Mediziner vor einem Mikroskop

Unerfüllter Kinderwunsch Künstliche Befruchtung

Im Leben läuft nicht immer alles wie geplant. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist für betroffene Paare meist eine große Belastung. Künstliche Befruchtung ist dann oft die einzige Möglichkeit den Kinderwunsch wahr werden zu lassen. Ihre mhplus unterstützt Sie dabei!

Wenn es auf natürliche Weise nicht klappt

Wenn der Kinderwunsch auf natürliche Weise auch nach mindestens einem Jahr unerfüllt bleibt, können weitere Methoden in Betracht gezogen werden. Welche Methode der Fortpflanzungsmedizin für Sie in Frage kommt, muss durch Untersuchungen herausgefunden werden. Nur so kann eine  individuell geeignete Lösung gefunden werden.

Auch nach einer umfassenden Beratung ist eine künstliche Befruchtung leider keine Garantie auf eine Schwangerschaft und belastet viele Paare. Eine gute Aufklärung durch Ihren Arzt ist somit das A und O. Zu der Fruchtbarkeitsmedizin zählen alle Methoden bei denen eine Schwangerschaft ohne Geschlechtsverkehr herbeigeführt wird.

Das Labor greift ein In Deutschland sind drei Methoden zugelassen

Die Samenübertragung ist eine hilfreiche Methode, wenn die Zeugungsfähigkeit des Mannes eingeschränkt ist. Dabei wird der Eisprung durch Hormonstimulation ausgelöst und der zuvor gewonnene Samen direkt in die Gebärmutter eingebracht. Die Einbringung erfolgt mittels eines dünnen Schlauches. Es gibt auch die Möglichkeit die Spermien mit einer kleinen Kappe direkt vor den Muttermund zu setzen, diese Art der Einbringung hat aber deutlich weniger Erfolgschancen als die direkte. Diese Methode der Samenübertragung ist wesentlich schonender für die Frau, als die Methoden bei denen die Eizelle entnommen werden muss.

Bei der In-Vitro-Fertilisation wird künstlich der Eisprung ausgelöst. Die Eizelle wird der Frau durch eine Punktion entnommen. Anschließend wird die Eizelle in vitro, das heißt in einem Schälchen, mit der aufbereiteten Samenflüssigkeit zusammengebracht. Nach mikroskopischer Prüfung, ob eine Befruchtung und Zellteilung ausgelöst wurde, werden maximal drei der Embryonen wieder der Gebärmutter zugeführt. Die IVF wird vor allem beim Verschluss der Eileiter, schlechter Samenqualität aber auch wenn alle bisherigen Methoden nicht zum Erfolg geführt haben, angewendet.

Die Abkürzung ICSI steht für intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Hierbei wird wie bei der IVF eine entnommene Eizelle außerhalb des Körpers befruchtet und danach wieder in die Gebärmutter eingepflanzt. Anders als bei der IVF werden hierbei Eizelle und Samen nicht nur zusammen in ein Gefäß gebracht, sondern es wird gezielt eine Samenzelle mittels einer hauchfeinen Kanüle in die Eizelle gespritzt. Hat eine Befruchtung stattgefunden, werden analog zur In-Vitro-Fertilisation bis zu 3 der Embryonen übertragen. Eine ICSI wird zum Beispiel angewendet, wenn beim Mann eine schlechte Qualität oder stark verminderte Anzahl der Spermien vorliegt. Auch wenn keine Spermien in die Samenflüssigkeit gelangen können, ist eine Schwangerschaft durch eine ICSI möglich. Dazu werden dem Mann aus dem Hodengewebe einzelne Spermien entnommen und in die Eizelle gespritzt. Die Methode führt in ca. 30 % der erfolgreichen Befruchtungen zu einer Schwangerschaft und ist das häufigste Verfahren bei der Kinderwunschbehandlung.

Voraussetzung: Eine Genehmigung

Die künstliche Befruchtung muss vor ihrer Durchführung von Ihrer mhplus genehmigt werden. Senden Sie uns einfach den Behandlungsplan zu, den Sie von Ihrem Arzt erhalten. Die Kostenübernahme für Leistungen der künstlichen Befruchtung hat der Gesetzgeber auf 50 % begrenzt. Für die entsprechenden Arzneimittel gilt dasselbe.

Die Abrechnung erfolgt direkt über Ihre mhplus-Gesundheitskarte unter folgenden Voraussetzungen:

  • Es besteht hinreichende Aussicht auf Eintritt einer Schwangerschaft.
  • Paare müssen verheiratet sein.
  • Es dürfen nur Ei- und Samenzellen der Ehepaare verwendet werden.
  • Vor der Behandlung muss eine ärztliche Beratung durch einen Drittarzt (ein Arzt, der die Behandlung nicht durchführt) erfolgen.
  • Die Durchführung der Behandlung kann nur in Einrichtungen oder durch Ärzte genehmigt werden, welche Vertragspartner der gesetzlichen Krankenkassen sind.
  • Beide Ehepartner müssen mindestens 25 Jahre alt sein.
  • Die Frau darf nicht älter als 39, der Mann nicht älter als 49 Jahre sein.
Hand, Baby, künstliche Befruchtung

Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung

In einigen Bundesländern werden Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung zusätzlich zur Leistung Ihrer mhplus gefördert. In welchen Bundesländern Sie zusätzliche Zuschüsse erhalten können und ob Sie Anspruch haben erfahren Sie hier.

Weitere Informationen

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