Wir legen Wert auf Sicherheit. Deswegen wird die Unterstützung für den Internet Explorer nicht mehr durch unsere Website bereitgestellt. Bitte verwenden Sie einen anderen Browser, zum Beispiel Google Chrome, Firefox oder Edge
Gewürze können eine entzündungshemmende Wirkung haben, indem sie bestimmte Entzündungsprozesse im Körper günstig beeinflussen.
Viele Gewürze enthalten sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle, die entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.
Zu den Gewürzen, die als entzündungshemmend gelten, gehören Kurkuma, Ingwer, Zimt, Knoblauch, Chili, Rosmarin, Oregano und Kreuzkümmel.
Viele Menschen sind im Laufe ihres Lebens mit Entzündungsprozessen im Körper konfrontiert. Während akute Entzündungen eine wichtige Schutzreaktion des Immunsystems darstellen, können chronische Entzündungen den Körper langfristig belasten. Daher interessieren sich immer mehr Menschen für natürliche Möglichkeiten, die Gesundheit zu unterstützen und Entzündungsprozessen auf natürliche Weise entgegenzuwirken. Potenzial gibt es dabei buchstäblich in unseren Küchen: entzündungshemmende Gewürze. Sie werten nicht nur unsere Mahlzeiten geschmacklich auf, sondern haben auch einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit.
Entzündungen und Ernährung: Der Einfluss von Gewürzen
Bei einer akuten Entzündung kommt es zu einer erhöhten Durchblutung des betroffenen Gewebes, was oft zu Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerzen führt. Ursache für Entzündungen können Verletzungen, Infektionen oder andere Reize sein, auf die unser Immunsystem reagiert. Während akute Entzündungen ein wichtiger Schutzmechanismus unseres Körpers sind, können chronische Entzündungen langfristig zu Gesundheitsproblemen wie Arthritis oder Herz- und Kreislauferkrankungen führen. Chronische Entzündungen sind besonders tückisch, da sie oft keine Symptome haben.
Eine entzündungshemmende Ernährung kann dabei unterstützen, chronische Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren. Ideal ergänzen lässt sich diese Art der Ernährung durch anti entzündliche Gewürze. Diese enthalten bioaktive Pflanzenstoffe, die auf verschiedene Weise im Körper wirken:
Einige Pflanzenstoffe können bestimmte entzündungsfördernde Körpereiweiße – sogenannte Enzyme – hemmen und so die Entzündung abmildern.
Manche Inhaltsstoffe wirken als Antioxidantien und haben so die Fähigkeit, freie Radikale zu neutralisieren.
Andere Pflanzenstoffe können das Immunsystem regulieren und fördern ein ausgewogenes Abwehrsystem. Das ist wichtig, denn ein überaktives Immunsystem kann zu übermäßigen Entzündungsreaktionen führen.
Bis zu 100 Euro Zuschuss für Ernährungskurse
Die mhplus bezuschusst qualitätsgesicherte Ernährungskurse in ganz Deutschland. Qualifizierte Ernährungsberater unterstützen dabei, individuelle Ziele zu erreichen.
Die entzündungshemmende Wirkung von Gewürzen basiert hauptsächlich auf ihren sekundären Pflanzenstoffen. Zu den wichtigsten entzündungshemmenden Pflanzenstoffen in Gewürzen gehören Polyphenole, Flavonoide und ätherische Öle. Letztere sind flüchtige Verbindungen, die nicht nur für den charakteristischen Geruch und Geschmack der Gewürze verantwortlich sind, sondern auch vielfältige gesundheitliche Wirkungen mit sich bringen.
Und wie wirken ätherische Öle im Körper?
Bestimmte ätherische Öle wie Thymol, Carvacrol und Eugenol können Entzündungen auf molekularer Ebene beeinflussen, indem sie Signalwege zwischen körpereigenen Rezeptoren und entzündungsfördernden Enzymen hemmen und die Produktion von entzündungshemmenden Substanzen fördern.
Die wichtigsten entzündungshemmenden Gewürze
Unter den zahlreichen Gewürzen weisen einige entzündungshemmenden Eigenschaften auf. Viele davon finden sich in jeder Küche.
Kurkuma
Kurkuma, das „goldene Gewürz", ist seit Jahrhunderten für seine gesundheitsfördernden Eigenschaften bekannt. Es enthält den aktiven Wirkstoff Curcumin. Dieser Inhaltsstoff hat sowohl entzündungshemmende als auch antioxidative Eigenschaften.
Unser Tipp: Kurkuma am besten mit etwas schwarzem Pfeffer kombinieren. Dieser erhöht die Bioverfügbarkeit des Stoffes – also den Anteil des tatsächlich aufgenommenen und nutzbaren Wirkstoffes in den Körper.
Vorsicht: Genuss in Maßen
Neben der zahlreichen positiven Eigenschaften von Curcumin weist eine neuere Studie darauf hin, dass sich Curcumin in großen Mengen möglicherweise negativ auf die Leber auswirken kann. Sie sollten Kurkuma daher in Maßen genießen. Das bedeutet nicht mehr als drei Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag – das empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).
Ingwer
Die beliebte Knolle ist ein echtes Wundermittel für unsere Gesundheit und beinhaltet zahlreiche ätherische Öle. Daher hat Ingwer in der chinesischen und ayurvedischen Medizin seit Jahrtausenden seinen festen Platz. Eine der zahlreichen gesundheitsfördernden Wirkungen: Ingwer wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.
Die antiinflammatorischen Eigenschaften kommen aus den sogenannten Scharfstoffen Gingerol und Shogaol des Ingwers, die für den fruchtig-scharfen Geschmack sorgen. Wird Ingwer erhitzt, entsteht aus den Scharfstoffen das süßlich-scharfe Zingeron (Vanillylaceton), das entzündungshemmendes Potenzial besitzt.
Ein weiterer Vorteil: Die Knolle aktiviert unsere Darmtätigkeit
Eine intakte Darmtätigkeit ist essenziell für unsere Darmgesundheit, denn der Darm hat einen großen Einfluss auf unseren allgemeinen Gesundheitszustand. Besonders spannend: auch bei der Regulierung von Entzündungsprozessen im Körper spielt der Darm eine wichtige Rolle.
Knoblauch
Knoblauch ist reich an Allicin, einer schwefelhaltigen Verbindung. Diese wirkt antibakteriell und desinfiziert uns im wahrsten Sinne von innen. Zudem kann Allicin die Aktivität entzündungsfördernder Enzyme hemmen und fördert zugleich die Produktion von Antioxidantien im Körper.
Zimt
Auch Zimt enthält neben wertvollen ätherischen Ölen verschiedene Antioxidantien, die antiinflammatorisch wirken können – insbesondere Polyphenole. Daneben besitzt Zimt noch weitere sekundäre Pflanzenstoffe, deren Eigenschaften Entzündungen entgegenwirken können.
Schwarzer Pfeffer
Schwarzer Pfeffer ist ein echtes Power-Gewürz, denn er enthält Piperin – einen Inhaltsstoff mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Interessanterweise kann Piperin auch die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe verbessern. Dazu gehört zum Beispiel, wie bereits erwähnt, Curcumin aus Kurkuma. Die Kombination aus schwarzem Pfeffer und Kurkuma gibt unserem Körper daher einen extra Boost.
Chili
Wer Schärfe verträgt, hat mit Chilli eine echte Wunderwaffe an der Hand. Sein Hauptwirkstoff, Capsaicin, hat nicht nur eine schmerzlindernde Wirkung, sondern kann auch Entzündungen reduzieren, indem es die Produktion entzündungsfördernder Substanzen im Körper hemmt.
Rosmarin
Rosmarin ist ein vielseitiges Naturheilmittel, das reich an ätherischen Ölen ist. Seine anti inflammatorischen Eigenschaften verleihen ihm unter anderem die Antioxidantien Carnosol und Carnosinsäure. Diese Substanzen können entzündungsfördernde Signalwege im Körper blockieren. Das Kraut ist zudem für seine antiseptische Wirkung bekannt.
Oregano
In der mediterranen Küche ist auch Oregano nicht nur wegen seines intensiven Aromas beliebt, sondern auch wegen seiner gesundheitsfördernden ätherischen Öle. Ein ganz besonderer Wirkstoff des Krauts ist das Beta-Caryophyllen (E-BCP), ein Inhaltsstoff, der an die Cannabinoid-CB2-Rezeptoren unseres Körpers andocken kann. Dieser Vorgang hindert unsere Zellen daran, Substanzen zu produzieren, die Entzündungen auslösen können.
Kreuzkümmel
Kreuzkümmel ist ein oft unterschätztes Gewürz, wenn es um unsere Gesundheit geht. Denn es enthält Thymol, ein wertvolles ätherisches Öl, das die Aktivität bestimmter Enzyme hemmen kann, die an Entzündungsprozessen beteiligt sind.
4 Tipps: Antientzündliche Gewürze einfach in die Ernährung integrieren
Entzündungshemmende Gewürze lassen sich ganz einfach in die tägliche Ernährung integrieren. Das Beste daran: Es ist gleichermaßen einfach und lecker.
Kurkuma-Boost: Kurkuma lässt sich nicht nur in würzigen Gerichten, sondern auch prima in Getränken integrieren. Einfach einen Teelöffel Kurkumapulver zum morgendlichen Smoothie hinzufügen oder abends eine Tasse goldene Milch (warme Milch mit Kurkuma, Zimt und einem Hauch schwarzem Pfeffer – für die bessere Bioverfügbarkeit von Curcumin).
Ingwer-Kick für jeden Tag: Ingwer entfaltet seine Wirkung am besten als Ingwertee oder sogenanntes Ingwerwasser (abgekühlter Ingwertee). Dazu einfach feine Scheiben der Knolle mit heißem Wasser übergiesen und den Sud mindestens zehn Minuten ziehen lassen.
Würzige Suppen und Eintöpfe: Suppen und Eintöpfe mit einer Kombination aus Knoblauch, Chili, schwarzem Pfeffer und Kreuzkümmel würzen.
Zimt zum Frühstück: Zimt über das Müsli oder den Joghurt streuen. So schmeckt es noch besser und ist auch noch gesund.
Mit entzündungshemmenden Gewürzen die Gesundheit boosten
Wer entzündungshemmende Gewürze regelmäßig in die Ernährung einbaut, kann nicht nur den Geschmackssinn verwöhnen, sondern auch aktiv etwas für die Gesundheit tun. Durch die vielfältigen Pflanzenstoffe und ätherischen Öle können Gewürze Entzündungen im Körper auf natürliche Weise reduzieren.
Wichtig: Entzündungshemmende Gewürze sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder eine ärztliche Behandlung bei Gesundheitsproblemen. Sie können jedoch eine wertvolle Ergänzung zu einem gesunden Lebensstil sein und dazu beitragen, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
FAQ
Gewürze können regelmäßig und in kleinen Mengen in die tägliche Ernährung integriert werden. Eine abwechslungsreiche Verwendung verschiedener Gewürze ist sinnvoll.
Nein, Gewürze können eine ausgewogene Ernährung ergänzen, ersetzen aber keine medizinische Behandlung.
Autorin: Nadine Weisschuh (suxeedo-Redaktion), Expertenunterstützung: Julia Braunsteiner-Berger, Biologin (MSc)
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.