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Kinder plantschen im See, dabei kann eine Badedermatitis entstehen
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Badedermatitis Juckende Haut nach dem Badespaß

Ob an malerischen Seen oder in Flüssen – der sommerliche Badespaß in der freien Natur ist für viele ein unverzichtbares Highlight. Doch manchmal wird das Vergnügen durch anschließenden Juckreiz getrübt. Häufig steckt eine Badedermatitis dahinter.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Kontakt mit Larven von Saugwürmern (Zerkarien) verursacht die Badedermatitis. 
  • Menschen können nur in infizierten Gewässern befallen werden. 
  • Die Badedermatis macht sich durch juckende Haut bemerkbar. 
  • Die Erkrankung heilt in der Regel von selbst aus. 

 

Was ist eine Badedermatitis?

Badedermatitis, auch als Zerkariendermatitis bekannt, wird durch den Kontakt mit Larven von Saugwürmern (Zerkarien) verursacht. Diese Larven befallen normalerweise Wasservögel, bohren sich in die Haut und wachsen dort. Schwimmen Menschen in infizierten Gewässern, können auch sie versehentlich befallen werden. Die Larven dringen zunächst in die Haut ein. Da der Mensch kein geeigneter Wirt ist, sterben die Larven jedoch ab. Beim ersten Befall reagiert die Haut mit einer Abwehrreaktion, die sich in leichten Hautirritationen bemerkbar macht. Bei einem weiteren Kontakt ist die Haut sensibilisiert, die Reaktion fällt deutlich stärker aus. Jucken, kribbeln und rote Flecken können Anzeichen einer Badedermatitis sein.

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Wie wird eine Badedermatitis behandelt?

Eine Badedermatitis ist unangenehm in der Regel aber nicht schwerwiegend und verschwindet nach 10 bis 20 Tagen von selbst. Folgende Methoden helfen die Symptome zu lindern: 

  • Kühle Kompressen: Kühle, feuchte Tücher können auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden, um Juckreiz und Schwellungen zu verringern.
  • Vermeidung von Kratzen: Kratzen kann die Hautschäden verschlimmern und zu Infektionen führen.
  • Cremes: Cremes gegen Mückenstiche und Allergien können auch bei einer Badedermatitis gegen den Juckreiz helfen. Bei ausgeprägten Symptomen empfiehlt sich der Arztbesuch. Ggf. empfiehlt er kortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika.

Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte der Arzt zu Rate gezogen werden.

Wie kann ich einer Badedermatitis vorbeugen?

  • Vermeidung von infizierten Gewässern: Zerkarien schwärmen hauptsächlich in den Monaten Juli und August in Süßwassergewässern und bevorzugen eine Wassertemperatur von mehr als 24 °C. In dieser Zeit solten stehende Gewässer, Gewässer, die stark mit Uferpflanzen bewachsen sind oder Gebiete, in denen Wasservögel häufig anzutreffen sind, gemieden werden.
  • Nach dem Schwimmen sofort abduschen
  • Schnelles Abtrocknen: Nach dem Schwimmen sofort abtrocknen und Badekleidung wechseln, um das Eindringen der Larven zu verhindern.
  • Feuchte Badekleidung sofort wechseln
  • Schutzmittel: Insektenschutzmittel können in einigen Fällen helfen, Zerkarien
  • Fette Cremes wie beispielsweise Vaseline oder Sonnenschutzcremes können einen gewissen Schutz bieten.

Insektenstiche

Deutlich häufiger als die Badedermatitis treten nach dem Aufenthalt in Gewässernähe Insektenstiche auf. Häufig hilft es, wenn die betroffene Stelle direkt nach dem Stich mit sauberem, kaltem Wasser abgespült und mit einem Kühlpad oder Eiswürfeln umwickelt wird. Anti-Mücken-Sprays – sogenannte Repellents – halten Insekten durch ihren Geruch fern. Wird Sonnenschutzcreme verwendet, sollte das Repellent erst 15 Minuten später aufgetragen werden.

Autor: Internetredaktion mhplus

FAQ

Die Badedermatitis tritt vor allem in den Monaten Juli und August in Süßwassergewässern mit einer Temperatur von mehr als 24 °C auf.

Die Symptome klingen nach 10 bis 20 Tagen ab. Ist das nicht der Fall, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. 

www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Uebertragbare-Krankheiten/Infektionskrankheiten-A-Z/Zerkarien-Dermatitis-(Bade-Dermatitis).html, abgerufen am 17.07.2024

www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/juckreiz-nach-dem-baden-laestig-aber-meistens-harmlos.html, abgerufen am 17.07.2024

www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasserhygiene/badeseen/zerkarien.htm, abgerufen am 11.05.2026

 

Haftungsausschluss
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
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