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Maximaler Erfolg in minimaler Zeit HIIT (High Intensity Intervall Training)
Sie wollen in kurzer Zeit maximale Trainingserfolge erzielen? Dann ist ein High Intensity Interval Training (HIIT) für Sie genau richtig. Dieses hocheffektive Intervalltraining verbindet intensive Belastungsphasen mit Erholungspausen und bringt Ihren Stoffwechsel auf Touren.
High Intensity Interval Training, kurz HIIT, erobert derzeit die Fitnesswelt. Bei dieser Trainingsmethode wechseln sich hochintensive Belastungsphasen mit kurzen Erholungsintervallen ab. Das Besondere dabei: Die Intensität während der Belastungsphasen liegt bei 90 bis 95 Prozent der maximalen Herzfrequenz.
So funktioniert das HIIT-Prinzip
Ein typisches HIIT-Workout folgt einem klaren Aufbau: Nach dem Aufwärmen starten die Sportler mit der ersten Belastungsphase, die zwischen 20 und 60 Sekunden dauert. In dieser Zeit powern sie sich mit maximaler Intensität aus. Anschließend folgt eine kurze aktive Erholungsphase mit niedriger Intensität. Dieser Wechsel wiederholt sich mehrmals.
Die bekannteste Variante des HIIT-Trainings ist Tabata: Hier trainieren Sie 20 Sekunden mit maximaler Intensität, gefolgt von 10 Sekunden Pause. Dieser Zyklus wird achtmal wiederholt, sodass eine Trainingseinheit nur vier Minuten dauert. Klingt kurz? Ist aber höchst effektiv!
Die Intensitätslevel
Bei einem HIIT gibt es drei zentrale Intensitätsstufen:
Belastungsphase: maximale Intensität (90 bis 95 Prozent der maximalen Herzfrequenz)
aktive Erholungsphase: moderate Intensität (60 bis 70 Prozent)
Aufwärmen und Cooldown: niedrige Intensität (40 bis 50 Prozent)
HIIT birgt Risiken
Aufgrund der hohen Belastung für das Herz-Kreislaufsystem birgt das Training besondere Risiken. Vor dem Start mit HIIT ist eine ärztliche Abklärung Ihrer Sporttauglichkeit sehr empfehlenswert. Dazu rät auch die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Die Empfehlung gilt auch für sportliche Menschen.
Unverzichtbar ist die Untersuchung, wenn Sie einer Risikogruppe angehören. Zu einer Risikogruppe zählen Sie bei:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck,
akuten oder chronischen Gelenkproblemen,
längerer Sportpause,
Übergewicht,
Schwangerschaft (besonders im fortgeschrittenen Stadium),
akuten Rückenbeschwerden und
akuten Infekten.
Brechen Sie das Training sofort ab, wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen:
Schwindel oder Benommenheit
übermäßige Kurzatmigkeit
Brustschmerzen
Gelenkschmerzen
Übelkeit
Konsultieren Sie bei diesen Symptomen einen Arzt, bevor Sie das Training wieder aufnehmen.
HIIT ist eine hocheffektive Trainingsmethode, die Ihnen in kurzer Zeit zu mehr Fitness verhilft. Aufgrund der hohen Belastung ist sie jedoch nicht für alle Menschen geeignet. Wichtig ist in jedem Fall die richtige Vorbereitung, eine saubere Technik und Respekt vor der Intensität. Starten Sie moderat, hören Sie auf Ihren Körper und steigern Sie sich langsam.
Sportmedizinische Untersuchung
Sie haben lange keinen Sport gemacht und möchten jetzt Starten? Um gesundheitliche Risiken auszuschließen, ist eine sportmedizinische Untersuchung empfehlenswert. Die mhplus bezuschusst die Untersuchung.
Der Trainingseffekt von HIIT hält weit über das eigentliche Workout hinaus an. Fachleute bezeichnen dies als „Nachbrenneffekt” oder EPOC (Excess Post-Exercise Oxygen Consumption). Dabei verbraucht Ihr Körper bis zu 24 Stunden nach dem Training zusätzliche Energie für die Regeneration. Darüber hinaus kann das hochintensive Intervalltraining folgende positive Effekte haben:
Verbesserung der Ausdauerleistung
Optimierung des Stoffwechsels
Steigerung der Fettverbrennung
Kombination von Kraft- und Ausdauerreizen
Förderung der Herzgesundheit
Verbesserung kognitiver Funktionen
Die richtige Herzfrequenz
Der Puls ist bei HIIT-Workouts der wichtigste Indikator für die Trainingsintensität. Wie geschildert, sollte Ihre Herzfrequenz in den Belastungsphasen submaximal, also bei 90 bis 95 Prozent des Maximums, liegen. Der optimale Trainingspuls ist individuell unterschiedlich und abhängig von Alter, Gewicht, Größe und Trainingszustand eines Menschen. Er lässt sich nur mit Hilfe von medizinischen Untersuchungen bestimmen.
Hier eine einfache Faustregel, wie Sie Ihren optimalen Trainingspuls zumindest annähernd berechnen:
maximale Herzfrequenz: 220 minus Lebensalter
Belastungsphase: 90 bis 95 Prozent der maximalen Herzfrequenz
Erholungsphase: 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz
Beispiel für eine 30-jährige Person:
Maximalpuls: 190 Schläge pro Minute
Belastungsphase: 171 bis 180 Schläge pro Minute
Erholungsphase: 114 bis 133 Schläge pro Minute
HIIT spart Zeit
Der große Vorteil von HIIT-Intervallen liegt in ihrer Zeiteffizienz. Ein 15-minütiges hochintensives Training kann ähnliche Trainingseffekte erzielen wie längere moderate Trainingseinheiten. Dies macht HIIT besonders attraktiv für Menschen mit eng getaktetem Zeitplan.
Liegestütze können Bestandteil eines HIIT-Trainings sein.
So trainieren Sie richtig
Wenn es keine gesundheitlichen Bedenken gibt, können Sie mit dem HIIT-Training starten. Beginnen Sie jedes Workout mit einem fünf- bis zehnminütigen Aufwärmprogramm. Dabei steigern Sie langsam Ihre Herzfrequenz und bereiten die Muskulatur auf die kommende Belastung vor. Nach dem Training folgt ein ebenso wichtiges Cooldown, um Ihren Kreislauf schonend herunterzufahren.
Diese Übungen bilden die Basis für Ihr Intervalltraining
Effektive Cardio-Übungen:
Sprint-Intervalle: auch auf der Stelle möglich
Seilspringen
High Knees: auf der Stelle mit hochgezogenen Knien laufen
Jumping Jacks: Hampelmänner
Speed Skaters: seitliche Sprünge mit Beinkontakt hinter dem Standbein
Bodyweight-Übungen für maximale Intensität:
Burpees (Kombination aus Liegestütz, Kniebeuge und Strecksprung): die Königsübung im HIIT
Mountain Climbers: Core-Stabilität und Ausdauer trainieren
Push-ups: klassische Liegestütze in schneller Ausführung
Squats und Squat Jumps: Kräftigung der gesamten Beinmuskulatur
Lunges und Jumping Lunges: Intensive Übung für Beine und Po
Bicycle Crunches: dynamische Übung für die Bauchmuskulatur
Plank mit Shoulder Taps: Stärkung Ihrer Rumpfmuskulatur
Anpassung an Ihr Fitnesslevel
Als Einsteiger starten Sie am besten wie folgt:
kurze Intervalle (15 bis 20 Sekunden)
längere Erholungsphasen (40 bis 60 Sekunden)
zwei bis drei Durchgänge pro Übung
Fokus auf grundlegende Übungen ohne Sprünge
Mit zunehmender Fitness können Sie Ihr HIIT anpassen:
Intervalle verlängern (30 bis 60 Sekunden)
Erholungszeiten verkürzen (20 bis 30 Sekunden)
Anzahl der Durchgänge erhöhen
komplexere Übungen und Sprungvariationen einbauen
Sicher trainieren: Das sollten Sie bei einem HIIT beachten
Auch wenn HIIT sehr effektiv ist – die Intensität des Trainings erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen.
Diese Fehler sollten Sie vermeiden – und so beugen Sie vor
1. Zu schneller Einstieg
Die häufigste Ursache für Verletzungen beim HIIT ist eine Überforderung zu Beginn. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die saubere Ausführung der Übungen. Steigern Sie erst dann schrittweise das Tempo und die Intensität.
2. Mangelnde Regeneration
Ihr Körper braucht Zeit zur Erholung. Planen Sie mindestens einen Tag Pause zwischen zwei HIIT-Workouts ein. Trainieren Sie maximal zwei- bis dreimal pro Woche hochintensiv.
3. Vernachlässigtes Warm-up
Ein gründliches Aufwärmen ist bei der hohen Intensität des Intervalltrainings besonders wichtig. Nehmen Sie sich Zeit für die Mobilisation und steigern Sie langsam die Intensität.
4. Falsche Technik unter Ermüdung
Sobald die Übungsausführung durch Erschöpfung unsauber wird, sollten Sie das Training beenden. Eine fehlerhafte Technik erhöht das Verletzungsrisiko deutlich.
Autorin: Katharina Weickardt (suxeedo Redaktion), Expertenunterstützung Sarah Blakowski (Physiotherapeutin)
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