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Eltern laufen mit ihrem Kind über eine Wiese. Die Sonne strahlt im Gegenlicht. Bewegung ist gut für die kindliche Entwicklung.

Die Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung Warum brauchen Kinder Bewegung?

Die ersten Schritte machen, die Rutsche hinuntersausen, mit Freunden toben – Bewegung ist für Kinder so selbstverständlich wie das Atmen. Erfahren Sie, warum Bewegung für die kindliche Bewegung so wichtig ist und wie Eltern den natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder unterstützen können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bewegung spielt eine wichtige Rolle für die ganzheitliche Entwicklung von Kindern.
  • Sie fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige und sozial-emotionale Entwicklung.
  • Die motorische Entwicklung eines Kindes verläuft in verschiedenen Phasen und baut aufeinander auf.
  • Häufiges Stolpern, ein eingeschränktes Bewegungsrepertoire oder die Vermeidung von Bewegung können mögliche Hinweise auf einen Bewegungsmangel sein.

 

Warum sit Bewegung wichtig für eine gesunde Entwicklung?

Die Bedeutung von täglicher Bewegung geht weit über den Spaßfaktor hinaus: Sie prägt die Heranwachsenden in körperlicher, geistiger und sozialer Hinsicht. 

Kinder lernen und entwickeln sich besonders in den ersten Jahren, indem sie durch ihre Bewegungen und die dabei wahrgenommenen Sinneseindrücke neue Erfahrungen sammeln. Je mehr Kinder spielen, krabbeln, laufen und sonstige Erfahrungen sammeln, desto besser entwickelt sich ihr Gefühl für den eigenen Körper und damit später auch ihre Grob- sowie Feinmotorik. Beispielsweise wird durch Greifen, Werfen oder Fangen die Hand-Augen-Koordination gefördert. Die dabei gewonnenen Fähigkeiten unterstützen später Lernprozesse, die für das Schreiben und Lesen von Bedeutung sind.

Körperliche Vorteile: Ein starker Körper fürs Leben

Regelmäßige Bewegung entwickelt und stärkt nicht nur Muskeln und Knochen, sondern fördert auch die Entwicklung eines starken Immunsystems. Körperliche Aktivität hilft dabei:

  • Eine gesunde Haltung zu entwickeln,
  • Übergewicht vorzubeugen,
  • die Koordination zu verbessern und 
  • die Ausdauer zu steigern.

Geistige Entwicklung: Bewegung macht schlau

Überraschend für viele Eltern: Bewegungserfahrungen fördern nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, sondern sind auch ein Turbo für die Gehirnentwicklung. Bewegung fördert:

  • Die Konzentrationsfähigkeit,
  • neue Nervenverbindungen im Gehirn und
  • die Lernfähigkeit.

Tipp: Regelmäßige, altersgerechte Bewegung ohne Leistungsdruck unterstützt den Lernprozess am effektivsten.

Sozial-emotionale Kompetenzen: Gemeinsam wachsen

Bewegungsspiele mit Gleichaltrigen ermöglichen es Kindern, wichtige soziale Fähigkeiten zu erlernen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Teamarbeit und Fairness,
  • Umgang mit Erfolg und Misserfolg,
  • Selbstbewusstsein und emotionale Stabilität,
  • Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme.

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Welche Phasen der motorischen Entwicklung im Kindesalter gibt es?

Vom ersten Strampeln bis zum komplexen Bewegungsablauf – die motorische Entwicklung von Kindern verläuft in verschiedenen Phasen. Kinder durchlaufen dabei bestimmte Entwicklungsschritte. Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen.

Die ersten Lebensjahre sind geprägt von motorischen Meilensteinen: Vom ersten Greifen über das Krabbeln bis hin zu komplexen Bewegungsabläufen im Schulalter. 

0-3 Jahre

  • Erste Bewegungsversuche durch Krabbeln und Laufen
  • Greifen und erste Wurfversuche
  • Entdecken verschiedener Bewegungsmöglichkeiten

Krabbelparcours mit verschiedenen Untergründen

  • fördern die grundlegende Motorik, den Tastsinn und die Körperwahrnehmung und
  • unterstützen die Entwicklung der Muskulatur, räumliche Orientierung und erste Bewegungserfahrungen.

Im Kindergarten (3-6 Jahre)

  • Komplexere Bewegungsabläufe
  • Balancieren und präziseres Werfen
  • Rhythmische Bewegungen beim Tanzen

Rhythmische Bewegungsspiele mit Musik und Tanz wie Stopptanz

  • förderen die Koordination, das Rhythmusgefühl und die soziale Interaktion und
  • unterstützen den Gleichgewichtssinn und die Gruppendynamik.

Schulalter (6-12 Jahre)

  • Verfeinerung der Koordination
  • Entwicklung sportartspezifischer Fähigkeiten
  • Ausbau von Ausdauer und Kraft

Komplexe Bewegungsspiele wie Fangen

  • fördern die Ausdauer, das strategische Denken und die Teamfähigkeit und
  • unterstützen die Konzentrationsfähigkeit, soziale Kompetenzen sowie die Handlungsplanung.
Ein Kleinkind macht seine ersten Schritte in einer Küche. Die Eltern feuern das Kind an.

Wie kann man den Bewegungsdrang von Kindern unterstützen?

Bewegung ist ein natürliches Grundbedürfnis von Kindern. Erfahren Sie, mit welchen einfachen Maßnahmen und Aktivitäten Sie den Bewegungsdrang Ihres Kindes im Alltag optimal fördern und begleiten können.

Praktische Tipps für den Alltag

1. Bewegungsfreiheit ermöglichen

Fördern Sie den natürlichen Bewegungsdrang Ihres Kindes, indem Sie Sitzzeiten reduzieren und ihm Raum und Zeit geben, sich frei zu bewegen.

2. Ermutigen und loben

Unterstützen Sie Ihr Kind, neue Bewegungen auszuprobieren, und bestärken Sie es durch Lob und positive Rückmeldung.

3. Gemeinsame Bewegungsfreude

Spielen Sie aktiv mit Ihrem Kind, z. B. bei Fang- oder Laufspielen. Teilen Sie die Freude an Bewegung bei Aktivitäten wie Schwimmen, Ausflügen oder Toben.

4. Bewegung im Alltag einbauen

Lassen Sie Ihr Kind im Garten oder Haushalt mithelfen, wenn es Spaß daran hat. Kinder lieben es zu balancieren oder zu hüpfen. Für diese Aktivitäten nutzen sie Randsteine oder Muster auf dem Gehweg. Geben Sie ihm, wenn immer mögliche Gelegenheit für solche Aktivitäten. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei die Umgebung spielerisch zu erkunden.

5. Bewegungslandschaften schaffen

Gestalten Sie drinnen und draußen anregende Bewegungsumgebungen, z. B. mit Hüpfbällen, Kletterseilen, Matratzen oder improvisierten Materialien wie Decken und Kisten.

6. Regelmäßiger Kontakt mit anderen Kindern

Ermutigen Sie Ihr Kind, mit anderen Kindern zu spielen und sich zu bewegen, sei es auf dem Spielplatz, in Spielgruppen oder in der Nachbarschaft.

Wann sollte man aufmerksam werden?

Nicht jedes Kind entwickelt sich gleich schnell und das ist auch völlig normal. Einige Anzeichen sollte man jedoch im Blick behalten und mit dem Kinderarzt besprchen.

So kann sich Bewegungsmangel äußern:

  • Häufiges Stolpern oder Ungeschicklichkeit
  • Vermeidung von körperlichen Aktivitäten
  • Übergewicht
  • Auffällige Entwicklungsverzögerungen
  • Keine oder nur sehr wenig Vielfalt bzw. Variabilität der Bewegungen

FAQ

Stress kann bestimmte Hautreaktionen verstärken oder auslösen. Fieber ist durch Stress allein jedoch nicht typisch. Bei gleichzeitigem Fieber sollte daher auch nach anderen möglichen Ursachen gesucht werden.

Für die Diagnose sind unter anderem das Aussehen des Ausschlags, die Höhe und Dauer des Fiebers sowie weitere Symptome entscheidend. Je nach Verdacht können eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen oder weitere diagnostische Verfahren notwendig sein.

Das hängt von der Ursache ab. Viele Infektionen, die mit Fieber und Hautausschlag einhergehen, können ansteckend sein. Bis die Ursache geklärt ist, sollte insbesondere bei Verdacht auf eine Infektionskrankheit enger Kontakt zu anderen Personen möglichst vermieden werden.

Autorin: Romina Sottile (suxeedo Redaktion)

Expertenunterstützung: Sarah Blakowski, Physiotherapeutin

www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/545753/wie-bewegung-die-entwicklung-das-lernen-und-die-bildung-von-kindern-beeinflusst/. Zugriff am 15.11.2024.

Hunger, Ina (2022): Bewegung im Kontext frühkindlicher Bildung und Gesundheitsförderung. Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte, WiFF Expertisen, Band 54. München. Zugriff am 15.11.2024. 

www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/alltagstipps/entwicklungsschritte/bewegungsfreude-unterstuetzen/. Zugriff am 21.11.2024.

www.kinderaerzte-im-netz.de/altersgruppen/kleinkinder/entwicklung-erziehung/kinder-brauchen-bewegung/. Zugriff am 21.11.2024. 

 

Haftungsausschluss
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
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