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Der Schlüssel zu einem ausgeglichenen Leben Mentale Gesundheit stärken
Zeitdruck auf der Arbeit, hohe Ansprüche an uns selbst und Zukunftsängste – unsere mentale Gesundheit wird oft auf die Probe gestellt. Werden die Sorgen zu groß, beeinträchtigt das uns in vielen Bereichen unseres Lebens.
Die mentale Gesundheit beeinflusst unser Denken, Fühlen, Handeln und unsere Lebensqualität. Psychische Belastungen können sich auch körperlich bemerkbar machen.
Resilienz (psychische Widerstandskraft) hilft dabei, Krisen und Herausforderungen besser zu bewältigen und kann aktiv trainiert werden.
Wichtige Faktoren für mentale Stärke sind Achtsamkeit, soziale Kontakte und ein möglichst stressfreies Arbeitsumfeld.
Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung, ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und Erholung unterstützt die psychische Gesundheit.
Bei anhaltender Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, sozialem Rückzug oder starken Ängsten sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Warum mentale Gesundheit wichtig ist
Unsere psychische Gesundheit beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln. Sie ist das Fundament für unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität. Wenn es uns mental nicht gut geht, hat das oft sehr negative Auswirkungen: Anhaltender Stress, berufliche oder private Konflikte, Einsamkeit oder das Gefühl von Überforderung sind nur einige davon.
Dabei ist unsere mentale Gesundheit eng mit unserer körperlichen Verfassung verbunden. Psychische Belastungen äußern sich häufig in körperlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verdauungsproblemen, Schlafstörungen und anderen Erkrankungen. Zu einem ausgeglichenen Leben gehört deswegen auch ein guter Umgang mit unserer Psyche.
Resilienz als Schlüssel zur mentalen Gesundheit
Resilienz – unsere psychische Widerstandskraft – ist wie ein Immunsystem für die Seele. Sie hilft uns, auch in schweren Zeiten handlungsfähig zu bleiben und Krisen zu meistern. Resiliente Menschen zeichnen sich durch eine positive Selbstwahrnehmung aus und sind von ihrer Selbstwirksamkeit überzeugt – also dem Glauben, Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können.
Diese Eigenschaft ist deswegen ein wichtiger Eckpfeiler für unsere mentale Gesundheit. Das bestätigt auch eine Metaanalyse des Deutschen Ärzteblatts (Zusammenhang von Resilienz und psychischer Gesundheit bei körperlichen Erkrankungen. Systematisches Review und Metaanalyse). Die Ergebnisse von über 15.000 Patienten aus 55 verschiedenen Studien zeigen: Resiliente Menschen mit körperlichen Erkrankungen weisen im Durchschnitt eine höhere psychische Gesundheit auf.
5 Tipps zur Stärkung der mentalen Gesundheit
Die gute Nachricht: Resilienz kann trainiert werden. Häufig helfen schon ganz einfache Maßnahmen.
1. Achtsamkeit im Alltag praktizieren
Achtsamkeit bedeutet, bewusst im gegenwärtigen Moment zu sein – ohne zu bewerten und sich von starken Emotionen ablenken zu lassen. Diese Einstellung hilft dabei, Stress zu reduzieren und gelassener mit Herausforderungen umzugehen. Einfache Übungen für mehr Achtsamkeit im Alltag sind beispielsweise:
verschiedene Atemübungen gegen Stress,
achtsames Essen ohne Ablenkung,
kurze Meditationen gegen Stress und
bewusstes Wahrnehmen der Umgebung auf dem Arbeitsweg.
2. Soziale Beziehungen pflegen
Gute soziale Beziehungen sind ein wichtiger Anker für unsere mentale Gesundheit. Sie bieten emotionalen Rückhalt, praktische Unterstützung und das Gefühl von Zugehörigkeit. Es lohnt sich Zeit zu investieren in:
regelmäßige Treffen mit Freunden und Familie,
tiefgehende Gespräche,
gemeinsame Aktivitäten und
die Pflege von Freundschaften, auch in stressigen Zeiten.
3. Arbeitsplatz möglichst stressfrei gestalten
Ein großer Teil unseres Lebens spielt sich am Arbeitsplatz ab. Umso wichtiger ist es, auch dort auf die psychische Gesundheit zu achten. Dies gelingt am besten, wenn man einige wichtige Regeln beachten:
realistische Arbeitszeiten einhalten
regelmäßige Pausen einlegen
klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben ziehen
offene Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten pflegen
ein angenehmes Arbeitsumfeld gestalten
4. Einen gesunden Lebensstil pflegen
Unser Körper und unsere Psyche sind eng miteinander verknüpft. Ein gesunder Lebensstil unterstützt daher auch die mentale Gesundheit. Vorteilhaft ist unter anderem:
regelmäßige Bewegung,
eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst,
ausreichend Schlaf (sieben bis neun Stunden),
Zeit für Hobbys und Entspannung und
ein mäßiger Umgang mit Alkohol und der Verzicht auf Nikotin.
5. Effektives Stressmanagement entwickeln
Stress gehört zum Leben dazu. Entscheidend ist die Balance – also, ob auf eine Stressphase eine Erholungsphase folgt und wie wir mit Belastungen umgehen. Wenn Stress den Alltag bestimmt, kann sich das nicht nur negative auf die Psyche auswirken, sondern auch zu körperlichen Beschwerden führen. Diesem Szenario kann man aktiv entgegen steuern:
mit Entspannungstechniken wie progressiver Muskelentspannung oder Yoga,
regelmäßiger Bewegung in der Natur,
eingeplanten Auszeiten im Alltag,
Prioritäten setzen und „Nein“ sagen lernen und
einer ausgewogenen Work-Life-Balance.
Bis zu 100 Euro Zuschuss zu Entspannungskursen
Entspannung kann man lernen. Die mhplus bezuschusst zertifizierte Entspannungskurse in ganz Deutschland und unterstützt dabei, Stress abzubauen und das Wohlbefinden nachhaltig zu stärken.
Manchmal reichen Selbsthilfestrategien nicht aus. Wenn alles zu viel wird, ist dies kein Grund zur Scham, sondern ein wichtiges Warnsignal des Körpers. Folgende Warnzeichen zeigen, dass professionelle Hilfe sinnvoll sein kann:
sich über längere Zeit niedergeschlagen oder antriebslos fühlen,
unter anhaltenden Schlafstörungen leiden,
sich sozial zurückziehen,
die gewohnten Aufgaben nicht mehr bewältigen können oder
sich mit Ängsten oder negativen Gedanken quälen.
Unterstützungsangebote:
Hausärzten als erste Anlaufstelle
Psychotherapeuten
Psychiatern
Psychosozialen Beratungsstellen
Krisenhotlines
Mentale Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit – sie braucht regelmäßige Pflege und Aufmerksamkeit. Mit den vorgestellten Strategien kann man die psychische Widerstandskraft stärken und für mehr Wohlbefinden sorgen.
Autor: Moritz Hild (suxeedo Redaktion), Expertenunterstützung Aikaterini Pegka (Diplom-Biologin, Meditations- und Yogalehrerin)
FAQ
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, Krisen und Belastungen besser zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen.
Regelmäßige Bewegung kann Stress reduzieren, die Stimmung verbessern und das psychische Wohlbefinden fördern.
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.