Wir legen Wert auf Sicherheit. Deswegen wird die Unterstützung für den Internet Explorer nicht mehr durch unsere Website bereitgestellt. Bitte verwenden Sie einen anderen Browser, zum Beispiel Google Chrome, Firefox oder Edge
Telefon: 07141 9790-0
, E-Mail: info@mhplus.de
Schwangere Frau bereitet Salat vor.

So nachhaltig ist Salat Wie wird Salat angebaut und wie nachhaltig ist er?

Wer sich gesund ernähren möchte, greift beim Einkauf zum Salat. Die unterschiedlichen Salatsorten schmecken gut und stecken voller Nährstoffe. Doch wie wird Salat angebaut? Wie nachhaltig sind Kopfsalat, Chicorée und Co.?

Wo wird unser Salat angebaut?

Wir produzieren in Deutschland etliche Salatsorten: Eisbergsalat zum Beispiel wird vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen produziert, bei Kopf-, Blatt- und Romanasalat sowie Endivien zählen Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu den Hauptanbauländern. Ein großer Teil wird aus EU-Ländern – speziell aus Spanien und Italien – importiert.

Eine lächelnde Frau sitzt auf einem Traktor.

Wie wird Salat transportiert?

Unser Salat aus dem Supermarkt hat oft einen langen Weg hinter sich. Er reist per Lkw oder Flugzeug aus dem Süden Europas nach Deutschland und belastet somit unser Klima. Die weiten Transportwege benötigen viel Energie und tragen zum Klimawandel bei. Besonders problematisch sind die Lebensmittel, die mit dem Flugzeug importiert werden: So kommen pro Kilometer Transportstrecke rund 100-mal mehr klimawirksame Emissionen zustande als mit dem Schiff. Leider ist es für Verbraucher und Verbraucherinnen oft nicht einfach zu erkennen, auf welchem Weg das Lebensmittel in den Supermarkt kam.

Wer keine Flugware kaufen möchte, greift am besten auf regional produzierte Lebensmittel zurück. Landwirtschaftsbetriebe vor Ort bieten oft Waren aus eigenem Anbau an, passend zur Erntezeit eine gute Wahl.

Frischer Salat

Wie wird Salat angebaut?

Salat wird sehr häufig im Freiland mit oder ohne Vlies- beziehungsweise Folienabdeckung angebaut, mitunter auch im Gewächshaus oder Folientunnel. Kopfsalat, Rucola und Feldsalat wachsen oft unter begehbaren Abdeckungen und in Gewächshäusern. Kopfsalat wird auch erdelos angebaut, zum Beispiel in steriler Steinwolle, Radicchio dagegen gedeiht nur auf dem Feld. Damit der Ertrag sicher ist, werden junge Pflanzen von Kopf- und Pflücksalaten im Gewächshaus vorgezogen und später ins Freiland gesetzt. Tatsächlich schädigen Lebensmittel, die aus dem Gewächshaus kommen, die Umwelt bis zu 30-mal mehr mit Kohlendioxid als Freilandgemüse. Auch Konserven und Tiefkühlgemüse verursachen mehr Treibhausgase als die regionalen, saisonalen, unverarbeiteten Gemüsesorten.

Wie werden Salate gekennzeichnet im Handel?

Für Salate sind – wie für andere Lebensmittel auch – bestimmte Angaben vorgeschrieben, auch zur Herkunft. Bei den meisten frischen Obst- und Gemüsearten muss das Ursprungsland ausgewiesen werden.

Das muss der Handel beachten:

  • Kennzeichnung des Packers und/oder Absenders und Ursprungslands
  • Je nach Salatsorte oder Mischung muss der Händler weitere Angaben machen: beispielsweise „aus geschütztem Anbau“, Unterglasanbau oder Folienanbau
  • Bei regionalen Produkten ist es schwierig, sich einen Überblick zu verschaffen, was woher kommt: Denn es gibt viele freiwillige Regional-Label. Einheitlich geregelt ist das sogenannte Regionalfenster. Es informiert über die regionale Herkunft der eingesetzten landwirtschaftlichen Zutaten und den Ort der Verarbeitung.
  • Andere Regional-Label und Initiativen wurden von Handelsketten oder Erzeugerverbänden gegründet. Nach welchen Kriterien diese Siegel vergeben werden, ist nur schwer nachzuvollziehen. So kann man als Verbraucher oder Verbraucherin kaum Lebensmittel vergleichen, wenn diese mit unterschiedlichen Siegeln gekennzeichnet sind.

Im Lebensmittelanbau ist genau geregelt, wie Pestizide, auch „Pflanzenschutzmittel“ genannt, eingesetzt werden. Bestimmte Höchstwerte dürfen dabei nicht überschritten werden. Allerdings stehen auch in Deutschland zugelassene Pestizide in Verdacht,

krebserregend wirken zu können. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Nur selten werden bei Salaten die zulässigen Höchstmengen an Rückständen von Pestiziden überschritten, wie Untersuchungen der Landesämter zeigen.

Trotz vieler Regeln und Kontrollen lassen sich rückstandsfreie oder -arme Salate aber nicht garantieren. Wer sichergehen möchte, so wenig Pestizide wie möglich zu sich zu nehmen, sollte auf Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung zurückgreifen. Im Ökolandbau werden keine chemisch-synthetischen Spritzmittel eingesetzt.

Wie groß ist der CO2-Fußabdruck beim Salatkauf?

Der CO2-Fußabdruck ist ein Maß für die Treibhausgasemissionen, die im Leben eines Produkts entstehen. Liegt im Januar frischer Rucola im Supermarkt, ist er mit dem Flugzeug hergekommen und besitzt somit eine schlechte CO2-Bilanz.

Generell kann man sich merken: Leicht verderbliche Gemüsesorten, die bei uns keine Saison haben, haben sehr oft einen langen Transportweg hinter sich – und sind somit klimaschädlich.

Ein Beispiel: Feldsalat ist ein klassischer Wintersalat. Grüner Salat oder Eisbergsalat sind weit gereist, wurde dafür sorgfältig verpackt und kräftig gekühlt – damit die Salate die lange Reise überstehen.

Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft verbrauchen Bio-Bauern bei der Produktion nur ein Drittel an fossiler Energie. Denn sie verzichten auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel, die mit hohem Verbrauch an Energie hergestellt werden.

Daher Salate am besten einkaufen, wenn sie Saison haben. Wenn sie dann noch aus der Region und vom Bio-Bauern stammen, ist viel gewonnen.

Saisonkalender Salat

Radicchio:Dezember bis Februar als regionale Lagerware, August bis November
Chicorée:Januar bis April, Oktober bis Dezember
Portulak:Januar bis April, Juli bis Dezember
Feldsalat:Januar bis April, Oktober bis Dezember
Rucola/Rauke:April bis September
Eisbergsalat:Juni bis Oktober
Kopfsalat:Mai bis Oktober
Eichblattsalat:Mai bis Oktober
Lollorosso:Mai bis Oktober

Unser Tipp

Wenn Sie sich näher zum Thema „Einkauf von regionalen Produkten“ informieren möchten, erfahren Sie dazu mehr auf der Website des Bundeszentrums für Ernährung.

Zum Seitenanfang springen