Frau trägt eine FFP2 Maske und ist in der Stadt unterwegs.

Impfkampagne Corona-Schutzimpfung

Seit Ende 2020 wird in Deutschland zum Schutz vor COVID-19 geimpft. Die gemeinsame Impfkampagne von Bund und Ländern hat seit Beginn des zweiten Quartals 2021 deutlich an Fahrt gewonnen. Die bisher priorisierte Impfung älterer und vorerkrankter Personen führte zu einer deutlichen Reduzierung schwerer Krankheitsverläufe. Darüber hinaus sinkt die Zahl der Neuinfektionen in allen Bundesländern deutlich.

Aufhebung der Priorisierung

Alle Länder haben mittlerweile die Priorisierungsgruppe 3 („Schutzimpfungen mit erhöhter Priorität“ nach § 4 der CoronaImpfV) geöffnet und impfen jeden Tag auch Berechtigte dieser Gruppe.

Infolge dieser positiven Entwicklung hat der Gesetzgeber den Beschluss gefasst ab dem 07. Juni die derzeit gültige Impfpriorisierung aufzuheben. Die Aufhebung gilt in allen Arztpraxen, Impfzentren und bei Betriebsärzten.
Bereits vereinbarte Impftermine für Erst- und Zweitimpfungen, im Rahmen der bisherigen Priorisierung, bleiben weiterhin bestehen.

Impfanspruch

Mit der Anpassung der neuen Impfverordnung wird die Priorisierung bundesweit aufgehoben.

Somit haben alle Personen

  • unabhängig von Alter,
  • Gesundheitszustand und
  • beruflicher Tätigkeit

Anspruch auf eine Schutzimpfung.

    Wann ist ein Impfung möglich

    Die Priorisierung wurde zum 07.06.2021 bundesweit aufgehoben. Trotz der aufgehobenen Priorisierung obliegt es den Ärzten, je nach Bedarf vorrangig ungeimpfte Personen aus den bisherigen Risikogruppen zu impfen. Eine Übersicht der Impfgruppen finden Sie auf der Seite der Ständigen Impfkommission.

    Sofern die Impfstoffe von der STIKO für bestimmte Personengruppen empfohlen werden, werden diese Personengruppen vorrangig mit diesem Impfstoff versorgt. Aufgrund der erwarteten Liefermenge für Impfstoffe wird allen Impfwilligen voraussichtlich bis zum Ende des Sommers eine Impfung ermöglicht werden.

      Impfung und Impfberatung

      Die Impfung und Impfberatung wird entweder

      • in Impfzentren bzw. von mobilen Impfteams,
      • in Hausarztpraxen oder
      • bei Betriebsärzten durchgeführt.

      Wichtig für Sie: Die Terminvergabe regeln Praxen eigenständig. Hausärzte wenden sich in der Regel aktiv an ihre Patienten. Aktuelle Informationen zu den Impfzentren und deren Organisation sind auf den Webseiten der jeweiligen Bundesländer zu finden.Termine können auch über die bundeseinheitliche Telefonnummer 116 117 vereinbart werden.

       

        Gut zu wissen Rund um die Impfung

        Die Impfung ist kostenfrei.

        Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Dazu zählen auch Impfungen der Arztpraxen. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

        ImpfstoffImpfabstand
        Comirnaty (BioNTech/Pfizer)3-6 Wochen
        Spikevax (Moderna)4-6 Wochen
        Vaxzevria (AstraZeneca)9-12 Wochen
        Heterologes Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff)ab 4 Wochen

        Sollte der empfohlene maximale Abstand zwischen der 1. Und 2. Impfdosis überschritten worden sein, kann die Impfserie dennoch fortgesetzt werden und muss nicht neu begonnen werden.

        Hinweise zu Vaxzevria, AstraZeneca
        Die STIKO hat seit dem 8. Juli 2021 ihre Empfehlung zu AstraZeneca aktualisiert:

        • Für Personen zwischen 18 und 59 empfehlt die STIKO die Impfung gegen COVID-19 mit einer der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe. Zu den mRNA-Impfstoffen zählen Moderna oder BioNTech.
        • Personen unter 60 Jahren, die bereits 1. Impfstoffdosis von Astra Zeneca erhalten haben, sollen mit einem mRNA-Impfstoff anstelle der 2. AstraZeneca Impfstoffdosis ab 4 Wochen nach der Erstimpfung geimpft werden.
        • Die STIKO ändert ihre bisherige Empfehlung einer zweimaligen (d.h. homologen) Vaxzevria-Impfung bei über 60-Jährigen und empfiehlt nun auch über 60-Jährige ein heterologes Impfschema (d. h. 1. Impfung mit Vaxzevria gefolgt von einem mRNA-Impfstoff).

        Ausführlichen Informationen zur Impfung erhalten Sie auf der Seite des Bundesministerium für Gesundheit und Robert Koch-Institut.

        Ja. Personen, die bereits mit SARS-CoV-2 infiziert waren, sollen sich impfen lassen. Zu welchem Zeitpunkt und mit welchem Impfschema geimpft werden soll, ist von dem Nachweis der Infektion abhängig.

        1. Personen, die eine PCR-gesicherte symptomatische SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollten in der Regel 6 Monate nach Genesung bzw. Diagnosestellung eine COVID-19-Impfstoffdosis erhalten.
        2. Personen die bereits einmalig eine COVID-19-Impfung erhalten haben und bei denen danach eine PCR-gesicherte SARS-CoV-2-Infektion auftritt, sollten ebenfalls erst nach 6 Monaten eine weitere COVID-19-Impfstoffdosis erhalten.
        3. Die Gabe der einmaligen Impfstoffdosis ist bereits ab 4 Wochen nach dem Ende der COVID-19-Symptome möglich, wenn z.B. eine Exposition gegenüber künftig auftretenden Virusvarianten gegeben ist, gegen die eine durchgemachte SARS-CoV-2- Infektion keinen ausreichenden Schutz mehr vermittelt (immune escape-Varianten).
        4. Nach gesicherter asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion kann die Impfung bereits ab 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.

        Nein. Aufgrund der Impfstoffknappheit ist es derzeit nicht möglich zwischen den Impfstoffen wählen zu können.

        Der volle Impfschutz nach einer COVID-19 Impfung entfaltet sich nicht direkt nach der Impfung. Erst nach 7 bis 15 Tagen nach der vollständigen Immunisierung greift die entsprechende Wirksamkeit. In dieser Zeit besteht, trotz Impfung, ein entsprechendes Infektionsrisiko.

        Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einer Impfung zu infizieren schätzen Wissenschaftler nach derzeitigem Stand als gering ein.

         

        Nein. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

        Das wichtigste im Überblick Impfungen bei Kindern und Jugendlichen

        Die Empfehlung bezieht sich auf Kinder und Jugendliche mit folgenden Erkrankungen:

        • Adipositas (> 97. Perzentile des Body Mass Index (BMI))
        • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression
        • angeborene zyanotische Herzfehler (O2-Ruhesättigung <80%)
        • schwere Herzinsuffizienz
        • schwere pulmonale Hypertonie
        • chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion
        • chronische Niereninsuffizienz
        • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
        • maligne Tumorerkrankungen
        • Trisomie 21
        • syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
        • Diabetes mellitus (bei nicht gut eingestellten Diabetes mellitus mit HbA1c-Werten >9,0%)

        Die STIKO stuft chronische Lungenerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, als besondere Indikation für eine COVID-19-Impfung ein.

        Die Impfung wird ebenfalls für Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren empfohlen, wenn in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden,

        • die selbst nicht geimpft werden können oder
        • bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z. B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie).

        Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12–17 Jahren ohne Erkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen. Eine Impfung ist jedoch nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten möglich.

        Eine Frau wird von einer Ärztin geimpft, beide tragen eine Schutzmaske.

        Aktueller Stand der Corona-Impfungen

        Zum aktuellen Stand der Corona-Impfungen können Sie sich auch auf den folgenden Internetseiten informieren:

        Internetseite der Bundesregierung

        Corona-Info des Bundesgesundheitsministeriums

        Internetseite des Robert Koch Instituts

        Der Patientenservice 116 117

        Weitere Informationen

        Rund um Corona gibt es viele Informationen. Wir haben für Sie übersichtlich und ausführlich alles zusammen gestellt.

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