Methoden der Familienplanung

Damit sich der Kindersegen einstellt Methoden der Familienplanung

Paare die sich für ein Kind entscheiden, möchten das Kleine so bald als möglich in den Armen wiegen. Doch oft vergehen Monate oder sogar Jahre, bis sich ein Kinderwunsch erfüllt. Denn eine Frau kann nur wenige Tage im Monat schwanger werden: vor, während und kurz nach dem Eisprung.

Damit sich der Kinderwunsch einstellt

Die Zeichen erkennen, damit sich der Kinderwunsch rasch einstellt. Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie Ihre fruchtbaren Tage kennen. Um diese zu bestimmen, gibt es verschiedene Methoden:

Fruchtbare und unfruchtbare Tage kennen Schwanger werden

Die Kalendermethode ist die einfachste, aber auch ungenaueste Art, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Da der Eisprung ziemlich genau 14 Tage vor dem Einsetzen der nächsten Blutung stattfindet, lässt er sich durch mehrmonatige Beobachtung des Zyklus ungefähr errechnen. Die Methode ist eher für Frauen mit einem sehr regelmäßigen Zyklus empfehlenswert und auch da gibt es viele Faktoren, die den Zyklus beeinflussen und für eine Ungenauigkeit sorgen.

Die Körpertemperatur steigt nach dem Eisprung um etwa 0,5 Grad. Sie sinkt erst wieder mit dem Beginn der nächsten Blutung. Bei dieser Methode messen Sie jeden Morgen vor dem Aufstehen Ihre Körpertemperatur an der gleichen Stelle. Notieren Sie sich täglich den jeweiligen Wert. Vermerken Sie auch, wenn Sie Stress haben oder krank sind. Denn auch das kann sich auf die Körpertemperatur auswirken. Nach einigen Monaten können Sie so recht gut erkennen, wann der Eisprung stattfindet.

Der von den Drüsen des Gebärmutterhalses produzierte Zervixschleim verändert während eines Zyklus seine Konsistenz. Zu Beginn und am Ende des Zyklus ist er trüb und zähflüssig und hat eine weißlich-gelbe Farbe. Während des Eisprungs wird er klarer, flüssiger und "spinnbarer". Die Methoden der Temperaturmessung und der Beobachtung des Zervixschleims können kombiniert werden. Auf diese Weise kann der Eisprung mit größerer Wahrscheinlichkeit ermittelt werden. Die Kombination wird Symptothermale-Methode genannt.

Auf natürliche Weise schwanger werden. Jede Frau hat ihren eigenen Zyklus. Genauso individuell sind die fruchtbaren Tage. Die OvulaRing-Methode ist eine natürliche Art diese Zeitfenster festzustellen. Eine Hilfe, ganz ohne Hormone schwanger zu werden. Diese Methode zeigt Ihnen genau, wann es klappen kann. Damit Sie Ihrem Wunschkind einen Schritt näher kommen.

Was ist ein OvulaRing und wie wird er angewendet?
Der OvulaRing ist ein 5 Zentimeter großer biegsamer Ring. Er kontrolliert Ihren Zyklus. Ein vaginaler Biosensor zeichnet dabei rund um die Uhr Ihre Körpertemperatur auf. 

Medizinische Algorithmen werten die Daten aus und erkennen die Tage, an denen Sie fruchtbar sind. Der Ring analysiert, ob Sie einen Einsprung haben oder es Anzeichen für hormonelle Zyklusstörungen gibt. Außerdem erfahren Sie tagesaktuell wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Empfängnis ist. Und Sie erhalten eine Prognose für Ihren folgenden Zyklus.

Zu Beginn der Monatsblutung wird der OvulaRing entnommen, um die Daten auszuwerten. Die Daten des Sensors werden an eine Software übertragen. Diese erstellt Ihre Prognosen.

Wie bekomme ich einen OvulaRing?
Ihr mhplus übernimmt die Kosten wenn 

  • Frauen zwischen 25 und 39 Jahren alt sind. 
  • Wenn Sie verheiratet sind und Ihr Ehepartner maximal 49 Jahre alt ist. 
  • Sie bisher noch keine künstliche Befruchtung hatten oder derzeit keine durchführen lassen. 
  • Sie seit mindestens 6 Monaten versuchen schwanger zu werden.

Ihr Eigenanteil liegt bei 99,00 Euro.

Ihr Frauenarzt berät Sie zu diesem Programm. Dort können Sie sich einschreiben.

Weitere Informationen zum OvulaRing.

Ein Hormoncomputer besteht aus Einmal-Teststäbchen und einem Handmonitor. Sie können mit dem Gerät Hormonveränderungen messen und so Ihre fruchtbaren Tage ermitteln. Dazu müssen Sie an bestimmten Tagen im Monat Teststreifen in den Urin halten und diese mit dem Computer auswerten, der Ihnen dann "grünes Licht" gibt.

Der Gynäkologe beobachtet an verschiedenen Tagen im Zyklus die Reifung der Follikel. Hierzu misst er mittels Ultraschallgerät die Größe der Eibläschen. Zusätzlich kann eine Hormonbestimmung im Blut durchgeführt werden. Mit Hilfe dieser Faktoren lässt sich der Follikelreifegrad und der optimale Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr genauer eingrenzen.

Es kann vorkommen, dass trotz normalen Hormonhaushalts keine normale Eizellenreifung stattfindet. Hier kann eine hormonelle Stimulation helfen. Es werden Medikamente in Form von Tabletten oder Spritzen verabreicht. Die Eireifung kontrolliert der Arzt mit Hilfe von Ultraschall und Blutuntersuchungen. Spricht die Therapie an, wird mittels eines weiteren Medikamentes zum richtigen Zeitpunkt der Eisprung ausgelöst. Der Arzt gibt eine Empfehlung über den optimalen Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung am höchsten ist.

Es kann vorkommen, dass trotz normalen Hormonhaushalts keine normale Eizellenreifung stattfindet. Hier kann eine hormonelle Stimulation helfen. Es werden Medikamente in Form von Tabletten oder Spritzen verabreicht. Die Eireifung kontrolliert der Arzt mit Hilfe von Ultraschall und Blutuntersuchungen. Spricht die Therapie an, wird mittels eines weiteren Medikamentes zum richtigen Zeitpunkt der Eisprung ausgelöst. Der Arzt gibt eine Empfehlung über den optimalen Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung am höchsten ist.

Mein Wunschkind: Beste Vorbereitung

Ihre Gesundheit spielt bei der Familienplanung eine sehr wichtige Rolle, denn Ihr Körper wird für neun Monate Umwelt- und Schutzraum des Babys sein. Ihre Lebensgewohnheiten, Ihre Ernährung sowie Ihre seelische und körperliche Gesundheit wirken sich auf  eine gesunde und ungestörte Entwicklung des Babys aus. Nehmen Sie also die geplante Schwangerschaft zum Anlass, ganz bewusst auf Ihren Körper, Ihre Gedanken und Ihre Gefühle zu achten.

Ein Elternpaar liegt zugedeckt mit dem Baby im Bett.

Dann klappt es Was Sie sonst noch bedenken sollten

Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt über Ihren Kinderwunsch. Viele Hinweise auf Risiken in der Schwangerschaft oder eine eventuell bestehende Unfruchtbarkeit können oft schon vorab erkannt und behandelt werden. Nachfragen sollten Sie zum Beispiel bei Unregelmäßigkeiten im Monatszyklus oder starken Regelschmerzen. Empfehlenswert ist vorab auch eine Krebsvorsorgeuntersuchung. Bei einem auffälligen Befund im Abstrich wird Ihnen wahrscheinlich geraten, den Kinderwunsch noch etwas aufzuschieben, bis die Zellen am Muttermund wieder gesund sind.

Überprüfen Sie bevor Sie eine Schwangerschaft planen Ihren Impfpass auf das Vorliegen des vollständigen Impfschutzes gegen:

  • Röteln
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • Influenza (Grippe)

Ein Schutz gegen Röteln ist besonders wichtig, denn eine Rötelnerkrankung während der Schwangerschaft kann schwere gesundheitliche Folgen für das Baby haben. Eine Impfung zum Schutz vor Influenza wird ebenfalls empfohlen, da eine echte Grippe mit hohem Fieber unter Umständen eine Fehlgeburt auslösen kann. So ist auch das Baby vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt. 

Durch eine Blutuntersuchung kann man zudem feststellen, ob bei Ihnen ausreichend Antikörper gegen weitere Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Toxoplasmose, Hepatitis B oder AIDS vorhanden sind.

Liegen bei Ihnen chronische Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Epilepsie oder Asthma vor? Dann sprechen Sie bereits vor einer Schwangerschaft mit Ihrem Frauenarzt, um die medikamentöse Behandlung dieser Erkrankungen schon im Vorhinein bei Bedarf anpassen zu können.

Eine humangenetische Beratung bezüglich gefährlicher Medikamente kann generell sinnvoll sein. Auf Arzneimittel, die nicht ärztlich angeordnet sind, sollten Sie jetzt am besten ganz verzichten oder die Einnahme beim Gespräch in der Praxis besprechen.

Wenn Sie sich ein Kind wünschen, sollten Sie möglichst schnell aufhören zu rauchen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Rauchen die Fruchtbarkeit von Mann und Frau negativ beeinträchtigt.

Erst ein Jahr nach der letzten Zigarette ist die eigentliche Fruchtbarkeit wieder hergestellt. Männer, die rauchen produzieren im Vergleich zu Nichtrauchern nicht nur zahlenmäßig weniger Spermien, sondern dazu auch noch weniger bewegliche. Raucherinnen werden seltener und nicht so schnell schwanger und kommen früher in die Menopause.

Auf Genussmittel, wie Alkohol und Zigaretten sollten Sie daher schon verzichten, wenn Sie eine Schwangerschaft planen.

Noch wichtiger ist aber der Verzicht auf die Zigarette während der Schwangerschaft, denn Rauchen schadet dem ungeborenen Kind: Es entwickelt sich schlechter, das Wachstum verzögert sich. Außerdem erhöht Rauchen das Risiko einer Frühgeburt. Auch Alkohol schadet dem ungeborenen Kind.

Frauen, die Sport treiben, werden leichter schwanger, haben meist eine komplikationslosere Schwangerschaft und leichtere Geburt. Bewegung schafft Zufriedenheit, und das wirkt sich positiv auf den Hormonhaushalt aus.

Sind Muskeln und Kreislauf an Anstrengungen gewöhnt, trägt sich der Bauch während der Schwangerschaft viel leichter und Sie haben weniger typische Schwangerschaftsbeschwerden.

Bereiten Sie sich deshalb vor: Mit Bewegung an der frischen Luft, Schwimmen, Radfahren, Wandern und Gymnastik trainieren Sie Ihre Muskeln und Blutgefäße. Der Kreislauf wird stabiler und Sie tanken Kraft für neun spannende Monate.

Aber übertreiben Sie es nicht! Körperlicher Dauerstress kann der Auslöser für einen  unterdrückten Eisprung und eine verminderte Fruchtbarkeit sein. Auch Männer, die übermäßig viel trainieren, müssen mit einer verminderten Fruchtbarkeit rechnen.

Übrigens: Extremsportarten wie zum Beispiel Tauchen oder Gleitschirmfliegen wirken sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus.

Lassen Sie Ihre Zähne bereits in der Planungsphase der Schwangerschaft kontrollieren und die notwendigen Behandlungen durchführen.

Vor allem größere Eingriffe sollten vor einer Schwangerschaft stattfinden. Röntgenuntersuchungen und Betäubungsspritzen sind in der Schwangerschaft zwar nicht verboten, sollten jedoch nur in Notfällen durchgeführt werden.

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz regelmäßig gesundheitsschädigenden Stoffen, wie Lösungsmitteln, Pestiziden, giftigen Gasen, Dämpfen oder Strahlen ausgesetzt sind, kann das Ihre Gesundheit, Ihre Fruchtbarkeit und bei Vorliegen einer Schwangerschaft auch die Gesundheit Ihres Babys gefährden.

Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob Sie nicht schon frühzeitig  zu einer ungefährlicheren Beschäftigung wechseln können. Wenn Sie erst einmal schwanger sind, sind Tätigkeiten mit solchen Stoffen nach dem Mutterschutzgesetz ohnehin nicht mehr erlaubt.

Weitere Infos rund um das Thema Familienplanung & Kinderwunsch

Rund um die Familienplanung haben wir alle wichtigen Informationen für Sie zusammen gestellt:

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