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Großaunahme eine Babymunds. Das Kind schiebt sich die Finger in den Mund.
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Gesunde Haut trotz Zahndurchbruch Hautausschlag beim Zahnen

Der erste Zahn ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung eines Babys. Während manche Kinder beim Zahndurchbruch kaum Beschwerden haben, kann das Zahnen für andere Babys und deren Eltern zu einer echten Herausforderung werden. Neben den typischen Zahnungsschmerzen treten mitunter weitere Symptome auf, zum Beispiel Hautausschlag. Welcher Zusammenhang besteht eigentlich zwischen Zahnen und Hautausschlag und wie lassen sich die Beschwerden lindern.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Zahnen beginnt meist zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat.
  • Hautausschlag beim Zahnen entsteht meist indirekt durch den vermehrten Speichelfluss, der die empfindliche Haut reizt.
  • Betroffen sind häufig Mund, Kinn, Wangen, Hals.
  • Auch im Windelbereich kann Hautausschlag während des Zahnes auftreten, da das Immunsystem empfindlicher auf Reizungen reagiert. 
  • Typische Anzeichen: gerötete, gereizte oder leicht schuppige Haut.
  • Zur Linderung helfen regelmäßiges Trockenhalten der Haut, Schutzcremes und eine gute Hautpflege.

In welchem Alter zahnen Babys?

Meist beginnt das Zahnen zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat eines Babys. Dabei durchbricht der erste Zahn das Zahnfleisch. Die weiteren Zähne folgen dann in unterschiedlichen Abständen. Im Alter von etwa 2,5 bis 3 Jahren ist das Milchzahngebiss mit seinen 20 Zähnen komplett. 

Was sind Symptome des Zahnens?

Während der Zahndurchbrüche können verschiedene Beschwerden auftreten. Das sind die gängigsten Symptome, wobei jedes Kind unterschiedlich reagiert:

  • gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch,
  • verstärkter Speichelfluss,
  • gerötete Wangen,
  • ständiges Nuckeln an Fingern oder Gegenständen (zum Beispiel Beißringen),
  • erhöhte Reizbarkeit und Unruhe,
  • Schlafprobleme,
  • Appetitlosigkeit.

Fieber und geschwächtes Immunsystem

Viele Eltern berichten während des Zahnens von erhöhter Körpertemperatur oder leichtem Fieber bei ihrem Kind. Dies hängt mit dem (vorübergehend) geschwächten Immunsystem zusammen: 

  • Der sogenannte Zahnfollikel enthält bestimmte Botenstoffe, die Entzündungen und Fieber fördern. Diese Stoffe werden beim Zahnen freigesetzt. 
  • Zudem geht in der Zahnungsphase der „Nestschutz“ durch die mütterlichen Antikörper zunehmend verloren. 
  • Zugleich ist das Immunsystem mehr gefordert, weil zahnende Babys ihre Finger oder Gegenstände in den Mund nehmen und mit dem Krabbeln beginnen – und dadurch mit mehr Keimen in Kontakt kommen. 

Der Zahndurchbruch bedeutet Stress für den kleinen Körper, wodurch das Baby in dieser Zeit anfälliger für Infekte sein kann. 

Fieber über 38,5°C ist allerdings kein typisches Zahnungssymptom – hier sollten sich Eltern bei Unklarheiten einen ärztlichen Rat einholen.

Baby sitzt am Strand zwischen Klötzchen und steckt sich einen Beißring in den Mund.

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Wie verursacht Zahnen Hautausschläge?

Viele Eltern sind besorgt, wenn ihr Baby während des Zahnens plötzlich Hautausschlag entwickelt. Tatsächlich ist dies ein häufiges Begleitsymptom, das verschiedene Ursachen haben kann. 

Speichelfluss und Hautreizungen im Gesicht

Der verstärkte Speichelfluss während des Zahnens ist völlig normal – er hilft sogar, das gereizte Zahnfleisch zu beruhigen. Allerdings kann der ständig feuchte Speichel die zarte Haut des Babys reizen. Besonders betroffen sind der Bereich um den Mund, das Kinn, die Wangen und die Halsfalten.

Der Ausschlag zeigt sich meist als gerötete, manchmal leicht schuppige Stellen. Einige Babys entwickeln auch kleine rote Pünktchen oder einen leichten Hautausschlag, der wie ein Windpockenausschlag aussehen kann.

Hautreizungen im Windelbereich

Nicht nur im Gesicht und am Hals, auch im Windelbereich kann das Zahnen zum Hautausschlag führen. Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Während des Zahnens ist das Immunsystem des Kindes besonders gefordert. Der Körper reagiert allgemein sensibler auf Reizungen. Auch der Stuhl kann sich während des Zahnens verändern, denn wie geschildert, nehmen zahnende Kinder vermehrt Gegenstände in den Mund und kommen dadurch mit mehr Keimen in Kontakt. Das kann zu Durchfall führen, was die Haut zusätzlich reizt.

Gut zu wissen: 

Nicht jeder Hautausschlag während der Zahnungsphase entsteht durch das Zahnen. Andere mögliche Gründe können sein:

  • Windeldermatitis durch zu viel Feuchtigkeit,
  • Allergie gegen Lebensmittel oder Pflegeprodukte,
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
  • Virusinfektionen (zum Beispiel Herpes-Infektionen),
  • Hitzeausschlag, besonders in warmen Monaten.

Eltern, die sich unsicher sind, ob der Ausschlag mit dem Zahnen zusammenhängt, sollten sich vom Kinderarzt beraten lassen. Besonders wenn der Hautausschlag stark juckt, sich ausbreitet oder das Baby sichtlich belastet, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. 

Wann mit zahnendem Kind zum Arzt?

Auch wenn Hautausschläge beim Zahnen häufig vorkommen, gibt es Situationen, in denen Eltern einen Kinderarzt aufsuchen sollten:

  • Trotz guter Pflege verschlimmert sich der Ausschlag.
  • Die Haut nässt oder blutet stark.
  • Ihr Kind ist ungewöhnlich unruhig oder schläft sehr schlecht.
  • Es kommen weitere ungewöhnliche Symptome wie sehr hohes Fieber hinzu.
  • Sie haben den Eindruck, dass der Ausschlag eine andere Ursache haben könnte.

Gut zu wissen: Jedes Kind reagiert anders auf das Zahnen. Was bei dem einem Baby gut funktioniert, muss bei einem anderen nicht unbedingt helfen. Eltern sollten verschiedene Methoden ausprobieren und beobachten, womit sich ihr Kind am wohlsten fühlt. 

Tipps gegen Zahnungsschmerzen und Hautreizungen

Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die Beschwerden während des Zahnens deutlich lindern. Dabei ist es wichtig, sowohl die Zahnungsschmerzen als auch die gereizte Haut im Blick zu behalten.

Wie lassen sich Zahnungsschmerzen lindern?

Der Zahndurchbruch kann Kindern ordentlich zu schaffen machen. Diese bewährten Methoden helfen, die Schmerzen zu reduzieren:

  • kühle Beißringe aus dem Kühlschrank (Achtung: nicht aus dem Gefrierfach),
  • spezielle Zahnungsgels aus der Apotheke,
  • gekühlte Gemüsesticks wie Gurke oder Karotte (nur unter Aufsicht) oder Bananenscheiben,
  • sanfte Massage des Zahnfleischs mit einem sauberen Finger oder Fingeraufsatz,
  • viel Zuwendung und körperliche Nähe.

Effektive Hautpflege während des Zahnens

Der vermehrte Speichelfluss beim Zahnen kann die empfindliche Babyhaut stark beanspruchen. Eine konsequente, aber sanfte Pflege ist jetzt besonders wichtig.

Im Gesichtsbereich

  • den Speichel regelmäßig und vorsichtig mit einem weichen Tuch abtupfen.
  • kühlende Umschläge auf die geröteten Stellen legen
  • eine dünne Schicht fetthaltiger Creme oder -salbe als Barriere auflegen
  • parfümfreie, milde Pflegeprodukte verwenden

Im Windelbereich

  • Windeln häufiger als üblich wechseln
  • Haut nach jeder Reinigung gut trocknen lassen
  • falls eine Wundschutzcreme oder Zinksalbe verwendet wird, nur dünn auftragen
  • mehrmals täglich „windelfreie” Zeit einplanen

Welche bewährte Hausmittel für die Hautpflege gibt es?

Neben den klassischen Pflegeprodukten haben sich auch einige natürliche Methoden bewährt. Lauwarme Kamillenbäder und natürliches Kokosöl zur sanften Pflege beruhigen die gereizte Haut. Feuchte, kühle Waschlappen oder Heilwolle aus der Apotheke können ebenfalls Linderung verschaffen. Das Kind sollte zudem nicht zu enge Sachen tragen, bessern sind leichte, luftige Kleidung aus Naturfasern. 

 

Autorin: Katharina Weickardt (suxeedo Redaktion), Expertenunterstützung: Julia Braunsteiner-Berger, Biologin (MSc)

FAQ

Nein. Manche Babys entwickeln Hautreizungen, andere zeigen trotz Zahnens keine Hautveränderungen.

Verschiedene Faktoren begünstigen Fieber während des Zahnens. Eine leicht erhöhte Temperatur kann daher vorkommen. Hohes Fieber gilt jedoch nicht als typisches Zahnungssymptom.

Typisch sind gerötete, gereizte oder leicht schuppige Hautstellen sowie kleine rote Pünktchen.

www.kindergesundheit-info.de/(01.11.2024) 

www.helios-gesundheit.de/ (01.11.2024) 

www.kinderaerzte-im-netz.de/ (01.11.2024) 

Haftungsausschluss
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.
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