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In einem Kaender sind die Tage der Periode mit roten Tropfen gekennzeichnet
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Periode verspätet: Ursachen und was Sie tun können

Eine verspätete Periode verunsichert viele Frauen, doch Zyklusabweichungen sind häufiger als gedacht. Welche Ursachen dahinterstecken können und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist, erfahren Sie hier.

Periode verspätet: Das Wichtigste in Kürze 

  • Leichte Zyklusabweichungen von 3 bis 5 Tagen sind völlig normal und meist kein Grund zur Sorge.
  • Stress, Gewichtsschwankungen und intensive körperliche Aktivität gehören zu den häufigsten Ursachen für eine verspätete Periode.
  • Eine Schwangerschaft ist die naheliegendste Erklärung für das Ausbleiben der Regelblutung und sollte per Test abgeklärt werden.
  • Bleibt die Menstruation länger als drei Monate aus, spricht man von Amenorrhoe, eine ärztliche Untersuchung ist dann wichtig.
  • Bei zusätzlichen Symptomen wie starken Schmerzen, ungewöhnlichen Blutungen oder hormonellen Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Was bedeutet „verspätete Periode”?

Der weibliche Menstruationszyklus ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Hormone. Als normal gilt eine Zykluslänge zwischen 21 und 35 Tagen, wobei der Durchschnitt bei etwa 28 Tagen liegt. Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Regelblutung und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Menstruation.

Die Zykluslänge ist individuell unterschiedlich und kann auch bei derselben Frau von Monat zu Monat leicht schwanken. Abweichungen von einigen Tagen sind völlig normal und kein Grund zur Sorge. Von einer verspäteten Periode  wird in der Regel gesprochen, wenn die Regelblutung mehr als fünf bis sieben Tage über die erwartete Zykluslänge hinaus ausbleibt.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer verspäteten und einer komplett ausbleibenden Periode. Bleibt die Menstruation über drei Monate oder länger komplett aus, bezeichnen Mediziner dies als Amenorrhoe. Diese erfordert grundsätzlich eine ärztliche Abklärung, da körperliche Erkrankungen die Ursache sein können.

Bei Frauen im ersten Jahr nach einer Geburt sowie stillende Frauen kann ein Ausbleiben der Regelblutung hormonell bedingt sein und ist häufig unbedenklich.

 

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Häufige Ursachen für eine verspätete Regelblutung

Die Gründe für eine verspätete Periode sind vielfältig und reichen von harmlosen Schwankungen bis zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen. In den meisten Fällen stecken jedoch vorübergehende Faktoren hinter dem verschobenen Zyklus, die sich mit einfachen Maßnahmen beeinflussen lassen.

Schwangerschaft

Die naheliegendste Ursache für eine verspätete oder ausbleibende Periode ist eine Schwangerschaft. Nach Geschlechtsverkehr sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden, sobald die Regelblutung ausbleibt.

Stress und psychische Belastungen

Stress gehört zu den häufigsten Gründen für eine verspätete Periode. Körperlicher oder psychischer Druck führt zur vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Dieses kann den Hormonhaushalt beeinflussen und sowohl den Eisprung verzögern als auch den Östrogenspiegel verändern. Berufliche Belastung, Schichtarbeit, Schlafmangel, private Konflikte oder emotionale Ausnahmesituationen können so direkt auf den Menstruationszyklus wirken.

Körperliche Veränderungen

Der Körper reagiert sensibel auf Gewichtsschwankungen. Sowohl starkes Untergewicht als auch Übergewicht können die Hormonproduktion in den Eierstöcken beeinträchtigen und zu Zyklusstörungen führen. Bei zu niedrigem Körperfettanteil stellt der Körper die Menstruation manchmal komplett ein, um Energie zu sparen.

Auch intensiver Sport und körperliche Anstrengung können die Regelblutung verzögern. Leistungssportlerinnen oder Frauen, die plötzlich ihr Trainingspensum stark erhöhen, berichten häufig von unregelmäßigen Zyklen.

Hormonelle Faktoren

Das Absetzen oder der Wechsel hormoneller Verhütungsmittel wie der Antibabypille beeinflusst den natürlichen Hormonhaushalt. Der Körper benötigt einige Monate Zeit, um sich wieder auf die eigene Hormonproduktion einzustellen. In dieser Phase sind längere oder verkürzte Zyklen typisch.

Verschiedene Medikamente können ebenfalls den Menstruationszyklus beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise Antidepressiva, Blutdrucksenker oder Schilddrüsenmedikamente. Bei Fragen zu möglichen Nebenwirkungen sollte die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt angesprochen werden.

Gesundheitliche Ursachen

Mehrere Erkrankungen können zu einer verspäteten oder ausbleibenden Periode führen:

  • PCO-Syndrom (Polyzystische Ovarien): Diese Hormonstörung kann Frauen im gebärfähigen Alter betreffen. Typische Symptome sind unregelmäßige Zyklen, vermehrte Körperbehaarung und kleine Zysten an den Eierstöcken.
  • Schilddrüsenerkrankungen: Sowohl eine Überfunktion als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse wirken sich auf die Hormone aus und können den Zyklus beeinträchtigen.
  • Chronische Erkrankungen: Diabetes, Zöliakie oder andere langfristige Gesundheitsprobleme beeinflussen manchmal die Regelmäßigkeit der Menstruation.

Lebensphasen mit natürlichen Schwankungen

In bestimmten Lebensphasen sind unregelmäßige Zyklen völlig normal. In der Pubertät pendelt sich der Hormonhaushalt in den ersten Jahren nach der ersten Regelblutung erst ein. Unregelmäßige Abstände zwischen den Blutungen sind in dieser Zeit häufig und kein Grund zur Sorge. Auch die Wechseljahre bringen natürliche Veränderungen mit sich: Ein verlängerter Zyklus oder ausbleibende Perioden können erste Anzeichen der beginnenden Wechseljahre sein. Diese Phase startet typischerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr.

Wann sollte man eine Arztpraxis aufsuchen?

Nicht jede Zyklusabweichung erfordert einen Arztbesuch. In folgenden Fällen ist eine medizinische Abklärung jedoch wichtig:

Bei Amenorrhoe

Bleibt die Menstruation über drei Monate oder länger komplett aus, ohne dass eine Schwangerschaft vorliegt, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Hinter einer Amenorrhoe können hormonelle Störungen oder Erkrankungen der Gebärmutter oder Eierstöcke stecken. 

In seltenen Fällen kann auch eine vorzeitige Menopause (vor dem 40. Lebensjahr) die Ursache sein. Gerade wenn weitere Symptome wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen auftreten, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.

Bei zusätzlichen Symptomen

Begleiten die ausbleibende Periode weitere Beschwerden, ist ein Arztbesuch ratsam. Dazu gehören:

  • Starke Unterleibsschmerzen oder Krämpfe
  • Ungewöhnlich starke oder schwache Blutungen
  • Zwischenblutungen
  • Hitzewallungen oder andere hormonelle Symptome wie vermehrter Haarwuchs
  • Unerklärliche Gewichtsveränderungen

Bei Kinderwunsch

Frauen mit Kinderwunsch sollten bei einem unregelmäßigen Zyklus frühzeitig ärztlichen Rat einholen. Ein stabiler Menstruationszyklus mit regelmäßigem Eisprung ist wichtig für die Fruchtbarkeit. Durch rechtzeitige Untersuchung lassen sich mögliche Ursachen wie das PCO-Syndrom oder Schilddrüsenprobleme erkennen und behandeln.

Die frühzeitige Abklärung von Erkrankungen schützt vor Langzeitfolgen. Manche hormonellen Störungen oder Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut lassen sich besser behandeln, wenn sie früh erkannt werden.

Autorin: Eva Dalinghaus (suxeedo Redaktion), Expertenunterstützung Evelyn Bodman (Hebamme)

FAQ

Schwankungen von drei bis fünf Tagen gelten als normal und sind kein Grund zur Sorge. Auch eine Verspätung von bis zu einer Woche kann bei gelegentlich auftretenden Stresssituationen oder körperlichen Veränderungen vorkommen. Bleibt die Periode länger als zwei Wochen aus, empfiehlt sich ein Schwangerschaftstest oder eine ärztliche Abklärung.

Ja, das ist durchaus möglich. Stress, Gewichtsschwankungen, intensive körperliche Aktivität oder der Beginn einer Erkältung können den Zyklus um mehrere Tage verschieben. Auch Reisen mit Zeitverschiebung oder Veränderungen im Tagesrhythmus beeinflussen die Hormonproduktion und damit die Regelblutung. Hormonelle Veränderungen im ersten Jahr nach der Geburt und während der Stillzeit können sich ebenfalls auswirken und den Zyklus verschieben.

Ohne erkennbare Ursache wie Schwangerschaft oder Stillzeit sollte die Menstruation nicht länger als drei Monate ausbleiben. Eine solche Amenorrhoe erfordert grundsätzlich eine ärztliche Untersuchung. Nur in den Wechseljahren oder in der Pubertät sind längere Pausen zwischen den Blutungen natürlich und unbedenklich.

Bei einer leicht verspäteten Periode können verschiedene Maßnahmen unterstützend wirken. Stressreduktion durch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Spaziergänge hilft, den Cortisolspiegel zu senken. Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung mit ausreichend Eisen, Vitamin B und gesunden Fetten unterstützt die Hormonproduktion. Moderate Bewegung in Form von leichtem Sport regt die Durchblutung an, ohne den Körper zu überlasten. Auch ausreichend Schlaf mit regelmäßigen Schlafenszeiten stabilisiert den Hormonhaushalt. Wärme in Form von Bädern oder Wärmflaschen kann ebenfalls entspannend wirken. Bei länger anhaltenden Problemen oder dem Verdacht auf eine Erkrankung sollte jedoch immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

www.frauenaerzte-im-netz.de/aktuelles/meldung/zyklusschwankungen-koennen-wechseljahre-schon-anfang-40-ankuendigen/, aufgerufen 23.12.2025

www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/hormonstoerungen/diagnostik/, aufgerufen am 23.12.2025

www.informationsportal-kinderwunsch.de/kiwu/mediathek/podcast/podcast-46-keine-periode-und-trotzdem-nicht-schwanger-was-bedeutet-amenorrhoe-fuer-den-kinderwunsch--250146, aufgerufen am 23.12.2025

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