Ein Junge sitzt auf einem Behandlungsstuhl beim Kieferorthopäden. Er trägt eine feste Zahnspange. Der Arzt schaut sich alles mit seinem Spiegel an.

Für ein schönes Lachen Kieferorthopädische Behandlung

Zahnärzte kümmern sich um gesunde Zähne und deren Erhalt. Kieferorthopäden sind für Fehlstellungen und -funktionen am Gebiss und im Kiefer zuständig.

Ist eine Behandlung notwendig

Bei Kindern und Jugendlichen steht die Vorbeugung im Vordergrund. Auch immer mehr Erwachsene lassen sich von diesen Spezialisten behandeln. Ist eine Behandlung durch einen Kieferorthopäden notwendig, unterstützt Sie Ihre mhplus. Den Aufwand stellt der Behandler mit 5 sogenannten kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) fest. Sie bezeichnen den Schweregrad einer Fehlstellung.

Schweregrad/Ausprägung

Indikationsgruppen (KIG)

SchweregradAusprägungÜbernahme der Kosten
1Leichte Zahnfehlstellung. Die Behandlung hat meist ästhetische Gründe.

Beispiel: Die Schneidezähne ragen bis zu einem Millimeter über die unteren Zahnkanten hinaus.
Nein
2Zahnfehlstellung mit geringer Ausprägung, die aus medizinischen Gründen notwendig sind.

Beispiel: Kreuzbiss, wenn die oberen und unteren Schneidezähne Kante auf Kante stehen.
Nein
3Ausgeprägte Zahnfehlstellung. Eine Behandlung ist notwendig.

Beispiel: Die Zähne stehen zu eng, benötigen also mehr Platz.
Ja, wenn der Beginn der Behandlung vor 18. Geburtstag liegt
4Stark ausgeprägte Zahnfehlstellung. Die Behandlung ist dringend notwendig.

Beispiel: Zähne sind nicht durchgebrochen oder sie stehen zu eng.
Ja, wenn der Beginn der Behandlung vor 18. Geburtstag liegt
5Extrem starke Zahnfehlstellung. Die Behand-lung ist unbedingt notwendig.

Beispiel: Entwicklungsstörungen im Kiefer.
Ja, wenn der Beginn der Behandlung vor 18. Geburtstag liegt
Lachende junge Frau. Sie hat beim lachen den Mund geöffnet und man sieht die Brackets auf ihren Zähnen.

Übernahme der Kosten Abhängig von der Behandlung

Welche Kosten auf Sie zu kommen, hängt vom Schweregrad und der gewählten Behandlung ab. Ihre mhplus unterstützt Sie daher in mehreren Schritten:

Während der Behandlung rechnet der Kieferorthopäde 80% der Kosten mit uns ab. Sind mehrere Kinder gleichzeitig in Behandlung, werden 90% abgerechnet. Den restlichen Betrag bezahlen Sie an Ihren Kieferorthopäden.

Das Ende der Behandlung bestätigt der Kieferorthopäde. Sie bekommen dann Ihren Eigenanteil von uns erstattet. Dazu brauchen wir Ihre Rechnungen im Original.

Eine Frau hält einen Apfel in der Hand. Sie steht in der Küche. Sie lacht.

Behandlung bei Erwachsenen In Ausnahmefällen

Ihre mhplus übernimmt die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen, wenn

  • schwere Kieferanomalien vorliegen oder
  • eine Operation am Kiefer notwendig ist.

Sie bekommen von Ihrem Kieferorthopäden einen Behandlungsplan. Bitte reichen Sie diesen vor Beginn der Behandlung bei uns ein. Ihr Kieferorthopäde berät Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

Damit die Behandlung beim Kieferorthopäden ein Erfolg für alle wird Unsere Tipps

Wie lange eine Behandlung durch einen Kieferorthopäden dauert ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Es gibt Erfahrungswerte:

Phase 1:
Die aktive Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange. Das dauert 1 bis 2 Jahre. Die Spange wird in dieser Zeit immer wieder nachgestellt. So lange bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.

Phase 2:
Die Retentionsphase mit einer losen Zahnspange. Diese dauert mindestens 1 Jahr. So wird das Ergebnis der festsitzenden Zahnspange stabilisiert.

Eine Behandlung beim Kieferorthopäden gelingt nur, wenn einige „Spielregeln“ eingehalten werden. Hier unsere Tipps:

  • Halten Sie Termine zur Kontrolle ein. Sie und Ihr Kieferorthopäde sehen dann, wo Sie stehen und wie weit es noch zum Ziel ist.
  • Tragen Sie regelmäßig die Zahnspangen und sonstigen Behandlungshilfen, zum Beispiel Gummizüge.
  • Achten Sie auf Ihre Mundhygiene, das bedeutet auch
  • nach jeder Mahlzeit Zähne putzen und verwenden Sie Zahnseide.

Bei festsitzenden Zahnspangen werden sogenannte Brackets auf die Zähne aufgeklebt. Es empfiehlt sich die Zähne vorher mit einem Schutzlack überziehen zu lassen, die sogenannte Glattflächenversiegelung. Ihr Kieferorthopäde berät Sie gerne.

Ihr Plus:
Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren übernimmt Ihre mhplus dafür bis zu 60,00 Euro pro Jahr.

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