Primärversorgungssystem Bessere Orientierung und kürzere Wartezeiten für Patienten
Die mhplus befürwortet die Einführung einer digital gestützten Primärversorgung. Sie macht die ambulante Behandlung für Patienten und medizinisches Personal effizienter, transparenter und gerechter
Viele Patientinnen und Patienten finden die Strukturen und Abläufe im deutschen Gesundheitswesen kompliziert. Oft wissen sie nicht, wer für ihre Symptome zuständig ist oder wo und wann sie passend behandelt werden: Gehen meine Beschwerden von alleine weg? Muss ich zum Hausarzt, Fachärztin oder ist es ein Notfall? Ohne eine Orientierungshilfe gehen einige in die Notfallaufnahmen, wo sie meist lange warten müssen. Auch die Wartezeiten für Termine beim Facharzt empfinden viel Patientinnen und Patienten als zu lang (laut repräsentativer Versichertenbefragung des GKV-Spitzenverbands im Jahr 2025).
Die Folge: Die Notaufnahmen und Praxen sind überfüllt, die Patientinnen und Patienten sind unzufrieden und das medizinische Personal überlastet.
Die mhplus meint: Patientinnen und Patienten brauchen eine klare Orientierung im Gesundheitssystem – und keine unkoordinierten Wege, bis sie die passende Behandlung erhalten.
Ein Primärversorgungssystem mit zentralen Anlaufstellen wäre dafür ein wichtiger Schritt: Patientinnen und Patienten haben dann klare Behandlungswege und bekommen schneller und effizienter die passende Hilfe.
Deshalb befürwortet die mhplus, dass die Bundesregierung ein Primärversorgungssystem einführen möchte.
Zentrale Anlaufstellen, die Patienten Orientierung geben
„Ein Primärversorgungssystem mit zentralen Anlaufstellen kann Patientinnen und Patienten endlich die Orientierung geben, die sie oft vermissen:
Mehr Transparenz, kürzere Wartezeiten auf Termine und gute Koordination – so wird die ambulante Versorgung für alle Beteiligten spürbar besser“, sagt Stefan Montag, Unternehmensbereichsleiter Service und Versorgung und stellvertretender mhplus-Vorstand.

Vorteile für alle Beteiligten
Viele gute Gründe sprechen für ein Primärversorgungssystem. Es hat Vorteile für alle Beteiligten:
- Zufriedenere Patientinnen und Patienten: Ein sicheres Gefühl: Patientinnen und Patienten bekommen eine klare medizinische Ersteinschätzung, wer ihnen am besten hilft. So sparen sie sich unnötige Wege und bekommen oft schneller einen Termin bei der Fachärztin oder Facharzt.
- Medizinisches Personal hat mehr Kapazitäten: Wenn Patientinnen und Patienten ohne Umwege zur passenden Stelle kommen, reduziert sich das Arbeitsaufkommen in Praxen und Notaufnahmen. Das medizinische Personal wird entlastet und kann sich mehr Zeit für die einzelnen Patientinnen und Patienten nehmen.
- Mehr Wissen zur eigenen Gesundheit: Mit einer medizinischen Ersteinschätzung – digital oder persönlich – lernen Patientinnen und Patienten, ihre Beschwerden und Symptome besser einzuschätzen und wer ihnen am besten hilft.
- Krankenkassen als starke Gesundheitspartner: Im Primärversorgungssystem übernehmen Krankenkassen eine wichtige Rolle als Begleiter und Berater: Die Kassen unterstützen ihre Versicherten im Alltag – auch, wenn kein Arztbesuch notwendig ist: Mit digitalen Services, Präventionsangeboten und qualifizierter Beratung helfen sie ihren Versicherten, gesund zu bleiben.
Das macht ein Primärversorgungssystem noch besser:
Ein Primärversorgungssystem, das digital gesteuert wird, wäre ein wichtiger Meilenstein für Patientinnen und Patienten. Es muss transparent, gerecht und diskriminierungsfrei sein, damit es allen Menschen offensteht.
Dafür braucht es aus Sicht der mhplus folgende Bestandteile:
- Medizinische Ersteinschätzung ebnet den Weg: Mit der medizinischen Ersteinschätzung beginnt der koordinierte Weg für die Patientinnen und Patienten: Hier werden sie zuerst zu ihren Beschwerden beraten und ggf. an die passende Stelle weitergeleitet. So erhalten sie schneller die passende Hilfe.
- Digitale Lösungen öffnen Türen: Digitale Lösungen wie digitale Sprechstunden, digitale Terminplattformen oder telemedizinische Angebote sollten selbstverständlich zur Gesundheitsversorgung gehören. Sie helfen den Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zur passenden Behandlung – schnell, ortsunabhängig und transparent.
- Medizinisches Personal arbeitet effizient zusammen: Patientinnen und Patienten werden schneller und effizienter behandelt, wenn interdisziplinäre medizinische Teams ihre Stärken mehr nutzen und ideal zusammenbringen.

