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So entlasten Sie Körper und Seele Was passiert, wenn man mit dem Rauchen aufhört?
Schon kurz nach der letzten Zigarette beginnen wichtige Regenerationsprozesse. Viele dieser positiven Veränderungen nach der Rauchentwöhnung sind bereits nach wenigen Stunden oder Tagen spürbar. Doch was genau passiert eigentlich im Körper, wenn man mit dem Rauchen aufhört?
Das Wichtigste in Kürze
Schon kurz nach der letzten Zigarette beginnt der Körper, sich zu erholen, etwa durch einen sinkenden Kohlenmonoxid-Spiegel und eine bessere Sauerstoffversorgung.
Entzugserscheinungen wie Reizbarkeit, Schlafstörungen oder Heißhunger sind häufig, gelten aber als normale Reaktion während der Rauchentwöhnug.
Mit der Zeit verbessern sich unter anderem Geruchs- und Geschmackssinn, Lungenfunktion und Herz-Kreislauf-Gesundheit deutlich.
Eine Gewichtszunahme während der Rauchentwöhnung ist möglich, lässt sich mit bewusster Ernährung und mehr Bewegung aber ausgleichen.
Wer Rauchfrei wird, senkt langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und verschiedene Krebsarten deutlich.
Veränderungen im Körper nach der letzten Zigarette
Nach der letzten Zigarette setzt im Körper ein umfassender Umstellungsprozess ein. Dabei reagiert nicht nur der Stoffwechsel auf den Nikotinentzug, auch Gehirn, Kreislauf und Gewohnheiten müssen sich neu einpendeln. Viele der dabei auftretenden Veränderungen sind Teil der natürlichen Erholung.
Was Nikotin im Körper bewirkt
Nikotin dockt an bestimmte Rezeptoren im Gehirn an und fördert dort unter anderem die Ausschüttung von Dopamin. Dadurch entsteht kurzfristig ein angenehmes Gefühl, das oft als entspannend oder belohnend erlebt wird. Gleichzeitig kann Nikotin das Hungergefühl dämpfen und dazu beitragen, dass Rauchen fest in den Alltag eingebunden wird.
Warum Entzugserscheinungen auftreten
Der Rauchstopp führt in der Regel zu Entzugserscheinungen. Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Heißhungerattacken sind nur einige mögliche Folgen des Entzugs. So unangenehm diese Symptome auch sein können: Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Körper beginnt, sich vom Nikotin zu entwöhnen. Der Körper entgiftet und stellt sich wieder auf ein Leben ohne Nikotin ein.
Auch die Psyche muss sich umstellen
Neben der körperlichen Abhängigkeit spielt auch die Gewohnheit eine große Rolle. Viele Menschen verbinden das Rauchen mit bestimmten Situationen – etwa mit Pausen, Stress, Kaffee oder sozialen Momenten. Beim Rauchstopp müssen daher nicht nur körperliche, sondern auch mentale Routinen verändert werden. Genau das macht die erste Zeit oft besonders herausfordernd.
Positive Effekte nach dem Aufhören
Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind erheblich. Umso besser ist die Nachricht, dass sich der Körper nach dem Rauchstopp erstaunlich schnell erholen kann. Viele positive Effekte setzen bereits kurz nach der letzten Zigarette ein.
Nach 8 bis 12 Stunden sinkt der Kohlen-Monoxid-Spiegel in den Blutbahnen und macht Platz für Sauerstoff.
Schon nach einem Tag, sinkt das Risiko für einen Herzinfarkt.
Schon nach zwei Tagen erholen sich normalerweise die Geschmacks- und Geruchsnerven. Dadurch schmeckt und riecht vieles wieder intensiver. Für Raucher ist dieses Erlebnis häufig eine Überraschung, denn die Einschränkungen beim Schmecken und Riechen sind vielen nicht bewusst.
Nach zwei bis zwölf Wochen stabilisieren sich Lunge und Kreislauf. Spürbar wird das beim Treppensteigen oder Sport. Schleim wird effektiver abtransportiert. Die Gefahr von Infektionen wie einer Bronchitis sinkt.
Innerhalb eines Jahres sinkt das Risiko für eine Herzerkrankung stark.
In den folgenden Jahren sinkt ihr Risiko für verschiedene Krebserkrankungen deutlich.
Nach circa 10 bis. 15 Jahren ist das Risiko von Herzkreislauferkrankungen und Lungenkrebs ungefähr so groß, wie für Nichtraucher.
Übrigens: Zu den negativen Folgen des Rauchens gehört auch die vorzeitige Hautalterung. Diese lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Wer lange jugendlich und frisch aussehen will, sollte frühzeitig aufhören oder gar nicht erst anfangen zu rauchen.
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Ein Rauchstopp gelingt oft besser mit einem klaren Plan. Schon kleine Vorbereitungen können helfen, schwierige Momente besser zu bewältigen, Rückfälle zu vermeiden und motiviert zu bleiben.
Einen klaren Startzeitpunkt setzen
Freunde und Familie über das Vorhaben zu informieren und auf diese Weise sozialen Druck aufbauen
Ersatzritual für Momente, in denen das Verlangen nach Nikotin besonders stark wird festlegen, z.B. ein Glas Wasser trinken, Kaugummi kauen oder Gemüsesnacks essen
Oft dauert das starke Verlangen nach einer Zigarette nur einige Minuten. In dieser Zeit kann es helfen, sich bewusst abzulenken: ein paar Schritte gehen, tief durchatmen, Wasser trinken, oder die Hände beschäftigen. Je häufiger solche Momente ohne Zigarette bewältigt werden, desto schwächer wird das Verlangen meist mit der Zeit.
Viele Raucher glauben, dass sie mit dem Verzicht auf das Rauchen bald mehr Kilos auf die Waage bringen. Richtig ist, dass sich nach dem Rauchstopp der Stoffwechsel normalisiert. Man verbrennt dann weniger Energie. Hinzu kommt, dass Nikotin das Hungergefühl dämpft. Um sich abzulenken, essen manche Menschen in der Raucherentwöhnung auch mehr. Der Entzug kann daher tatsächlich zu einer Gewichtszunahme führen. In der Regel handelt es sich dabei jedoch nur um wenige Kilos.
Diese Tipps helfen, das Gewicht zu halten:
Wenn es ganz schlimm wird, auf eine Chilischote beißen
Bewegungsprogramm starten, es muss kein Marathonplan sein, auch Spazierengehen ist effektiv
oft wird die Zigarette ducrch süße Snacks ersetzt, statt desen Kaugummi kauen oder auf Gemüsesticks setzen
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Wie stark sich die Lunge erholt, hängt unter anderem von der Dauer und Intensität des Rauchens ab. Nach dem Rauchstopp kann sich die Funktion der Flimmerhärchen in den Atemwegen verbessern, sodass Schleim und Schadstoffe wieder effektiver abtransportiert werden. Auch Husten und Atembeschwerden können im Verlauf nachlassen. Bereits eingetretene strukturelle Schäden, etwa bei einer chronischen Lungenerkrankung, sind jedoch nicht immer vollständig rückgängig zu machen. Trotzdem profitiert die Lunge in nahezu jedem Stadium von einem Rauchstopp.
Ja, Dauer und Intensität des Tabakkonsums beeinflussen das individuelle Gesundheitsrisiko. Grundsätzlich gilt jedoch: Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter. Auch nach vielen Jahren des Rauchens sinkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Krebserkrankungen und Atemwegsprobleme, wenn keine weiteren Schadstoffe mehr aufgenommen werden. Je früher der Rauchstopp erfolgt, desto größer ist meist der langfristige gesundheitliche Nutzen – positive Effekte zeigen sich aber auch bei einem späteren Ausstieg.
Unterstützung von anderen kann es deutlich erleichtern, mit dem Rauchen aufzuhören. Hilfreich ist es, wenn Familie, Freunde oder Kolleginnen und Kollegen über den Rauchstopp Bescheid wissen und Rücksicht nehmen. Zuspruch, Verständnis und kleine Ermutigungen können in schwierigen Momenten viel bewirken. Auch gemeinsame Aktivitäten, die vom Rauchen ablenken, helfen vielen Menschen, neue Gewohnheiten aufzubauen.
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.