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Der Rücken eines Mannes. Er hat Gürtelrose. Der Ausschlag ist zu sehen.
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FRAGEN UND ANTWORTEN AUF EINEN BLICK Was ist eigentlich Gürtelrose?

Die Bezeichnung „Gürtelrose“ klingt so harmlos. Aber die Viruserkrankung ist schmerzhaft und birgt Risiken, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird. Wir erklären Ursache, Symptome, Ansteckung und Verlauf dieser Infektion.

Das wichtigste in Kürze

  • Zu den Symptomen einer Gürtelrose können juckende Haut, Bläschen, Fieber Abgeschlagenheit gehören.
  • Meist ist der Rumpf betroffen.
  • Gürtelrose kann ansteckend sein.
  • Es gibt eine Impfung, die insbesondere für Menschen ab 60 Jahren empfohlen wird. 

 

Welche Körperstellen sind betroffen?

Meistens zeigt sich die Gürtelrose zwar am Rumpf, an Armen, Beinen, am Hals und im Gesicht. Aber sie kann sich auch am Auge, an der Nase, Stirn und der behaarten Kopfhaut einer Gesichtshälfte ausprägen, selten auch im Gehörgang. Es kann sogar zu einer Lähmung im Gesicht kommen. Generell kann jede Nervenwurzel befallen werden.

Mann mit Hauterkrankungen am Ellbogen diese ist sehr ausgeprägt und wird untersucht.

Wie entsteht die Infektion?

Für die Gürtelrose-Infektion (Herpes Zoster) ist das Windpocken-Virus (Varizella- Zoster-Virus) verantwortlich. Infiziert sich jemand zum ersten Mal mit dem Varizella-Zoster-Virus, bekommt er die Windpocken. Hat man alles überstanden, bleiben jedoch die Viren im Körper und können nach Jahren wieder aktiv werden. Dies geschieht vor allem dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist – zum Beispiel durch großen Stress, intensive UV-Strahlung oder eine Krebserkrankung. Dann breiten sich die Viren entlang von Nervenbahnen aus und entzünden das betroffene Nervengewebe. Dort zeigt sich der typische, schmerzhafte Hautausschlag.

Frau im T-Shirt kratzt sich am Hals.

Eine Gürtelrose kann auf zwei Wegen ausbrechen: Ist Gürtelrose ansteckend? Und wie?

Blauer Klecks mit der Zahl Eins.

Nach einer Infektion mit Windpocken bleiben diese Viren im Körper und werden durch das Immunsystem des Menschen in Schach gehalten. Viele Jahre später können die Viren durch eine Schwäche des Immunsystems wieder aktiv werden und eine Gürtelrose (Herpes Zoster) auslösen. Als mögliche Auslöser für eine Aktivierung der Viren gelten beispielsweise andere Infektionen, Krebserkrankungen, immununterdrückende Medikamente oder großer Stress.

Blauer Klecks mit der Zahl Zwei.

Eine Gürtelrose kann auch für andere ansteckend sein, und zwar über die Flüssigkeit in den Bläschen: Die Viren übertragen sich als Schmierinfektion über die Haut. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Gesunder den Ausschlag oder Gegenstände berührt, die Betroffene vorher in den Händen hatten. Die Viren verursachen jedoch keine Gürtelrose, sondern können bei Menschen, die noch keinen Kontakt mit dem Varicella-Zoster-Virus hatten, zu Windpocken führen. Heißt: Man kann sich nicht direkt mit Gürtelrose anstecken, sondern erkrankt bei erstmaliger Übertragung an Windpocken.

Wie ist der Krankheitsverlauf?

Da Verlauf und Symptome charakteristisch sind, können Ärztinnen und Ärzte die Krankheit oft recht schnell erkennen. Im Anfangsstadium wird es schon mal schwieriger. Dann lässt sich die Krankheit entweder mithilfe eines Wundabstrichs oder mit einer Blutuntersuchung auf das Varizella-Zoster-Virus diagnostizieren. Welche Medikamente notwendig sind, entscheidet der Arzt. Gürtelrose heilt ähnlich wie Windpocken bei einem normalen Verlauf nach zwei bis vier Wochen ab. Eine schnelle Behandlung hilft, das Risiko von Komplikationen zu senken.

Frau hat einen Ärmel Ihrer Bluse heruntergeschoben und betrachtet ihren nackten Arm.

Impfung für Ältere und Gefährdete

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose für Menschen ab 60 Jahren sowie für Menschen ab 18 Jahren mit einem erhöhten Risko zu erkranken. 

FAQ

Menschen, die schon einmal Windpocken hatten, können an Gürtelrose erkranken. 

Wenn keine Komplikationen auftreten, dauert sie rund zwei bis vier Wochen.

Das Immunsystem von älteren Menschen ist schwächer, daher sind sie anfälliger für die Erkrankung. 

Haftungsausschluss
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
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