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Abnehmen im Schlaf klingt erstmal super. Tatsächlich ist da auch was dran: Denn Studien fanden heraus, dass zu wenig Schlaf das Risiko für Übergewicht erhöht. Offensichtlich lohnt es sich, die Zusammenhänge zwischen Schlaf, Ernährung und Gesundheit zu verstehen und für das eigene Wohlbefinden zu nutzen. Denn grundsätzlich gilt: Wer sich gut ernährt, schläft besser.
Schlank im Schlaf-Diäten raten, abends keine Kohlenhydrate zu essen. Stattdessen sollen proteinreiche Lebensmittel bevorzugt werden.
Auch Schlank im Schlaf-Diäten funktionieren nur, wenn die Kalorienzufuhr reduziert wird.
Vor dem Schlafen gehen sollte auf üppige Mahlzeiten verzichtet werden.
Eine ausgewogene Ernährung hält langfristig schlank.
Warum ist Schlaf so wichtig?
„Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“, so drücken sehr aktive Menschen aus, dass sie möglichst wenig Zeit für Schlaf vergeuden möchten. Doch ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Er dauert im Schnitt sieben bis acht Stunden. In dieser Zeit fahren Stoffwechsel und Verdauung herunter, regenerieren Nerven, Hormone und das Immunsystem. Ein ganz praktischer Vorteil für die Energiebilanz: Während der Nachtruhe isst man nichts. Anders als Menschen mit Schlafstörungen oder Nachteulen.
Schlafmangel führt aber auch dazu, dass weniger Sättigungshormone und mehr Hungerhormone ausgeschüttet werden. Das kann dazu führen, dass wir mehr essen und zunehmen. Gleichzeitig wirkt er auf das Essverhalten: Wer tagsüber müde ist, widersteht „Gelüsten“ schlechter und neigt zu Heißhungerattacken und Stressessen.
Wie funktionieren Schlank im Schlaf-Diäten?
Verlockend klingen die „Schlank im Schlaf“-Diät oder verwandte Ernährungsformen. Sie raten, abends keine Kohlenhydrate zu essen, also weder Brot noch Nudeln, Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder Obst. Stattdessen sollen proteinreiche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Milchprodukte mit Gemüse und Salaten kombiniert werden. Das soll über Nacht die Ausschüttung von Insulin niedrig halten und die Fettverbrennung fördern. Damit ähnelt das Konzept der Trennkost und modernen „Low Carb“-Diäten.
Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass es Sinn macht, Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt voneinander aufzunehmen. Die Effekte von „Schlank im Schlaf“ und ähnlichen Diäten liegen wohl eher daran, dass sie bis zu 500 Kalorien pro Tag einsparen.
Bis zu 100 Euro Zuschuss für Ernährungskurse
Die mhplus bezuschusst qualitätsgesicherte Ernährungskurse in ganz Deutschland. Qualifizierte Ernährungsberater unterstützen dabei, individuelle Ziele zu erreichen.
Abendroutine: Jeden Abend um dieselbe Uhrzeit ins Bett gehen und beispielsweise vor dem Schlafen eine Atemübung durchdurchführen. So signalisiet man dem Körper, dass jetzt Schlafenszeit ist und er zur Ruhe kommt.
technikfreie Zone: Elektronischen Geräte aus dem Schlafzimmer entfernen.
Tageslicht (am Tag): Viel Zeit im Tageslicht verbringen und vor der Mittagspause spazieren gehen oder mit dem Rad zur Arbeit fahren.
Dunkles Zimmer (bei Nacht): Schlafzimmer so gut es geht verdunkeln. So wird vermehrt Melatonin (Schlafhormon) ausgeschüttet.
Ernährungstipps für guten Schlaf
Egal, ob Typ „Lerche“ oder „Eule“: zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen sollte man keine zu üppigen Mahlzeiten essen. Grundsätzlich sollten man satt ins Bett gehen, denn Hunger stört genauso beim Einschlafen wie Völlegefühl. Ideal ist eine leicht verdauliche Mahlzeit mit ballaststoffreichem Gemüse und Obst, ergänzt durch eiweißreiche pflanzliche oder tierische Lebensmittel und Vollkornprodukte. Nachmittags sollten keine oder wenig koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Tee und Cola getruken werden. Und auch Alkohol ist keine gute Idee: Er erleichtert zwar das Einschlafen, führt aber später zu einem unruhigen Schlaf.
Gut essen, besser schlafen, gesünder leben
Nötig sind Schlank im Schlaf-Diäten nicht. Unter Umständen können sie jedoch zu einer Gewichtsreduktion führen. Um langfristig schlank zu bleiben ist eine ausgewogene Ernährung der beste Weg. Die kann man individuell, allmählich und vor allem auf Dauer umsetzen. In jederm Fall sollte man sich ausreichend Schlaf zum Regenerieren gönnen. So lassen sich gute Vorsätze besser einhalten und fällt das Abnehmen leichter.
Autorin: Ernährungs-Expertin und Diplom-Oecotrophologin Gabriela Freitag-Ziegler
FAQ
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegen keine wissenschaftliche Studien hoher Qualität speziell zu diesem Konzept vor.
Der entscheidende Faktor ist die Kalorienbilanz: Nehme ich also weniger Energie zu mir als ich benötige, nehme ich ab.
Grundsätzlich ja, aber es sollen abends keine Kohlenhydrate wie in Brot, Nudeln usw. aufgenommen werden, stattdessen sind proteinreiche Lebensmittel zu bevorzugen.
Eigentlich nein: Zu wenig Schlaf kann sogar zu einer Gewichtszunahme führen. Die Ruhezeiten sollten allerdings angemessen sein.
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