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Die gesundheitlichen Risiken des Rauchens sind immens: 127.000 Menschen starben 2018 in Deutschland an den Folgen des Tabakkonsums. Viele Erkrankungen werden mit dem Rauchen in Verbindung gebracht.
Rauchen hat vielfältige Folgen für die Gesundheit.
Organe, die direkt mit dem Tabakrauch in Kontakt kommen, haben ein besonders hohes Krebsrisiko.
Rauchen kann das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen.
Rauchen schädigt die Atemwege.
Mundraum, Zähne und Augen (Grauer Star) können durch das Rauchen beinträchtigt werden.
Die Abhängigkeit entsteht beim Rauchen durch das Nikton, für die gesundheitlichen Risiken sind jedoch die Substanzen im Tabakrauch verantwortlich. Sie werden schnell aufgenommen und wirken negativ auf fast jedes Organ im Körper ein.
Wie Rauchen das Krebsrisiko erhöht
Zu den negativen Folgen des Rauchens gehrt insbesondere das erhöhte Krebsrisiko. Organe, die direkt mit dem Tabakrauch in Kontakt kommen, haben ein besonders hohes Krebsrisiko. Daher leiden Raucher besonders oft an Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs oder bösartige Tumoren des Mund- und Rachenraums. Rauchen wird jedoch auch mit Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Blasenkrebs, Gebärmutterhalskrebs und bestimmten Formen von Blutkrebs in einen deutlichen Zusammenhang gebracht.
Warum rauchen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht
Rauchen fördert Prozesse, die das Risiko für einen Herzinfarkt vergrößern. Es schädigt die Innenwand der Blutgefäße (Endothel) und verändert die Zusammensetzung der Blutfette: Die Menge an ungünstigen LDL-Cholesterin (low density lipoprotein) steigt. Beides zusammen führt dazu, dass sich sogenannte Plaques an den Innenwänden ablagern können. Auf diese Weise wird der Blutfluss verändert. Der Tabakrauch wirkt sich auch auf das Blut selbst aus. Es wird zähflüssiger, dadurch steigt das Risiko für Blutgerinnsel. Laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum ist das Herzinfarkt-Risiko für Raucher um 65 Prozent höher als für Nichtraucher.
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Welche gesuundheitlichen Folgen hat Rauchen für die Atemwege
Tabakrauch schädigt das Gewebe der Atemwege und löst Entzündungsreaktionen aus. Auch die Schleimproduktion der Bronchien wird verstärkt. Zudem beeinträchtigt er den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege, was zu einem Schleimstau in den Bronchien führt. Darüber hinaus zerstört Tabakrauch die Lungenbläschen und schwächt das Immunsystem. Dies führt zur Entwicklung einer chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD). Unter dem Begriff COPD werden verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die Auswurf, Husten und Atemnot als Symptome aufweisen. Die Folgend des Rauchens für die Gesundheit sind gravierend: Zwischen 80 und 90 Prozent der über sechs Millionen COPD-Patienten in Deutschland sind Raucher oder ehemalige Raucher.
Wie Rauchen Mundraum und Zähne schädigt
Rauchen hat vielfältige Auswirkungen auf Zähne und Mundraum. Die Giftstoffe aus dem Tabakrauch greifen die Mundschleimhaut und erhöhen das Risiko für Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis) und des Zahnfleischs (Gingivitis), was letztendlich zum Zahnverlust führen kann. Die Heilung von Verletzungen der Schleimhaut wird ebenfalls beeinträchtigt. Hinzu kommen durch den Teer verfärbte Zähne und Mundgeruch. Raucher haben zudem häufiger Karies und einen verminderten auch den Geruchs- und Geschmackssinn.
Welche Folgen Rauchen für die Augen haben kann
Raucher haben außerdem ein erhöhtes Risiko für Grauen Star (Katarakt), bei dem sich die Linse trübt und das Sehvermögen allmählich nachlässt. Darüber hinaus neigen Raucher eher zu altersbedingter Makuladegeneration (AMD), bei der Sehzellen absterben.
Übrigens sind rauchende Frauen von höheren Risiken für die Gesundheit betroffen als rauchende Männer. Angesichts der gesundheitlichen Risiken lohnt sich der Rauchstopp für beide Geschlechter in jedem Alter.
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Nikotin erreicht das Gehirn in kurzer Zeit und löst einen schnellen "Belohnungseffekt" aus.
Es setzt Glückshormone (Dopamin) frei und erzeugt kurzzeitig positive Gefühle.
Der Körper gewöhnt sich an die regelmäßige Nikotinzufuhr und fordert sie zunehmend ein.
Ohne Nikotin treten unangenehme Entzugserscheinungen wie Unruhe und Reizbarkeit auf.
Das Gehirn verknüpft das Rauchen mit alltäglichen Situationen, z.B. Kaffeepause, Stress.
Je nach Nikotinkonzentration wirken diese Stoffe anregend oder beruhigend. Diesen Kick möchten Raucher immer wieder erleben.
Raucher schaden nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern allen, die den sogenannten Nebenstromrauch einatmen. Damit ist die Luft gemeint, die beim Rauchen entweder durch das Ausatmen oder das Glimmen der Zigarette in die Luft übergeht. Mit dem Hauptstromrauch wird die Luft bezeichnet, die der Raucher selbst inhaliert. Die krebserregenden Substanzen im Nebenstromrauch können sogar in einer 100-mal höheren Konzentration auftreten.
Experten gehen davon aus, dass der Nebenstromrauch auch Gefäßkrankheiten fördert und das Immunsystem schwächt. Besonders Kinder und Schwangere sollten sich daher nicht in einem verqualmten Raum aufhalten.
Vor allem junge Menschen verwenden gern Alternativen wie E-Zigaretten oder Tabakerhitzer. Angestiegen ist insbesondere der Konsum von E-Zigaretten. Eine Studie der BZgA aus dem Jahr 2022 zeigt jedoch, dass deren Konsum bereits wieder abnimmt. Bei der E-Zigarette werden sogenannte Liquids erhitzt, bis sie verdampfen und dann eingeatmet werden. Die Liquids enthalten Aromastoffe und teilweise auch Nikotin. Im Tabakerhitzer wird hingegen eine Portion Tabak auf bis zu 300 Grad erhitzt. Das entstehende Luftgemisch wird dann eingeatmet. Beide Varianten sind weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Trotzdem werden hier auch andere Schadstoffe eingeatmet, die gesundheitliche Risiken bergen. Sie sind also keinesfalls eine Alternative zur Zigarette. Eine Langzeitbewertung der Auswirkungen liegt noch nicht vor.
Die medizinischen Texte in der Rubrik mhplus-krankenkasse.de/wissen geben grundlegende Informationen zu Gesundheitsthemen und Erkrankungen. Sie ersetzen nicht die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage für eine eigenständige Diagnose und Behandlung verwendet werden. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden empfehlen wir immer den Arztbesuch. Nur der behandelnde Arzt kann eine Diagnose stellen oder eine konkrete Therapieempfehlung geben. Die Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Die mhplus kann dennoch ausdrücklich keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Verlässlichkeit, Qualität und Aktualität geben. Werden bestimmte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erwähnt, so dient dies ggf. der vollständigen Informationen zu allen gängigen Möglichkeiten. Darunter sind möglicherweise auch solche, deren Nutzen und Wirkung noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind, und die daher von Rechts wegen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind. Nur durch ihre Erwähnung ergibt sich kein Anspruch auf Kostenerstattung.