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Frau steht lachend auf einer Wiese und macht Gymnastikübungen und bekämpft damit Rückenschmerzen, die durch Stress entstehen können
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Wenn die Psyche zu körperlichen Beschwerden führt Rückenschmerzen durch Stress

Schmerzen im Rücken werden oft auf eine falsche Haltung, lange sitzende Tätigkeiten und wenig Bewegung zurückgeführt. Was viele dabei nicht beachten: Auch Stress kann eine Ursache sein.

Wie hängen Rückenschmerzen und Stress zusammen?

In Stresssituationen stellt sich Ihr Körper auf eine Flucht- oder Konfliktsituation ein. Dabei schüttet er Hormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Das führt zu einer kurzfristigen Leistungssteigerung und erhöht den Herzschlag, hat aber auch zur Folge, dass sich die Muskeln anspannen. Kommt es oft zu Stress im Alltag, kann es durch diesen Mechanismus zu Verspannungen und Schmerzen im Rücken kommen.

Eine verspannte Rückenmuskulatur kann wiederum Schmerzen in Muskeln, Gelenken und Sehnen verursachen. Damit beginnt häufig ein Teufelskreis: Die körperlichen Schmerzen führen zu zusätzlichen beruflichen und privaten Stresssituationen und die Stresssituationen begünstigen die zunehmende Verspannung der Muskulatur.

 

Wie erkenne ich Rückenschmerzen durch Stress?

Rückenschmerzen durch körperliche Beschwerden unterscheiden sich für den Betroffenen nicht von Rückenschmerzen durch psychische Beschwerden. Eine Unterscheidung fällt dadurch häufig schwer. Erste Hinweise können Sie allerdings durch gezielte Selbstreflexion gewinnen. Überlegen Sie dabei genau:

  • Wann traten die Schmerzen zum ersten Mal auf?
  • Gibt es Zeiten, in denen die Schmerzen besonders schlimm sind?
  • Gibt es Ereignisse, nach denen die Schmerzen besonders belastetend sind?

Sind die Antworten mit Stresssituationen verbunden oder die Beschwerden besonders während und vor der Arbeit oder bei wichtigen privaten Ereignissen ausgeprägt, liegt es nahe, dass Stress ein Faktor für das Krankheitsbild ist.

Wichtig: Rückenschmerzen sollte man ernst nehmen. Auch bei anhaltendem Stress können die Schmerzen auf ein körperliches Problem hindeuten. 

 

 

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Hilfreiche Entspannungstechniken gegen Stress

Um Stress und damit verbundene Rückenschmerzen abzubauen, helfen Entspannungstechniken. Geeignet sind insbesondere folgende Techniken:

Tai-Chi: Langsame, weiche und fließende Bewegungen verbunden mit innerer Spannkraft kennzeichnen das Tai-Chi. Diese Bewegungstechniken haben ihre Wurzeln in der traditionellen chinesischen Medizin. Die gesundheitsfördernden Übungen sind eine Mischung aus Meditation und Kampfkunst. Bei regelmäßigen Einheiten werden Herz, Kreislauf und Wirbelsäule des Körpers gestärkt sowie Verspannungen gelöst.

Yoga: Die Übungen beim Yoga entstammen der indischen Tradition. Sie beinhalten verschiedene Elemente der Muskelanspannung und Muskelentspannung. Atmung und Bewegung werden bei dieser Technik in Einklang gebracht und Stress effektiv abgebaut.

Qi Gong: Im Qi Gong werden einfache Körperhaltungen und harmonische Bewegungen langsam und achtsam durchgeführt. Ähnlich wie beim Tai-Chi gibt es beim Qi Gong Elemente aus dem Kampfsport.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PME): Eine beliebte und bekannte Methode ist die sogenannte progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PME). Durch willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen wird bei ihr ein Zustand tiefer Körperentspannung erreicht.

Autogenes Training: Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, bei der Autosuggestion (die Selbstbeeinflussung) eine große Rolle spielt. Dafür konzentrieren man sich auf bestimmte Teile des Körpers und begleitet dies mit bestimmten Mantras, die sich auf die Entspannung fokussieren.

Atmung: Bestimmte Atemübungen gegen Stress können die Sauerstoffaufnahme der Lunge fördern, das Nervensystem stimulieren und Muskelverspannungen lösen. Bei Rückenschmerzen, die durch verspannte Muskulatur entstanden sind, können Atemübungen einen positiven Effekt auf die Verspannungen und Schmerzen haben.

 

 

Autor: Sascha Brandenburger (Sportwissenschaftler, mhplus Gesundheitsförderung)

Haftungsausschluss
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
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