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Eine Frau steht auf einer Waage und wiegt sich.
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Mit diesen Tipps geht’s Abnehmen ohne Verzicht?

Viele Diäten zum Abnehmen setzen auf strenge Regeln und Verzicht. Das ist auf Dauer schwer durchzuhalten. Mehr Erfolg verspricht eine allmähliche Umstellung der Ernährung, die zu den Bedürfnissen und Vorlieben passt.

Ganz ohne Verzicht wird es nicht gehen. Wir haben aber 10 Tipps, mit denen man die Ernährung in Richtung lecker und gesund, macht satt statt dick umstellen kann. Am besten startet man mit den „niedrig hängenden Früchten“. Das sind diejenigen Tipps, die am einfachsten erscheinen. Nach und nach können weitere Anregungen in den Alltag integriert werden.

10 Tipps für den Alltag

Tipp 1: Weniger Zucker

Süßes nur bewusst und in Maßen genießen: Ein Stück Schokolade nach dem Mittagessen, einen Kuchen zum Sonntagskaffee? Wer Hunger hat, greift besser zu einem belegten Brot oder einer Handvoll Nüsse. Ganz einfach lässt sich Zucker in Fertigprodukten wie Müsli oder Joghurt einsparen. Einfach die Zutatenliste oder den Nutriscore checken.

Auf einem Tisch steht ein Kuchen. Ein Stück ist aufgeschnitten.

Tipp 2: Mehr Wasser

Oft verwechseln wir Durst mit Appetit und greifen zu einem Snack statt einem Getränk. Mehr Wasser trinken hilft. Das erfrischt und enthält Null Kalorien. Manchen Menschen ist pures Wasser zu langweilig, peppen Sie es mit frischen Kräutern, Scheiben von Gurken, Zitrone oder ein paar Beeren auf.

Auf einem Tisch steht ein Glas Wasser. Es wird eingeschenkt.

Tipp 3: Mehr gesunde Fette

Fett ist nicht nur energiereich, sondern Geschmacksträger und macht länger satt. Pflanzliche Fette, zum Beispiel Raps- oder Olivenöl sind gute Alternativen. Probiere Veggie-Aufstriche auf Basis von Sonnenblumenkernen, Nüssen und Hülsenfrüchten. Gesunde Alternativen zu Fertigprodukten mit versteckten Fetten können ungesalzene Nüsse, Gemüsesticks plus Dip oder knusprige Vollkornbrötchen statt Chips oder Croissants sein.

Auf einem Tisch steht eine Auswahl an Lebensmittel, die gesunde Fette enthalten: Fisch, Eier, Olivenöl, Nüsse, Kern und Hülsenfrüchte.

Tipp 4: Weniger Alkohol

Alkohol enthält reichlich Kalorien, regt den Appetit an und hemmt den Fettabbau. Zeit für eine kleine Challenge: Zwei Wochen ohne Alkohol -  so lernt man, dass das Feierabendbier oder Glas Wein zum Essen pure Gewohnheiten sind und Alkohol bewusst und in Maßen zu genießen.

Einige junge Leute sitzen an einem Tisch. Sie stoßen gemeinsam an.

Tipp 5: Mehr Pflanzen

Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Getreide, Nüsse und Saaten gibt es in einer riesigen Vielfalt für jeden Geschmack. Am besten am saisonalen Angebot orientierten und neue Rezepte ausprobieren. So wird die pflanzenbetonte Küche nie langweilig. Sie liefert viele Nährstoffe und sättigt gut und lange.

Eine Auswahl an verschiedenem Gemüse.

Tipp 6: Weniger Fertigprodukte und Fast Food

Lasagne aus der Tiefkühltheke oder Pommes vom Imbiss sind praktisch und schmecken, sind aber leider gehaltvoll. Wer selber mit frischen Zutaten kocht, hat es in der Hand, wie viele Kalorien im Essen stecken. Das gilt genauso, für die Mittagspause oder für unterwegs.

Eine Frau hält einen Hamburger in der Hand. Sie isst Fast Food.

Tipp 7: Mehr Vollkorn

Nicht jeder mag dunkles Brot? In diesem Fall sind Vollkorntoast, -brötchen oder -brot aus fein gemahlenem Weizen eine gute Alternative. Die liefern reichlich Ballaststoffe, verhindern starke Schwankungen Ihres Blutzuckers und beugen so Heißhunger vor. Auch an den herzhaften Geschmack von Vollkornnudeln, Haferflocken oder anderem Getreide gewöhnen Sie sich schnell.

Auf einem Tisch stehen Brot, Korn und Mehl.

Tipp 8: Weniger Crash-Diäten

Crash-Diäten locken mit „Zwei Kilo in einer Woche“ oder ähnlichem. Siie führen zum JoJo-Effekt: Der Körper gewöhnt sich an weniger Energie und nach der Diät hat man ruckzuck alle Kilos oder sogar mehr wieder drauf. Als Faustregel für eine langfristige Gewichtsabnahme gelten ein bis zwei Kilo pro Monat.

Um ein Kilo Fett zu verlieren, muss man 7000 kcal einsparen. Das hört sich ganz schön viel an. Deshalb sollte man die Nahrungsaufnahme, nicht drastisch reduzieren, sondern einen längeren Zeitraum festlegen. Mit zum Beispiel 250-300 kcal weniger Energie pro Tag hungert man nicht und vermeiden Jojo-Effekte und Heißhungerattaken.

Auf einem Tisch steht ein weißer Teller. Darauf liegt Nahrungsergänzungsmittel in Form einer Pille Neben dem Teller liegt Besteck.

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Tipp 9: Mehr Bewegung

Um effektiv abzunehmen, sollte man den Energiebedarf erhöhen. Das gelingt mit jeder Art von Bewegung. Es gilt also runter vom Sofa und raus in den Wald, aufs Fahrrad oder zu Sport und Spaß in der Gruppe. Ideal sind 30 bis 60 Minuten pro Tag. Besondes empfehlenswert: Eine Kombination aus Ausdauersport mit Kraftsport. So baut man Muskeln auf, die bei jeder Bewegung Energie verbrauchen.

Muskeln verbrauchen zusätzlich 15 kcal pro Kilogramm Muskelmasse pro Tag. Das sind bei ca. 20 kg Muskelmasse 300 kcal pro Tag. Je mehr Kraftsport, desto mehr Muskeln. Also mehr Energieverbrauch. Je mehr Bewegung, desto mehr Muskeln müssen arbeiten, desto höher der Energieverbrauch.

Frauen machen gemeinsam Sport mit Dehnübungen eine Kursleiterin korrigiert eine Frau.

Tipp 10: Nicht allein

Manchen Menschen fällt es schwer, solche Tipps umzusetzen. Zu zweit geht’s leichter: Am besten man tut sich im Freundeskreis oder mit dem Partner zusammen. Zum gemeinsamen Kochen oder Sport. Feste Verabredungen lassen sich nicht so einfach. ußerdem macht es zusammen einfach mehr Spaß.

 

Zwei glückliche Frauen sind in einem Bistro. Die Frau im Vordergrund trinkt einen Latte Macchiato.

FAQ

Vermutlich nicht. Es gibt jedoch Kniffe und Tipps, die den Verzicht vereinfachen.

Hunger und Durst werden oft verwechselt. Wer also zwieschendurch mehr Wasser trinkt, isst ggf. weniger Snacks. 

Crash-Diäten wirken meist nur kurzfristig. Denn der Körper gewöhnt sich daran, weniger Energie zu benötigen. Nach der Diät geht es mit dem Gewicht daher ganz schnell wieder nach oben. 

Ernährungs-Expertin und Diplom-Oecotrophologin Gabriela Freitag-Ziegler

Deutsche Adipositas Gesellschaft (o.D.). Liste von Selbsthilfegruppen-Verbänden. DAG.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (o.D.). Diäten und Fasten. DGE.

Groeneveld, M. & Dittrich, K. (2017). Gewicht im Griff. (2. Aufl.). Verbraucherzentrale NRW.

Groeneveld, M. (2019).  Einfach besser essen. (2. Aufl.). Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

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