Wir legen Wert auf Sicherheit. Deswegen wird die Unterstützung für den Internet Explorer nicht mehr durch unsere Website bereitgestellt. Bitte verwenden Sie einen anderen Browser, zum Beispiel Google Chrome, Firefox oder Edge
Die gesundheitlichen Risiken des Rauchens sind immens: 127.000 Menschen starben 2018 in Deutschland an den Folgen des Tabakkonsums. Viele Erkrankungen werden mit dem Rauchen in Verbindung gebracht. Dazu gehören insbesondere Lungenkrebs und andere Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, obstruktive Bronchitis, vorzeitige Hautalterung oder Impotenz. Darüber hinaus greift der Tabakkonsum das Zahnfleisch und die Kieferknochen an, belastet den Verdauungstrakt, schwächt die Knochendichte und kann zu Entwicklungsstörungen, vermindertem Geburtsgewicht und Frühgeburten beim ungeborenen Kind führen. Es schadet dem Verdauungstrakt, dem Skelett und schädigt ungeborene Kinder. Mediziner wissen auch: Frauen gehen beim Rauchen besonders viele Risiken ein. Verantwortlich für diese Erkrankungen sind die Schadstoffe, die bei der Verbrennung von Tabak entstehen.
Hilfe beim Rauchstopp
Rauchfrei werden? Du schaffst das – und wir helfen dir dabei! Die mhplus steht dir mit wirkungsvollen Programmen und individuellen Angeboten zur Seite – für einen erfolgreichen Start in ein gesünderes Leben."
Warum fällt das Aufhören mit dem Rauchen so schwer?
Trotz des Wissens um die gesundheitlichen Risiken fällt das Aufhören schwer. Verantwortlich dafür ist das im Tabak enthaltene Nikotin. Beim Menschen gelangt das Nikotin über Lunge oder Schleimhäute in die Blutbahn und gelangt von dort blitzschnell ins Gehirn. Bereits nach wenigen Sekunden können erste Nikotin-Moleküle dort eintreffen und führen zur Freisetzung von Botenstoffen.
Nikotin macht abhängig
Das Suchtpotenzial entsteht durch folgende Mechanismen:
Nikotin erreicht das Gehirn in kurzer Zeit und löst einen schnellen "Belohnungseffekt" aus.
Es setzt Glückshormone (Dopamin) frei und erzeugt kurzzeitig positive Gefühle.
Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Nikotinzufuhr und fordert sie zunehmend ein.
Ohne Nikotin treten unangenehme Entzugserscheinungen wie Unruhe und Reizbarkeit auf.
Das Gehirn verknüpft das Rauchen mit alltäglichen Situationen, z.B. Kaffeepause, Stress.
Je nach Nikotinkonzentration wirken diese Stoffe anregend oder beruhigend. Diesen Kick möchten Raucher immer wieder erleben. Kein Wunder, dass auf diese Weise eine Abhängigkeit entsteht. Entdeckt wurde diese Wirkung bereits von den Ureinwohnern Amerikas. Sie setzten Tabak allerdings nur für medizinische und religiöse Zwecke ein. Erst mit der industriellen Massenproduktion von Zigaretten entwickelte sich Tabak zur Volksdroge.
Rauchen schadet auch anderen
Raucher schaden nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern allen, die den sogenannten Nebenstromrauch einatmen. Damit ist die Luft gemeint, die beim Rauchen entweder durch das Ausatmen oder das Glimmen der Zigarette in die Luft übergeht. Mit dem Hauptstromrauch wird die Luft bezeichnet, die der Raucher selbst inhaliert. Die krebserregenden Substanzen im Nebenstromrauch können sogar in einer 100-mal höheren Konzentration auftreten.
Experten gehen davon aus, dass der Nebenstromrauch auch Gefäßkrankheiten fördert und das Immunsystem schwächt. Besonders Kinder und Schwangere sollten sich daher nicht in einem verqualmten Raum aufhalten. Ganz besonders gilt das natürlich, wenn sie als Passivraucher im Auto mitfahren. Hier sind die Schadstoffkonzentrationen höher als in einer Raucherkneipe. Leider schützt auch das Rauchen bei offenem Fenster nicht wirklich vor dem Passivrauchen, da der Rauch oft trotzdem in den Raum zieht.
Nichtraucher-Newsletter
Dich erwarten effektive Strategien und frische Impulse, die dir den Nikotinentzug erleichtern. Ideal für alle, die den Ausstieg planen. Unverbindlich und Kostenlos - egal, wo du versichert bist.
Vor allem junge Menschen verwenden gern Alternativen wie E-Zigaretten oder Tabakerhitzer. Angestiegen ist insbesondere der Konsum von E-Zigaretten. Eine Studie der BZgA aus dem Jahr 2022 zeigt jedoch, dass deren Konsum bereits wieder abnimmt. Bei der E-Zigarette werden sogenannte Liquids erhitzt, bis sie verdampfen und dann eingeatmet werden. Die Liquids enthalten Aromastoffe und teilweise auch Nikotin. Im Tabakerhitzer wird hingegen eine Portion Tabak auf bis zu 300 Grad erhitzt. Das entstehende Luftgemisch wird dann eingeatmet.
Beide Varianten sind weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Trotzdem werden hier auch andere Schadstoffe eingeatmet, die gesundheitliche Risiken bergen. Sie sind also keinesfalls eine Alternative zur Zigarette. Eine Langzeitbewertung der Auswirkungen liegt noch nicht vor.
Rauchen aufhören – Ihr Weg zum Erfolg!
Mit dem Rauchen aufzuhören ist ein Prozess, der Vorbereitung und Durchhaltevermögen erfordert. Mit der richtigen Strategie und kleinen Hilfestellungen im Alltag steigen die Erfolgschancen deutlich. Auch wenn die ersten Wochen schwierig sein können - die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit machen sich schon nach kurzer Zeit bemerkbar.
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.