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In Deutschland leiden schätzungsweise zwei bis vier Millionen Frauen unter Endometriose. Die Erkrankung gilt als tückisch, weil sie oft erst nach Jahren erkannt wird. Ein Grund: Die Beschwerden sind vielfältig und werden häufig mit normalen Regelschmerzen verwechselt.
Wenn die Schmerzen während der Tage unerträglich werden, steckt meistens die Gebärmutter dahinter. Aber nicht immer: Im Falle der Endometriose sind gebärmutterähnliche Zellen der Auslöser der Probleme. Sie siedeln sich außerhalb der Gebärmutterhöhle an Stellen an, wohin sie nicht gehören – beispielsweise im Becken, Darm, selten in Lunge oder Leber und extrem selten sogar im Gehirn. Es gilt: Je weiter weg von der Gebärmutter, desto seltener. Kein Wunder also, dass Frauenärztinnen und -ärzte den Grund für das Leiden ihrer Patientin üblicherweise nicht zuerst an diesen Stellen suchen.
Folgen und Beschwerden
Selten ist Endometriose allerdings nicht. Am häufigsten erkranken Frauen im Alter von 35 bis 45 Jahren daran. Der Name der Erkrankung leitet sich von Endometrium ab – so nennt sich das gebärmutterschleimhautähnliche Gewebe. Dort, wo es auftritt, kommt es zu chronischen Entzündungen, Vernarbungen und Verwachsungen der betroffenen Gewebe. Dies führt zu starken Schmerzen – während der Periode, aber nicht nur. Unspezifische bis chronische Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Stuhlgang oder Urinieren und beim Sex sind weitere Beschwerden. Auch Unfruchtbarkeit ist eine weit verbreitete Folge: Der Endometriose Vereinigung Deutschland zufolge ist die Erkrankung in 40 bis 60 Prozent der Fälle der eigentliche Grund für ungewollte Kinderlosigkeit.
Typische Symptome bei Endometriose
Endometriose kann sich sehr unterschiedlich äußern. Häufige Beschwerden sind:
starke oder krampfartige Regelschmerzen
Schmerzen beim Sex
Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
chronische Unterbauch- oder Rückenschmerzen
Verdauungsprobleme, Blähungen oder Übelkeit
starke Erschöpfung (Fatigue)
unerfüllter Kinderwunsch
Gut zu wissen: Nicht jede Betroffene hat alle Symptome. Wenn du den Verdacht hast, unter Endometriose zu leiden, kann ein erster Selbstcheck helfen. Hier kannst du einen kostenlosen Endometriose-Selbsttest durchführen.
Dieser ersetzt keine Diagnose, kann dir aber helfen, deine Beschwerden besser einzuordnen.
Diagnose und Behandlung
Bisher ist nicht bekannt, wie Endometriose entsteht. Sie lässt sich daher nicht heilen. Aber es gibt Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Damit die Diagnose auf Endometriose gestellt werden kann, können unterschiedliche Zonen am Körper beispielsweise mit Ultraschalluntersuchungen, Kernspinuntersuchungen oder einer Endoskopie überprüft werden – also einer Spiegelung der Körperhöhlen. Sicher nachweisen lässt sich die Endometriose meistens nur durch eine Bauchspiegelung. Der wichtigste Schritt gegen die so schwer greifbare Krankheit ist es also, Endometriose in Betracht zu ziehen, um gezielt danach suchen zu können. Denn dann lässt sie sich auch behandeln, zum Beispiel medikamentös oder indem man die betroffenen Stellen im Rahmen der Bauchspiegelung veröden oder entfernen lässt.
So unterstützt dich die mhplus
Wir begleiten dich mit verschiedenen Leistungen und digitalen Angeboten, damit du deinen individuellen Weg im Umgang mit Endometriose findest.
Die Endo-App ist eine zugelassene Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) für Frauen mit Endometriose und kann dich als digitaler Therapiebegleiter unterstützen. Das bietet dir die Endo-App:
✓ Symptom-Tagebuch speziell für Endometriose ✓ Persönlicher Endo-Plan für den Alltag ✓ Interaktive Übungen zur Schmerzbewältigung ✓ Infos zu neuen Behandlungen und Ernährungstipps ✓ Individueller SOS-Plan für akute Beschwerden
De mhplus übernimmt die Kosten für die DiGA/Endo-App, wenn bei dir eine entsprechende Diagnose oder ein ärztliches Rezept vorliegt.
Endo-App auf Rezept: So gehst du bei der Beantragung vor
Den Arzt aufsuchen, das Anliegen schildern und ein Rezept für die Endo-App verschreiben lassen.
Antrag bzw. Rezept für die Endo-App bei der mhplus einreichen.
Wir prüfen den Versichertenstatus und generieren einen Freischaltcode, den wir dir zuschicken.
Mit dem Code kannst du die Endo-App aktivieren und kostenlos nutzen.
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.