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Eine Familie ist im Park und sitzt unter einem Baum.

Förderprojekte des Gesundheitswesen Innovationsfondsprojekte

Innovationsfondsprojekte des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) sind Förderprojekte im deutschen Gesundheitswesen, die innovative Versorgungsformen und Versorgungsforschung erproben.

Ziele der Projekte

Die Versorgung gesetzlich Versicherter zu verbessern und neue, evidenzbasierte Ansätze in die Regelversorgung zu überführen. 

Über Ihre mhplus können Sie an folgenden Innovationsfondsprojekten (sofern die Voraussetzungen erfüllt sind) teilnehmen

FIAT familienbasierte Therapie

FIAT - Familien-basierte telemedizinische vs. Institutionelle Anorexia nervosa Therapie. Die familienbasierte Therapie (FBT) ist ein intensives, ambulantes Behandlungsangebot für Kinder und Jugendliche mit Anorexia nervosa.

Im Mittelpunkt steht die Familie: Eltern werden von speziell geschulten Therapeutinnen und Therapeuten eng begleitet und aktiv in die Behandlung eingebunden.FIAT - Familien-basierte telemedizinische vs. Institutionelle Anorexia nervosa Therapie

Wie funktioniert FBT

Die Therapie verläuft in drei aufeinander abgestimmten Phasen:

  1. Stärkung der Eltern
    Zu Beginn übernehmen die Eltern eine zentrale Rolle im Essensaufbau und in der Stabilisierung ihres Kindes. Sie werden gezielt unterstützt, Sicherheit zu gewinnen und Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist es, die Versorgung spürbar zu verbessern und dem Kind Halt zu geben.
  2. Schrittweise Rückgabe der Verantwortung
    Sobald sich der Gesundheitszustand stabilisiert, wird die Verantwortung für das Essen altersgerecht wieder an die Kinder und Jugendlichen übertragen. So wird Selbstständigkeit behutsam gefördert.
  3. Fokus auf gesunde Entwicklung
    In der letzten Phase steht die altersgemäße Entwicklung im Vordergrund – mit dem Ziel, dass junge Menschen ihren Weg selbstbewusst und gesund weitergehen können.

Im Rahmen der FIAT-Studie wird die familienbasierte Therapie erstmals in Deutschland systematisch mit der stationären Standardbehandlung verglichen.

An 23 Studienzentren bundesweit werden 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren telemedizinisch mit FBT begleitet. Ihr Krankheitsverlauf wird über zwölf Monate mit dem von weiteren 100 jungen Patientinnen und Patienten verglichen, die stationär behandelt werden.

Die Teilnahme erfolgt nach dem Zufallsprinzip: Die jungen Menschen werden entweder der ambulanten FBT oder der stationären Behandlung zugeteilt. Beide Therapieformen sind wissenschaftlich als wirksam belegt – in dieser Studie werden sie erstmals direkt miteinander verglichen.

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