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Kunde im Supermarkt mit Milchflasche
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Milch

Milch ist nicht gleich Milch. Im Regal stehen Vorzugsmilch, Frischmilch oder H-Milch und ESL-Milch nebeneinander. Doch was sind eigentlich die Unterschiede?

Rohmilch

Frisch gemolken und unbehandelt darf Rohmilch nur an sogenannte „Vorzugshöfe“ verkauft werden. Diese müssen besonders strenge Hygieneregeln einhalten, da in unverarbeiteter Milch häufig Erreger vorkommen, die beim Melken in die Milch gelangen. Einzelne Betriebe in Deutschland haben die Genehmigung, Rohmilch abgepackt auch außerhalb ihres Betriebes zu verkaufen – unter dem Namen Vorzugsmilch. Der Fettgehalt von Roh- und Vorzugsmilch liegt bei vier Prozent, kann aber je nach Viehfutter um bis zu einem Prozentpunkt variieren. Rohmilch aus dem Vorzugshof muss gekühlt und innerhalb von zwei bis drei Tagen aufgebraucht werden, abgepackte Vorzugsmilch innerhalb von vier Tagen.

Frischmilch

Nach der Roh- und Vorzugsmilch ist keine Milch so wenig weiterverarbeitet wie die Frischmilch. Sie wird für 15 bis 30 Sekunden auf 72 bis 75 Grad erhitzt, dabei werden Keime abgetötet. Dieses Erhitzen nennt man Pasteurisierung. Der Vorgang tötet Keime ab. Die Haltbarkeit beträgt etwa acht Tage. Die Frischmilch wurde in den letzten Jahren weitgehend durch die ESL-Milch verdrängt.

ESL-Milch

ESL steht für „extended shelf life“, also: im Regal länger haltbar. Länger haltbar wird die ESL-Milch durch zwei mögliche Verfahren. Sie wird entweder für ein paar Sekunden auf 85 bis 127 Grad erhitzt – also kürzer und stärker als klassische Frischmilch oder sie wird mikrofiltriert. Dabei wird die Milch durch verschiedene Filter gepresst. Diese Milch ist ca. drei Wochen haltbar.

H-Milch

Die H-Milch wird auf 135 bis 150 Grad für ein bis zwei Sekunden ultrahocherhitzt. So wird sie  lange haltbar gemacht. Ihr Vitamingehalt beträgt 80 Prozent der Rohmilch. Ungeöffnet muss die Milch nicht gekühlt werden und bleibt bis zu sechs Monate haltbar.

Biomilch

Frischmilch, ESL-Milch oder H-Milch gibt es auch als Biomilch: Anders als bei den anderen genannten Milchsorten, bezieht sich die Bezeichnung „Biomilch“ nicht auf den Prozess, den die Milch durchlaufen hat, sondern auf ihre Herkunft der Milch. Die Kühe werden auf zertifizierten Bio-Höfen gehalten. Bio ist allerdings nicht gleich Bio, da die Siegel unterschiedlich strenge Vorlagen erfüllen müssen. Die Haltbarkeit ist davon abhängig, ob es sich um Frischmilch, ESL-Milch oder H-Milch handelt.

Wissenswertes zum Thema Milch

Verursacht Milch Blähungen?
Manche Menschen vertragen keinen Milchzucker – dieser wird auch als Laktose bezeichnet. In diesem Fall liegt eine Störung der Laktoseverdauung vor. Für die Aufnahme und Verwertung im Körper muss Laktose immer im Darm in Einzelteile zerlegt werden und dieser Vorgang gelingt durch ein bestimmtes Enzym. Menschen, die dieses Enzym nicht besitzen oder wenig davon produzieren, vertragen Laktose nicht. Blähungen können ein Symptom dafür sein. Dies trifft auch auf viele Asiaten und Afrikaner zu, deren Vorfahren keine Milchwirtschaft betrieben haben – sie brauchten das Enzym schlichtweg nicht.

Macht Milch starke Knochen?
Früh lernen wir: Milch beinhaltet Kalzium und das ist gut. Warum? Weil es der Hauptbestandteil unserer Knochen ist. Das Kalzium aus der Milch kann der Körper nur in Verbindung mit Vitamin D in die Knochensubstanz einlagern. Aber auch unter dieser Voraussetzung lässt sich nicht zwingend von stärkeren Knochen dank Milch sprechen, hier sind die Studienergebnisse nicht eindeutig

 

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