
Vorsicht vor betrügerischen Anrufen
Derzeit häufen sich betrügerische Anrufe, bei denen sich die Anrufer als Mitarbeitende oder Partner der mhplus ausgeben.
Die mhplus warnt ausdrücklich vor unseriösen betrügerischen Anrufen. Die Anrufer geben sich als Mitarbeitende oder Partner der mhplus aus, um das Vertrauen unserer Versicherten zu gewinnen. Tatsächlich handelt es sich häufig um unerlaubte Werbeanrufe oder den Versuch, an sensible Sozial-, Gesundheits- oder Bankdaten zu gelangen.
Was haben de Anrufer vor?
Mit Ihren persönlichen Daten und Ihrer IBAN können Kriminelle versuchen, unberechtigte Lastschriften von Ihrem Konto einzuziehen. In manchen Fällen werden Betroffene sogar dazu aufgefordert, Push-TANs, Sicherheitscodes oder Zugangsdaten zum Online-Banking preiszugeben. Damit versuchen die Täter, direkten Zugriff auf das Bankkonto zu erlangen.
Auch Angaben wie Versichertennummer, Geburtsdatum und Anschrift können für Kriminelle wertvoll sein. Mit persönlichen Daten und Versicherungsinformationen können Kriminelle versuchen, Leistungen, Produkte oder Verträge auf Ihren Namen zu bestellen bzw. abzuschließen.
Durch geschickte Gesprächsführung versuchen die Anrufer, eine vermeintliche Zustimmung zu einem Vertrag zu erhalten. Anschließend können sie behaupten, dass Sie beispielsweise eine kostenpflichtige Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Häufig geht es den Betrügern darum, auf diese Weise kostenpflichtige Verträge zu vermitteln und dafür Provisionen zu erhalten.
In diesem Fall werden gezielt pflegebedürftige Personen angerufen. Der Vorwand: Es wären noch nicht alle Pflegeleistungen ausgeschöpft fragen die Betrüger persönliche Daten und Sozialdaten ab. Zum Beispiel Versicherungsnummer, Bankverbindung oder den Pflegegrad. Auch bei dieser Masche handelt es sich um versuchten Datendiebstahl.
Außerdem wird den pflegebedürftigen Menschen das Angebot gemacht, sofort am Telefon einen Liefervertrag für ein Pflege-Hilfsmittelpaket abzuschließen. Das Paket soll günstiger sein, als zum Beispiel die Versorgung über ein Sanitätshaus oder über eine Apotheke. Sogar Vor-Ort-Termine werden vorgeschlagen, um die Versorgung „zu besprechen“. Ziel dieser Masche ist es Verträge abzuschließen.
Seien Sie wachsam!
Kommt Ihnen das Gespräch seltsam vor, beenden Sie es sofort. Legen Sie einfach auf!
Geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten preis, wenn Sie nicht wirklich zweifelsfrei sicher sind, dass Sie mit einem Mitarbeiter der mhplus oder einer vertrauensvollen Person sprechen.
Und wenn es schon zu spät ist?
Haben Sie einen solchen Anruf bekommen? Haben Sie Daten preisgegeben? Das können Sie tun:
- Sie haben Ihre Bankverbindung genannt? Rufen Sie zur Sicherheit bei Ihrer Bank an. Fragen Sie nach „verdächtigen“ Kontobewegungen. Und behalten Sie diese regelmäßig im Blick.
- Schreiben Sie sich die Telefonnummer des Anrufes und das Datum auf. Notieren Sie sich den Inhalt. Melden Sie beides der Bundesnetzagentur.
- Haben Sie Ihre Adresse preisgegeben? Bekommen Sie angeblich einen Brief mit einem Vertrag und einer Zahlungsaufforderung? Bitte bezahlen Sie nichts! Melden Sie die Sache der Verbraucherzentrale oder einem Anwalt.
- Und ganz wichtig: Gehen Sie zur Polizei. Stellen Sie dort Strafanzeige wegen Datenmissbrauch und Datendiebstahl.
- Bitte melden Sie solche Anrufe auch Ihrer mhplus.
Wichtig für Sie zu wissen
Der sensible Umgang mit Ihren Daten ist uns wichtig.
- Deshalb geben wir hochsensible Daten nicht an andere Personen oder Unternehmen weiter!
- Wir melden uns immer ordnungsgemäß mit Namen am Telefon!
- Wir rufen Sie nur an, wenn es einen konkreten Anlass dazu gibt. Zum Beispiel wegen eines Antrages.
- Niemals fragen wir Sie am Telefon nach Ihrer Bankverbindung. So etwas fragen wir nur schriftlich ab.
- Unsere Vertragspartner setzen Sie nicht unter Druck. Weder was zusätzliche Verträge noch Leistungen betrifft.
Deshalb: Bleiben Sie vorsichtig!

