei durch ein Sieb streichen, den Saft in einer Schüssel auffangen, eine Prise Pfeffer dazugeben und in eine Flasche umfüllen

Autorin: Ernährungs-Expertin und Diplom-Oecotrophologin Gabriela Freitag-Ziegler

Verantwortlich für den typischen Geschmack sind Gingerole und Shogaole. Je schärfer der Geschmack des Ingwer-Kurkuma-Shots, des mehr Ingwer und ggf. auch desto frischer ist der verarbeitete Ingwer. Aber auch die Herstellung beeinflusst den Gehalt an Scharfstoffen. 

Nein, 100 Gramm liefern nur 5 Milligramm. 

Kurkuma ist ein Ingwergewächs und stammt aus Asien. Verwendet wird der unterirdische Teil. Der Geschmack ist mild würzig. In Europa ist es häufig als Currybestandteil bekannt.

Ernährungs Umschau (2017, 13. Januar). Curcumin wirkt entzündungshemmend – Wirkmechanismus entschlüsselt. Print-News.

Ernährungs Umschau (2023, 13. März). Von Grüntee bis Kurkuma: die Menge zählt. Print-News.

Goerg, K. (2018). Ingwer. Ernährungs Umschau Sonderheft Lebensmittel.

Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München (LSB) (2023, 14. Februar). Scharfstoff aus Ingwer versetzt Immunzellen in erhöhte Alarmbereitschaft. Pressemitteilung.

Schiborr, C., Kocher, A. & Frank, J. (2015). Curcumin. Ernährungs Umschau 11/2015

Haftungsausschluss
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
Zum Seitenanfang springen